Ein Baumdiagramm stellt mehrstufige Zufallsexperimente dar. Entlang eines Pfades werden die Wahrscheinlichkeiten multipliziert.
Bedeutung (Warum?)
Es gibt zwei Pfadregeln:
1. Pfadregel (Produktregel): Die Wahrscheinlichkeit eines Pfades ist das Produkt der Wahrscheinlichkeiten entlang seiner Äste.
2. Pfadregel (Summenregel): Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller passenden Pfade.
Nutzen (Wozu?)
Mit Baumdiagrammen berechnet man mehrstufige Experimente – Ziehen mit und ohne Zurücklegen, mehrfaches Würfeln oder Münzwerfen.
Funktionsweise (Wie?)
Man geht den Pfad entlang und multipliziert die Zweige; für ein Ereignis addiert man danach die passenden Pfade.
Praxisbeispiel (Wo?)
Eine faire Münze wird zweimal geworfen (K = Kopf, Z = Zahl). Wie wahrscheinlich ist zweimal Kopf?
Rechnung
Entlang des Pfades K–K multiplizieren.
Ergebnis: \(P(KK)=\tfrac{1}{4}\)
Merksatz
Baumdiagramm für mehrstufige Experimente: entlang des Pfades multiplizieren (1. Pfadregel), passende Pfade addieren (2. Pfadregel).
Der Aufgabengenerator ist eine Übungsplattform mit vielen Themen. Ist das gesuchte Thema in der Liste vorhanden, lassen sich dort beliebig viele Übungsaufgaben mit vollständigem Lösungsweg erzeugen. Zum Aufgabengenerator.
