Beim Gesamtkostenverfahren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung alle Aufwendungen der Periode erfasst – gegliedert nach Kostenarten.
Bedeutung (Warum?)
Erfasst wird alles, was produziert wurde, nicht nur das Verkaufte. Damit die Rechnung aufgeht, werden Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen einbezogen.
Nutzen (Wozu?)
Es zeigt auf einen Blick, welche Aufwandsarten den Erfolg belasten – Material, Personal, Abschreibungen.
Funktionsweise (Wie?)
Umsatzerlöse plus Bestandsmehrung beziehungsweise minus Bestandsminderung ergeben die Gesamtleistung. Davon werden alle Aufwendungen abgezogen.
Das Gesamtkostenverfahren gliedert nach Kostenarten und braucht die Bestandsveränderung. Das Umsatzkostenverfahren stellt den Erlösen nur die Kosten der verkauften Erzeugnisse gegenüber.
Praxisbeispiel (Wo?)
Umsatzerlöse 192.000,00 €, Bestandsminderung 2.000,00 €, Aufwendungen 176.000,00 €.
Rechnung
Erfolg nach dem Gesamtkostenverfahren
| Umsatzerlöse | 192.000,00 € | |
| – | Bestandsminderung | 2.000,00 € |
| = | Gesamtleistung | 190.000,00 € |
| – | Aufwendungen | 176.000,00 € |
| Gewinn | 14.000,00 € |
Ergebnis: Gewinn 14.000,00 €
Merksatz
Gesamtkostenverfahren: nach Kostenarten gegliedert, mit Bestandsveränderung.
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