Beim Factoring verkauft ein Unternehmen seine Forderungen an einen Dienstleister und erhält sofort Geld – abzüglich einer Gebühr.
Bedeutung (Warum?)
Statt auf die Zahlung des Kunden zu warten, ist das Geld sofort verfügbar. Häufig übernimmt der Käufer auch das Ausfallrisiko.
Nutzen (Wozu?)
Die Liquidität verbessert sich sofort, und das Mahnwesen entfällt. Dafür mindert die Gebühr den Ertrag.
Funktionsweise (Wie?)
Die Forderung geht auf den Factor über. Das Unternehmen erhält den Betrag abzüglich Gebühr; die Gebühr ist Aufwand.
Factoring verschafft Geld, kostet aber Marge. Es lohnt sich vor allem bei langen Zahlungszielen oder hohem Ausfallrisiko.
Praxisbeispiel (Wo?)
Forderungen über 50.000,00 € werden verkauft, die Gebühr beträgt 3 %.
Rechnung
Auszahlungsbetrag
| Forderungsbestand | 50.000,00 € | 100 % | |
| – | Factoring-Gebühr | 1.500,00 € | 3 % |
| Auszahlung | 48.500,00 € | 97 % |
Ergebnis: Auszahlung 48.500,00 €
Merksatz
Factoring = Forderungsverkauf. Sofort Geld, dafür Gebühr.
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