Die Materialwirtschaft sorgt dafür, dass die richtigen Werkstoffe in richtiger Menge und Qualität rechtzeitig und kostengünstig bereitstehen.
Bedeutung (Warum?)
Fehlt Material, steht die Fertigung. Liegt zu viel im Lager, ist Kapital gebunden und es entstehen Lagerkosten. Beides ist teuer.
Nutzen (Wozu?)
Gute Materialwirtschaft senkt die Kosten spürbar, weil das Material den größten Kostenblock eines Fertigungsbetriebs ausmacht.
Funktionsweise (Wie?)
Sie umfasst Bedarfsermittlung, Beschaffung, Lagerung und Bereitstellung. Der Bestellzeitpunkt richtet sich nach Meldebestand, Lieferzeit und Mindestbestand.
Hoher Bestand bindet Kapital, niedriger Bestand riskiert Fehlmengen. Gesucht ist die wirtschaftliche Mitte.
Praxisbeispiel (Wo?)
Täglicher Verbrauch 40 Stück, Lieferzeit 8 Tage, Mindestbestand 150 Stück.
Rechnung
Meldebestand
| Verbrauch in der Lieferzeit | 320 Stück | |
| + | Mindestbestand | 150 Stück |
| Meldebestand | 470 Stück |
Nebenrechnung: 40 Stück · 8 Tage = 320 Stück
Ergebnis: Meldebestand 470 Stück
Merksatz
Materialwirtschaft: richtige Menge, Qualität, Zeit, Kosten. Meldebestand = Verbrauch während der Lieferzeit plus Mindestbestand.
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