Die Preiskalkulation führt von den Selbstkosten über den Gewinn zum Listenverkaufspreis. Kundenskonto und Kundenrabatt werden dabei einkalkuliert.
Bedeutung (Warum?)
Wer Skonto und Rabatt gewährt, bekommt weniger als den Listenpreis. Beides muss deshalb vorher eingerechnet werden, sonst reicht der Preis nicht.
Nutzen (Wozu?)
Die Vorwärtskalkulation liefert den Angebotspreis und zeigt zugleich, wie viel Spielraum für Nachlässe besteht.
Funktionsweise (Wie?)
Gerechnet wird von oben nach unten. Wichtig ist die Prozentspalte: Sie zeigt, worauf sich der jeweilige Satz bezieht. Beim Zielverkaufspreis wechselt die Bezugsgröße – er ist zugleich 90 % des Listenpreises und 100 % für den Rabatt.
Der Barverkaufspreis entspricht 98 % des Zielverkaufspreises, wenn 2 % Kundenskonto gewährt werden – nicht 102 %.
Praxisbeispiel (Wo?)
Selbstkostenpreis 650,00 €, Listenverkaufspreis 1.000,00 €, Kundenskonto 2 %, Kundenrabatt 10 %.
Rechnung
Vorwärtskalkulation und Gewinnsatz
| Selbstkostenpreis | 650,00 € | 100 % | |
| + | Gewinn | 232,00 € | |
| Barverkaufspreis | 882,00 € | 98 % | |
| + | Kundenskonto | 18,00 € | 2 % |
| Zielverkaufspreis | 900,00 € | 90 % | |
| + | Kundenrabatt | 100,00 € | 10 % |
| Listenverkaufspreis | 1.000,00 € | 100 % |
Ergebnis: Gewinn 232,00 €, Gewinnsatz 35,69 %
Merksatz
Selbstkosten plus Gewinn ergibt den Barverkaufspreis, plus Kundenskonto den Zielverkaufspreis, plus Kundenrabatt den Listenverkaufspreis. Der Gewinnsatz bezieht sich auf die Selbstkosten.
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