Die Abwicklung – auch Liquidation – ist die geordnete Auflösung eines Unternehmens: Vermögen verkaufen, Schulden begleichen, Rest verteilen.
Bedeutung (Warum?)
Wird ein Betrieb aufgegeben, endet er nicht einfach. Gläubiger müssen befriedigt werden, bevor der Inhaber etwas erhält.
Nutzen (Wozu?)
Die Reihenfolge schützt die Gläubiger. Reicht das Vermögen nicht, haftet der Einzelunternehmer mit seinem Privatvermögen.
Funktionsweise (Wie?)
Das Vermögen wird veräußert – oft unter Buchwert. Von den Erlösen werden die Schulden getilgt; ein verbleibender Rest steht dem Inhaber zu.
Unter Zeitdruck bringt Vermögen weniger als in der Bilanz steht. Deshalb bleibt oft weniger übrig als erwartet.
Praxisbeispiel (Wo?)
Vermögen laut Bilanz 281.000,00 €, erzielter Erlös 70 %; Schulden 147.000,00 €.
Rechnung
verbleibender Betrag
| Veräußerungserlös | 196.700,00 € | |
| – | Schulden | 147.000,00 € |
| Rest für den Inhaber | 49.700,00 € |
Nebenrechnung: 70 % · 281.000,00 € = 196.700,00 €
Ergebnis: Rest für den Inhaber 49.700,00 €
Merksatz
Abwicklung: Vermögen verkaufen, Schulden tilgen, Rest an den Inhaber. Liquidationswerte liegen unter Buchwerten.
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