Die horizontale Bilanzanalyse vergleicht Aktiv- und Passivseite miteinander – sie prüft, ob die Finanzierung zur Kapitalbindung passt.
Bedeutung (Warum?)
Langfristig gebundenes Vermögen muss langfristig finanziert sein. Sonst müsste das Unternehmen zurückzahlen, bevor die Investition sich gerechnet hat.
Nutzen (Wozu?)
Die Anlagendeckung ist die zentrale Kennzahl dieser Analyse und ein Dauerbrenner der Abschlussprüfung.
Funktionsweise (Wie?)
Anlagendeckung I setzt nur das Eigenkapital ins Verhältnis zum Anlagevermögen, Anlagendeckung II zusätzlich das langfristige Fremdkapital.
Die Anlagendeckung II sollte mindestens 100 % betragen. Darunter ist ein Teil des Anlagevermögens kurzfristig finanziert.
Praxisbeispiel (Wo?)
Eigenkapital 300.000,00 €, langfristiges Fremdkapital 200.000,00 €, Anlagevermögen 450.000,00 €.
Rechnung
beide Stufen
Ergebnis: Anlagendeckung II 111,11 %
Beurteilung: Die Anlagendeckung II ist als gut zu bewerten, da sie über dem Zielwert von 100 % liegt – das Anlagevermögen ist vollständig langfristig finanziert, die goldene Bilanzregel ist erfüllt.
Merksatz
Horizontal = Aktiv gegen Passiv. Anlagendeckung II über 100 % erfüllt die goldene Bilanzregel.
Der Aufgabengenerator ist eine Übungsplattform mit vielen Themen. Ist das gesuchte Thema in der Liste vorhanden, lassen sich dort beliebig viele Übungsaufgaben mit vollständigem Lösungsweg erzeugen. Zum Aufgabengenerator.
