Motivationstheorien erklären, was Menschen zu Leistung antreibt. Grundlegend sind die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg und die Zielsetzungstheorie von Locke.
Bedeutung (Warum?)
Nach Frederick Herzberg gibt es zwei getrennte Gruppen: Hygienefaktoren wie Bezahlung, Arbeitsplatz oder das Verhältnis zum Vorgesetzten – und Motivatoren wie Anerkennung und die Arbeit selbst.
Nutzen (Wozu?)
Der Kerngedanke: Fällt die Unzufriedenheit durch Hygienefaktoren weg, entsteht dadurch noch keine Zufriedenheit. Erst Motivatoren führen zu Zufriedenheit. Deshalb müssen zuerst die Hygienefaktoren erfüllt sein, damit die Motivatoren wirken können.
Funktionsweise (Wie?)
Nach Edwin Locke ist die Voraussetzung wirksamer Zielsetzung eine präzise, verbindliche und erreichbare Beschreibung des Ziels. Je genauer die Ziele – möglichst gemeinsam – formuliert sind, desto stärker motivieren sie. Formuliert werden sie nach der SMART-Regel.
Zufriedenheit und Unzufriedenheit lassen sich nicht objektiv messen. Das ist der wichtigste Einwand gegen die Zwei-Faktoren-Theorie.
Praxisbeispiel (Wo?)
Ein Betrieb erhöht die Löhne, dennoch bleibt die Zufriedenheit niedrig.
So geht es
Beurteilung nach Herzberg
Die Bezahlung ist ein Hygienefaktor. Ihre Verbesserung beseitigt Unzufriedenheit, schafft aber keine Zufriedenheit. Wirksam wären Motivatoren: Anerkennung der Leistung, mehr Verantwortung oder eine interessantere Aufgabe. Ergänzend sollten die Ziele nach der SMART-Regel gemeinsam vereinbart werden.
Merksatz
Herzberg: Hygienefaktoren beseitigen Unzufriedenheit, Motivatoren schaffen Zufriedenheit. Locke: präzise, verbindliche und erreichbare Ziele nach SMART.
Der Aufgabengenerator ist eine Übungsplattform mit vielen Themen. Ist das gesuchte Thema in der Liste vorhanden, lassen sich dort beliebig viele Übungsaufgaben mit vollständigem Lösungsweg erzeugen. Zum Aufgabengenerator.
