Dynamische Verfahren berücksichtigen, wann eine Zahlung fließt – sie zinsen ab. Statische Verfahren tun das nicht.
Bedeutung (Warum?)
Zwei Investitionen mit gleicher Summe an Rückflüssen können unterschiedlich gut sein, wenn das Geld früher oder später kommt.
Nutzen (Wozu?)
Dynamische Verfahren führen bei langlaufenden Investitionen zu richtigeren Entscheidungen.
Funktionsweise (Wie?)
Zu den dynamischen Verfahren gehört die Kapitalwertmethode. Statisch sind Kostenvergleich, Gewinnvergleich und Amortisationsrechnung.
Für kurze Zeiträume genügt oft die statische Rechnung; über viele Jahre führt sie in die Irre.
Praxisbeispiel (Wo?)
Anschaffung 17.000,00 €, jährlicher Rückfluss 11.000,00 € und 12.100,00 €.
Rechnung
statisch gegen dynamisch
| Rückfluss Jahr 1 | 11.000,00 € | |
| + | Rückfluss Jahr 2 | 12.100,00 € |
| = | Summe der Rückflüsse | 23.100,00 € |
| – | Anschaffung | 17.000,00 € |
| Überschuss (statisch) | 6.100,00 € |
| Barwert Jahr 1 (11.000,00 € : 1,10) | 10.000,00 € | |
| + | Barwert Jahr 2 (12.100,00 € : 1,21) | 10.000,00 € |
| = | Summe der Barwerte | 20.000,00 € |
| – | Anschaffung | 17.000,00 € |
| Kapitalwert (dynamisch) | 3.000,00 € |
Ergebnis: Kapitalwert 3.000,00 €
Beurteilung: Statisch erscheint die Investition doppelt so gut. Erst die Abzinsung zeigt den tatsächlichen Vorteil.
Merksatz
Dynamisch = mit Abzinsung, statisch = ohne. Über lange Zeiträume dynamisch rechnen.
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