Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Teilkostenrechnung: Sie rechnet den Produkten nur die variablen Kosten zu und behandelt die Fixkosten als Block.
Bedeutung (Warum?)
Die Vollkostenrechnung verteilt alle Kosten auf die Produkte. Für kurzfristige Entscheidungen führt das in die Irre, weil die verteilten Fixkosten ohnehin anfallen. Die Deckungsbeitragsrechnung trennt deshalb sauber in variabel und fix.
Nutzen (Wozu?)
Sie beantwortet Fragen, an denen die Vollkostenrechnung scheitert: Lohnt sich ein Zusatzauftrag? Wo liegt die Preisuntergrenze? Welches Produkt trägt am meisten zur Fixkostendeckung bei?
Funktionsweise (Wie?)
Für jedes Produkt wird der Deckungsbeitrag je Stück und insgesamt ermittelt. Die Summe aller Deckungsbeiträge abzüglich der Fixkosten ergibt das Betriebsergebnis.
Solange der Preis über den variablen Stückkosten liegt, leistet ein Auftrag einen positiven Deckungsbeitrag – er kann sich also lohnen, auch wenn er die vollen Kosten nicht deckt.
Praxisbeispiel (Wo?)
Zwei Erzeugnisse liefern Deckungsbeiträge von 120.000,00 € und 96.000,00 €; die Fixkosten betragen 145.000,00 € (Zahlen aus der Original-Prüfung).
Rechnung
Betriebsergebnis
| Deckungsbeitrag Erzeugnis 1 | 120.000,00 € | |
| + | Deckungsbeitrag Erzeugnis 2 | 96.000,00 € |
| = | Deckungsbeitrag gesamt | 216.000,00 € |
| – | Fixkosten | 145.000,00 € |
| Betriebsergebnis (Gewinn) | 71.000,00 € |
Ergebnis: Betriebsergebnis 71.000,00 €
Merksatz
Teilkostenrechnung: nur variable Kosten den Produkten zurechnen, Fixkosten als Block abziehen. Positiver Deckungsbeitrag heißt: Der Auftrag hilft.
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