Die Nettoverbindlichkeit ist der Betrag der Schulden, der nach Abzug der flüssigen Mittel tatsächlich verbleibt.
Bedeutung (Warum?)
Ein Unternehmen mit 147.000,00 € Schulden und 17.000,00 € auf dem Konto ist besser gestellt als eines ohne Guthaben. Die Nettobetrachtung zeigt das.
Nutzen (Wozu?)
Banken beurteilen die Verschuldung meist netto – das ist aussagekräftiger als die reine Summe der Verbindlichkeiten.
Funktionsweise (Wie?)
Fremdkapital minus flüssige Mittel. Übersteigen die flüssigen Mittel die Schulden, liegt eine Nettoliquidität vor.
Vorräte und Forderungen zählen nicht dazu – nur Kasse und Bankguthaben.
Praxisbeispiel (Wo?)
Fremdkapital 147.000,00 €, Kasse 1.650,00 €, Bank 15.712,80 €.
Rechnung
Nettoverbindlichkeit
| Kasse | 1.650,00 € | |
| + | Bank | 15.712,80 € |
| flüssige Mittel | 17.362,80 € |
| Fremdkapital | 147.000,00 € | |
| – | flüssige Mittel | 17.362,80 € |
| Nettoverbindlichkeit | 129.637,20 € |
Ergebnis: Nettoverbindlichkeit 129.637,20 €
Merksatz
Nettoverbindlichkeit = Fremdkapital minus flüssige Mittel.
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