Die Kapitalstruktur beschreibt das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital. Wichtigste Kennzahl ist die Eigenkapitalquote.
Bedeutung (Warum?)
Viel Eigenkapital bedeutet Sicherheit: Verluste können aufgefangen werden, ohne dass Gläubiger gefährdet sind. Viel Fremdkapital bedeutet Zinslast und Abhängigkeit.
Nutzen (Wozu?)
Banken beurteilen anhand der Eigenkapitalquote, ob und zu welchen Konditionen sie einen Kredit geben.
Funktionsweise (Wie?)
Das Eigenkapital wird ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt.
Dabei bedeutet:
| \(EK\) | Eigenkapital in Euro |
| \(GK\) | Gesamtkapital (Bilanzsumme) in Euro |
Der Prozentsatz allein genügt nicht. Verlangt wird eine Begründung: Je höher die Quote, desto unabhängiger und krisenfester das Unternehmen.
Praxisbeispiel (Wo?)
Eigenkapital 1.687.000,00 €, Bilanzsumme 5.203.600,00 €.
Rechnung
Eigenkapitalquote
Ergebnis: Eigenkapitalquote 32,42 %
Beurteilung: Knapp ein Drittel des Vermögens ist mit eigenen Mitteln finanziert. Das Unternehmen kann Verluste auffangen, ist aber in erheblichem Umfang von Gläubigern abhängig.
Merksatz
Eigenkapital mal 100 geteilt durch die Bilanzsumme. Hohe Quote bedeutet Unabhängigkeit und Sicherheit.
Der Aufgabengenerator ist eine Übungsplattform mit vielen Themen. Ist das gesuchte Thema in der Liste vorhanden, lassen sich dort beliebig viele Übungsaufgaben mit vollständigem Lösungsweg erzeugen. Zum Aufgabengenerator.
