Fremdkapital ist Kapital, das einem Unternehmen von Dritten (Banken, Lieferanten, sonstigen Gläubigern) zur Verfügung gestellt wird – im Gegensatz zum Eigenkapital muss es zurückgezahlt werden und verursacht in der Regel Zinsaufwand.
Typische Formen:
Bankkredite, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, Anleihen, Leasingverpflichtungen. In der Bilanz steht Fremdkapital auf der Passivseite.
Beispiel:
Eine neue Maschine für 100.000,00 € wird zu 60,00 % (60.000,00 €) über einen Bankkredit finanziert – das ist Fremdkapital, für das jährlich Zinsen anfallen, z. B. 4,00 % = 2.400,00 €.
Wozu ist das wichtig?
Der Anteil von Fremd- zu Eigenkapital (die Kapitalstruktur) bestimmt maßgeblich das finanzielle Risiko eines Unternehmens. Zu viel Fremdkapital erhöht die Abhängigkeit von Gläubigern, kann aber über den Leverage-Effekt auch die Eigenkapitalrendite steigern – ein zentraler Zielkonflikt der Finanzierung.
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