Der Break-even-Point ist die Gewinnschwelle: die Menge, bei der die Deckungsbeiträge genau die Fixkosten decken. Das Betriebsergebnis ist dort null.
Bedeutung (Warum?)
Unterhalb dieser Menge entsteht Verlust, oberhalb Gewinn. Jedes weitere Stück bringt genau seinen Deckungsbeitrag als zusätzlichen Gewinn.
Nutzen (Wozu?)
Die Gewinnschwelle zeigt, wie viel mindestens abgesetzt werden muss – eine der wichtigsten Planungsgrößen überhaupt.
Funktionsweise (Wie?)
Die Fixkosten werden durch den Deckungsbeitrag je Stück geteilt.
Dabei bedeutet:
| \(x_{BEP}\) | Gewinnschwellenmenge in Stück |
| \(K_F\) | Fixkosten in Euro |
| \(db\) | Deckungsbeitrag je Stück in Euro |
Geteilt wird durch den Deckungsbeitrag je Stück – nicht durch den Verkaufspreis und nicht durch die variablen Kosten.
Praxisbeispiel (Wo?)
Nettoverkaufspreis 80,00 € je Stück, variable Stückkosten 50,00 €, Fixkosten 60.000,00 €.
Rechnung
Gewinnschwellenmenge
| Nettoverkaufspreis je Stück | 80,00 € | |
| – | variable Kosten je Stück | 50,00 € |
| Deckungsbeitrag je Stück | 30,00 € |
Ergebnis: Gewinnschwelle 2.000 Stück
Probe: 2.000 · 30,00 € = 60.000,00 € – die Fixkosten sind genau gedeckt.
Merksatz
Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Stück ergibt die Gewinnschwelle. Dort ist das Betriebsergebnis null.
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