Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet – oder mit dem niedrigeren Tageswert, wenn der Marktpreis gefallen ist.
Bedeutung (Warum?)
Für das Umlaufvermögen gilt das strenge Niederstwertprinzip. Es verhindert, dass Vorräte zu hoch ausgewiesen werden.
Nutzen (Wozu?)
So wird ein bereits eingetretener Wertverlust im Abschluss sichtbar, statt in die Zukunft verschoben zu werden.
Funktionsweise (Wie?)
Verglichen werden Anschaffungskosten und Tageswert am Stichtag; anzusetzen ist der niedrigere Betrag. Zu den Anschaffungskosten gehören auch die Bezugskosten.
Beim Umlaufvermögen muss der niedrigere Wert angesetzt werden – nicht nur bei dauerhafter Wertminderung.
Praxisbeispiel (Wo?)
Anschaffungskosten 12.000,00 €, Tageswert 10.500,00 €.
Rechnung
Wertansatz und Abwertung
| Anschaffungskosten | 12.000,00 € | |
| – | Tageswert (niedrigerer Wert) | 10.500,00 € |
| Abwertung | 1.500,00 € |
Nach dem Niederstwertprinzip werden die Vorräte mit 10.500,00 € angesetzt.
Ergebnis: Abwertung 1.500,00 €
Merksatz
Vorräte: niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und Tageswert – strenges Niederstwertprinzip.
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