Die ordentliche Kündigung beendet ein Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist.
Bedeutung (Warum?)
Die Frist gibt beiden Seiten Zeit: Der Arbeitnehmer kann sich eine neue Stelle suchen, der Arbeitgeber Ersatz finden. Sie verlängert sich mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit.
Nutzen (Wozu?)
Wer die Frist versäumt, dessen Kündigung wirkt erst zum nächstmöglichen Termin – das kostet Geld.
Funktionsweise (Wie?)
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten braucht der Arbeitgeber zusätzlich einen Grund: personen-, verhaltens- oder betriebsbedingt.
Die ordentliche Kündigung hält die Frist ein. Die außerordentliche wirkt fristlos, verlangt aber einen wichtigen Grund.
Praxisbeispiel (Wo?)
Ein Arbeitnehmer ist seit 8 Jahren im Betrieb; die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate zum Monatsende. Die Kündigung geht am 20. März zu.
So geht es
Ende des Arbeitsverhältnisses
Die Frist beginnt mit dem Zugang und endet zum Monatsende. Das Arbeitsverhältnis endet damit am 30. Juni. Bei einem Monatsgehalt von 4.000,00 € sind bis dahin noch drei volle Monatsgehälter zu zahlen:
| verbleibende Gehälter | 12.000,00 € |
Nebenrechnung: 3 · 4.000,00 € = 12.000,00 €
Ergebnis: 12.000,00 €
Merksatz
Ordentliche Kündigung: schriftlich, mit Frist. Die Frist wächst mit der Betriebszugehörigkeit.
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