Remanenzkosten sind Kosten, die nach einem Rückgang der Beschäftigung zunächst bestehen bleiben, obwohl weniger produziert wird.
Bedeutung (Warum?)
Kosten reagieren verzögert. Kündigungsfristen, Mietverträge und Leasingraten laufen weiter, auch wenn die Aufträge ausbleiben. Die Kosten „haften nach“ – daher der Name.
Nutzen (Wozu?)
Das erklärt, warum ein Auftragsrückgang das Ergebnis stärker belastet als erwartet.
Funktionsweise (Wie?)
Die Kosten sinken langsamer als die Beschäftigung. Erst nach Ablauf der Fristen passen sie sich an.
Wer mit sofort sinkenden Kosten rechnet, plant zu optimistisch. Zwischen Auftragsrückgang und Kostenanpassung liegt Zeit.
Praxisbeispiel (Wo?)
Die Beschäftigung sinkt um 20 %, die Kosten aber nur von 135.000,00 € auf 126.000,00 €.
Rechnung
tatsächlicher Kostenrückgang
| Kosten vorher | 135.000,00 € | |
| – | Kosten nachher | 126.000,00 € |
| Rückgang | 9.000,00 € |
Ergebnis: Kostenrückgang 6,67 %
Beurteilung: Die Beschäftigung sank um 20 %, die Kosten nur um 6,67 %. Die Differenz sind Remanenzkosten.
Merksatz
Remanenzkosten bleiben nach Beschäftigungsrückgang zunächst bestehen. Kosten sinken langsamer als die Menge.
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