Ein Passivkonto ist ein Bestandskonto, das Positionen der Passivseite der Bilanz abbildet – also die Herkunft des Kapitals: Eigenkapital oder Fremdkapital (Schulden, Kredite).
Die Buchungsregel ist genau umgekehrt zum Aktivkonto: Zugänge werden im Haben (rechts) gebucht, Abgänge im Soll (links).
Beispiel:
Ein Unternehmen nimmt einen Bankkredit über 50.000,00 € auf. Das Passivkonto „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ bekommt einen Zugang im Haben (+50.000,00 €) – gleichzeitig steigt auf der Aktivseite das Bankguthaben im Soll um denselben Betrag. Wird der Kredit später zurückgezahlt, wird das Passivkonto im Soll gemindert (Abgang).
Wozu ist das wichtig?
Wer die Soll-Haben-Logik bei Passivkonten verwechselt (z. B. wie bei Aktivkonten bucht), erhält eine Bilanz, die nicht mehr aufgeht – ein klassischer Anfängerfehler in der Buchführung.
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