Jedes Konto hat zwei Seiten: links das Soll, rechts das Haben. Auf welcher Seite gebucht wird, hängt von der Kontenart ab.
Bedeutung (Warum?)
„Soll“ und „Haben“ sind reine Fachwörter für links und rechts – sie bedeuten nicht „schulden“ oder „besitzen“. Jeder Geschäftsfall wird auf mindestens zwei Konten gebucht, einmal im Soll und einmal im Haben, mit demselben Betrag.
Nutzen (Wozu?)
Weil Soll und Haben immer gleich groß sind, ist jede Buchung überprüfbar. Das ist die eingebaute Kontrolle der doppelten Buchführung.
Funktionsweise (Wie?)
Aktive Bestandskonten nehmen im Soll zu und im Haben ab. Passive Bestandskonten nehmen im Haben zu und im Soll ab. Aufwendungen stehen im Soll, Erträge im Haben.
| Kontenart | Zunahme | Abnahme |
|---|---|---|
| aktives Bestandskonto | Soll | Haben |
| passives Bestandskonto | Haben | Soll |
| Aufwandskonto | Soll | – |
| Ertragskonto | Haben | – |
Zuerst das Sollkonto, dann das Wort „an“, dann das Habenkonto. In der Prüfung sind stets Kontonummer und Kontenname anzugeben.
Praxisbeispiel (Wo?)
Eine Verbindlichkeit über 22.906,00 € wird durch Banküberweisung beglichen.
Rechnung
Buchungssatz
| 4840 VSV | an | 2800 BK | 22.906,00 € |
Ergebnis: Bilanzverkürzung: Vermögen und Schulden nehmen ab
Merksatz
Soll ist links, Haben ist rechts. Aktive Konten nehmen im Soll zu, passive im Haben. Soll- und Habensumme müssen übereinstimmen.
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