Die Kostenstellenrechnung beantwortet die Frage: Wo sind die Kosten entstanden? Werkzeug ist der Betriebsabrechnungsbogen.
Bedeutung (Warum?)
Gemeinkosten lassen sich keinem Erzeugnis direkt zurechnen. Deshalb werden sie zuerst den Bereichen zugeordnet, in denen sie anfallen: Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb.
Nutzen (Wozu?)
Aus den Kostenstellen ergeben sich die Zuschlagssätze für die Kalkulation. Außerdem wird sichtbar, welcher Bereich wie viel verursacht.
Funktionsweise (Wie?)
Die Kostenrechnung läuft in drei Stufen: Kostenarten (welche Kosten?), Kostenstellen (wo entstanden?), Kostenträger (wofür?). Verteilt wird nach einem Verteilungsschlüssel – für Mietaufwendungen etwa nach Quadratmetern.
Miete nach Quadratmetern, kalkulatorische Abschreibung nach dem Wert der Sachanlagen, betriebliche Steuern nach Prozentsätzen. Ein unpassender Schlüssel verfälscht alle Zuschlagssätze.
Praxisbeispiel (Wo?)
Die Kostenstelle Fertigung weist Gemeinkosten von 202.800,00 € aus, die Fertigungslöhne betragen 156.000,00 €.
Rechnung
Fertigungsgemeinkostenzuschlagssatz
Ergebnis: Fertigungsgemeinkostenzuschlagssatz 130 %
Merksatz
Kostenarten – welche? Kostenstellen – wo? Kostenträger – wofür? Der Betriebsabrechnungsbogen ist das Werkzeug der zweiten Stufe.
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