Die Einkaufspolitik legt fest, wo, wie viel und zu welchen Bedingungen ein Unternehmen einkauft.
Bedeutung (Warum?)
Das Material ist in der Industrie der größte Kostenblock. Schon kleine Verbesserungen im Einkauf wirken stark auf das Ergebnis.
Nutzen (Wozu?)
Sie entscheidet über Preise, Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von einzelnen Lieferern.
Funktionsweise (Wie?)
Zu klären sind die Zahl der Lieferer, die Bestellmengen und die Lagerstrategie – von großen Vorräten bis zur fertigungssynchronen Anlieferung.
Ein Lieferer bringt Mengenrabatte, mehrere verringern das Ausfallrisiko. Beides gegeneinander abzuwägen ist Kern der Einkaufspolitik.
Praxisbeispiel (Wo?)
Durch Bündelung steigt der Rabatt von 15 % auf 18 % bei einem Listenwert von 8.000,00 €.
Rechnung
zusätzlicher Vorteil
| Rabatt bei 18 % | 1.440,00 € | |
| – | Rabatt bei 15 % | 1.200,00 € |
| Vorteil | 240,00 € |
Nebenrechnung: 18 % · 8.000,00 € = 1.440,00 € · 15 % · 8.000,00 € = 1.200,00 €
Ergebnis: Vorteil 240,00 €
Merksatz
Einkaufspolitik: Lieferantenzahl, Bestellmenge, Lagerstrategie. Material ist der größte Kostenblock.
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