Der Maschinenstundensatz gibt an, was eine Maschinenstunde kostet – Abschreibung, Zinsen, Energie, Wartung und Raumkosten zusammengefasst.
Bedeutung (Warum?)
In stark maschineller Fertigung sind die Fertigungslöhne als Bezugsgröße ungeeignet. Die Maschinenlaufzeit beschreibt die Kostenverursachung besser.
Nutzen (Wozu?)
Mit ihm werden Maschinenkosten verursachungsgerecht auf die Erzeugnisse verteilt.
Funktionsweise (Wie?)
Maschinenkosten je Jahr geteilt durch die Laufzeit in Stunden. Multipliziert mit der Bearbeitungszeit je Stück ergeben sich die Maschinenkosten je Stück.
Gerechnet wird mit der tatsächlichen Laufzeit, nicht mit der theoretisch möglichen – sonst ist der Satz zu niedrig.
Praxisbeispiel (Wo?)
Maschinenkosten 48.000,00 € im Jahr, Laufzeit 1.600 Stunden, Bearbeitungszeit 0,5 Stunden je Stück.
Rechnung
Satz und Kosten je Stück
| Maschinenkosten je Stück | 15,00 € |
Nebenrechnung: 0,5 Stunden · 30,00 € = 15,00 €
Ergebnis: Maschinenkosten je Stück 15,00 €
Merksatz
Maschinenstundensatz = Maschinenkosten geteilt durch Laufzeit. Mal Bearbeitungszeit ergibt die Kosten je Stück.
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