Bei der Immobilienbewertung wird der Wert eines Grundstücks samt Gebäude ermittelt – meist über Sach-, Ertrags- oder Vergleichswert.
Bedeutung (Warum?)
Grundstücke und Gebäude sind oft der größte Posten des Anlagevermögens. Für Kreditsicherheiten und Bilanz muss ihr Wert bestimmt werden.
Nutzen (Wozu?)
Der Wert entscheidet über die Höhe möglicher Hypotheken und über Kauf- oder Verkaufspreise.
Funktionsweise (Wie?)
In der Bilanz gilt: Grundstücke werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und nicht abgeschrieben, Gebäude dagegen planmäßig über ihre Nutzungsdauer.
Der Grundstücksanteil bleibt stehen, nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben. Deshalb müssen die Anschaffungskosten aufgeteilt werden.
Praxisbeispiel (Wo?)
Kaufpreis 400.000,00 €, davon 100.000,00 € Grundstück; Nutzungsdauer des Gebäudes 50 Jahre.
Rechnung
jährliche Abschreibung
| Kaufpreis | 400.000,00 € | |
| – | Anteil Grundstück (wird nicht abgeschrieben) | 100.000,00 € |
| Anteil Gebäude | 300.000,00 € |
| 6520 ABSA | an | 0530 BVG | 6.000,00 € |
Ergebnis: Jahresabschreibung 6.000,00 €
Merksatz
Grundstück wird nicht abgeschrieben, das Gebäude schon. Anschaffungskosten deshalb aufteilen.
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