Das Verhaltensgitter kombiniert zwei Dimensionen: Mitarbeiterorientierung auf der y-Achse und Aufgabenorientierung auf der x-Achse, jeweils von 1 (niedrig) bis 9 (hoch).
Bedeutung (Warum?)
Führung lässt sich nicht auf „streng“ oder „nett“ reduzieren. Beide Dimensionen sind unabhängig voneinander – eine Führungskraft kann in beiden hoch oder niedrig liegen.
Nutzen (Wozu?)
Das Gitter macht Führungsverhalten beschreibbar und zeigt, in welche Richtung sich eine Führungskraft entwickeln sollte.
Funktionsweise (Wie?)
Der anzustrebende Führungsstil ist 9,9 (Team-Management): Eine hohe Berücksichtigung der Mitarbeitenden und ein hohes Erfolgsstreben bei den Aufgaben schließen sich nicht aus, sondern verstärken sich im Idealfall gegenseitig.
Die erste Zahl steht für die Aufgabenorientierung (x-Achse), die zweite für die Mitarbeiterorientierung (y-Achse). 9,1 ist also nicht dasselbe wie 1,9.
Praxisbeispiel (Wo?)
Eine Führungskraft erreicht regelmäßig ihre Ziele. Die Krankenstände sind jedoch hoch, mehrere Mitarbeitende haben gekündigt.
So geht es
Einordnung und Empfehlung
Das Verhalten entspricht dem Stil 9,1: hohe Aufgabenorientierung, geringe Mitarbeiterorientierung. Kurzfristig werden die Ziele erreicht, langfristig führen Unzufriedenheit und Fluktuation zu Mehrkosten. Anzustreben ist der Stil 9,9 (Team-Management): Die Ziele bleiben hoch, die Mitarbeitenden werden zugleich einbezogen und unterstützt.
Merksatz
x-Achse Aufgabe, y-Achse Mitarbeitende, je 1 bis 9. Anzustreben ist 9,9 – das Team-Management.
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