Der Betriebsvergleich stellt Kennzahlen gegenüber – im Zeitverlauf, mit dem Plan oder mit anderen Unternehmen der Branche.
Bedeutung (Warum?)
Eine Kennzahl allein sagt wenig. Erst der Vergleich macht sie aussagekräftig: Ist eine Eigenkapitalquote von 47 % gut? Das hängt von Branche und Vorjahr ab.
Nutzen (Wozu?)
In der Prüfung wird regelmäßig verlangt, Kennzahlen nicht nur zu berechnen, sondern im Vergleich zu beurteilen.
Funktionsweise (Wie?)
Man unterscheidet Zeitvergleich (mehrere Jahre), Soll-Ist-Vergleich (Plan gegen Wirklichkeit) und zwischenbetrieblichen Vergleich (gegen die Branche).
Betriebe müssen ähnlich groß sein und dieselbe Branche haben, sonst führt der Vergleich in die Irre.
Praxisbeispiel (Wo?)
Eigenkapitalquote im Vorjahr 42,00 %, im laufenden Jahr 47,69 %.
Rechnung
Veränderung der Eigenkapitalquote
| Eigenkapitalquote laufendes Jahr | 47,69 % | |
| – | Eigenkapitalquote Vorjahr | 42,00 % |
| Anstieg | 5,69 Prozentpunkte |
Ergebnis: Anstieg 5,69 Prozentpunkte
Beurteilung: Die Eigenkapitalbasis hat sich verbessert. Das Unternehmen ist unabhängiger geworden und kann Verluste besser auffangen.
Merksatz
Zeitvergleich, Soll-Ist-Vergleich, Branchenvergleich. Nur Vergleichbares vergleichen.
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