Das Eigenkapital ist der Teil des Kapitals, der dem Unternehmen von den Eigentümern selbst dauerhaft zur Verfügung gestellt wird (nicht von Banken oder anderen Gläubigern). Rechnerisch gilt:
\[ \text{Eigenkapital} = \text{Vermögen} – \text{Schulden} \]
Das Eigenkapital steht auf der Passivseite der Bilanz und ist damit das genaue Gegenstück zum Fremdkapital.
Beispiel:
Ein Unternehmen hat ein Gesamtvermögen von 500.000,00 € und Schulden (Fremdkapital) von 320.000,00 €. Das Eigenkapital beträgt somit 180.000,00 €.
Wozu ist das wichtig?
Je höher der Eigenkapitalanteil, desto unabhängiger und krisenfester ist ein Unternehmen – es muss keine Zinsen zahlen und ist nicht darauf angewiesen, dass eine Bank den Kredit verlängert. Die Eigenkapitalrentabilität zeigt zusätzlich, wie gut dieses Kapital verzinst wird. Wird gezielt mehr Fremdkapital statt Eigenkapital eingesetzt, um die Eigenkapitalrendite zu steigern, spricht man vom Leverage-Effekt.
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