Klammerregeln

Kurzfassung
Beim Auflösen einer Klammer entscheidet das Vorzeichen davor: Ein Plus lässt alles gleich, ein Minus dreht jedes Vorzeichen in der Klammer um.

Bedeutung (Warum?)
Es gilt \(+(a-b)=a-b\), aber \(-(a-b)=-a+b\). Vor einer Klammer mit Minus wird also aus Plus ein Minus und umgekehrt.

Nutzen (Wozu?)
Die Klammerregeln braucht man beim Vereinfachen von Termen und beim Lösen von Gleichungen – ein häufiger Fehlerquell, wenn das Minus vergessen wird.

Funktionsweise (Wie?)
Man schaut auf das Vorzeichen vor der Klammer und lässt (bei \(+\)) alles stehen oder dreht (bei \(-\)) jedes Vorzeichen um.

Minus wirkt auf alle Glieder
\(-(3-2)\) ist \(-3+2\), nicht \(-3-2\). Das Minus vor der Klammer betrifft jedes Glied darin.

Praxisbeispiel (Wo?)
Berechne \(5-(3-2)\).

Term aufgelöst
\(+(a-b)\) \(a-b\)
\(-(a-b)\) \(-a+b\)
\(-(a+b)\) \(-a-b\)

Ein Minus vor der Klammer dreht jedes Vorzeichen darin um.

Rechnung — Minusklammer: beide Vorzeichen drehen.

\(5-(3-2)\)
\(=5-3+2\)
\(=4\)

Ergebnis: \(4\)

Merksatz
Klammerregeln: \(+\) vor der Klammer lässt alles gleich, \(-\) dreht jedes Vorzeichen um: \(-(a-b)=-a+b\).

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