Der Deckungsbeitrag ist der Teil des Nettoverkaufserlöses, der nach Abzug der variablen Kosten bleibt. Er deckt zuerst die Fixkosten – was danach übrig ist, ist Gewinn.
Bedeutung (Warum?)
Fixkosten fallen an, ob produziert wird oder nicht. Sinnvoll beantworten lässt sich nur: Was bringt dieses Erzeugnis über seine eigenen variablen Kosten hinaus ein?
Nutzen (Wozu?)
Mit ihm entscheidet man über Zusatzaufträge und Preisuntergrenzen. Ein Erzeugnis mit positivem Deckungsbeitrag lohnt sich auch dann, wenn es nach Vollkostenrechnung Verlust zu machen scheint.
Funktionsweise (Wie?)
Gerechnet wird spaltenweise je Erzeugnis, mit einer Gesamtspalte rechts. Die Fixkosten werden erst von der Summe der Deckungsbeiträge abgezogen.
Sie werden in einem Betrag von der Summe der Deckungsbeiträge abgezogen. Gerechnet wird stets mit Nettoverkaufserlösen.
Praxisbeispiel (Wo?)
Modell Heiner: 160 Stück, Nettoverkaufserlöse 320.000,00 €, variable Kosten 200.000,00 €. Modell Kretsche: 240 Stück, 264.000,00 € und 168.000,00 €. Die Fixkosten betragen 145.000,00 €.
| 160 Stück (€) |
240 Stück (€) |
gesamt (€) |
|
| Nettoverkaufserlöse | 320.000,00 | 264.000,00 | |
| – variable Kosten | 200.000,00 | 168.000,00 | |
| Deckungsbeitrag | 120.000,00 | 96.000,00 | 216.000,00 |
| – Fixkosten | 145.000,00 | ||
| Betriebsergebnis (Gewinn) | 71.000,00 |
Ergebnis: Betriebsergebnis (Gewinn) 71.000,00 €
Zusatzauftrag beurteilen
Bei einem Zusatzauftrag wird senkrecht gerechnet: Nettoverkaufspreis je Stück minus variable Kosten je Stück. Ist der Deckungsbeitrag negativ, sollte der Auftrag nicht angenommen werden – die variablen Kosten wären nicht gedeckt.
Merksatz
Nettoverkaufserlöse minus variable Kosten ergibt den Deckungsbeitrag je Erzeugnis. Die Summe aller Deckungsbeiträge minus Fixkosten ergibt das Betriebsergebnis.
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