Liquidität ist die Fähigkeit, fällige Zahlungen jederzeit leisten zu können. Die Einzugsliquidität hat den Idealwert 100 %.
Bedeutung (Warum?)
Ein Unternehmen kann Gewinn erwirtschaften und trotzdem zahlungsunfähig werden, wenn das Geld im Lager oder in Forderungen gebunden ist.
Nutzen (Wozu?)
Die Kennzahl zeigt, ob die kurzfristigen Schulden durch kurzfristig verfügbares Vermögen gedeckt sind.
Funktionsweise (Wie?)
Die Einzugsliquidität setzt die flüssigen Mittel zuzüglich der Forderungen ins Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.
Dabei bedeutet:
| \(FM\) | flüssige Mittel in Euro (Kasse und Bank) |
| \(FO\) | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Euro |
| \(FK_{kurz}\) | kurzfristiges Fremdkapital in Euro |
Die Prüfungslösung beurteilt: „Die Einzugsliquidität ist als sehr gut zu beurteilen, da sie sehr nah am Idealwert von 100 % liegt.“ Deutlich darunter droht Zahlungsunfähigkeit, weit darüber liegt zu viel ungenutztes Geld.
Praxisbeispiel (Wo?)
Flüssige Mittel 270.200,00 €, Forderungen 93.328,00 €, kurzfristiges Fremdkapital 356.400,00 €.
Rechnung
Einzugsliquidität
Ergebnis: Einzugsliquidität 102 %
Beurteilung: Die Einzugsliquidität ist als sehr gut zu beurteilen, da sie sehr nah am Idealwert von 100 % liegt.
Merksatz
Flüssige Mittel plus Forderungen, mal 100, geteilt durch das kurzfristige Fremdkapital. Idealwert 100 %.
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