Die Musterkalkulation ist das vollständige Kalkulationsschema vom Fertigungsmaterial bis zum Bruttoverkaufspreis.
Bedeutung (Warum?)
Sie fasst Zuschlagskalkulation und Preiskalkulation in einer durchgehenden Aufstellung zusammen – so wird jeder Schritt nachvollziehbar.
Nutzen (Wozu?)
In der Prüfung wird häufig ein Schema vorgegeben, das auszufüllen ist. Wer die Reihenfolge sicher kennt, verliert dort keine Punkte.
Funktionsweise (Wie?)
Fertigungsmaterial und Materialgemeinkosten ergeben die Materialkosten; Fertigungslöhne und Fertigungsgemeinkosten die Fertigungskosten; zusammen die Herstellkosten. Nach Bestandsänderung und Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten stehen die Selbstkosten, danach folgt der Gewinn.
Jede Stufe des Schemas gehört in den Lösungsweg. Eine fehlende Zwischensumme oder Nebenrechnung kostet Punkte.
Praxisbeispiel (Wo?)
Zahlen aus der Original-Lösung: Fertigungsmaterial 300,00 €, Materialgemeinkosten 40 %, Fertigungslöhne 80,00 €, Fertigungsgemeinkosten 125 %.
Rechnung
vom Fertigungsmaterial zu den Herstellkosten
| Fertigungsmaterial | 300,00 € | 100 % | |
| + | Materialgemeinkosten | 120,00 € | 40 % |
| = | Materialkosten | 420,00 € | 140 % |
| Fertigungslöhne | 80,00 € | 100 % | |
| + | Fertigungsgemeinkosten | 100,00 € | 125 % |
| = | Fertigungskosten | 180,00 € | 225 % |
| Herstellkosten | 600,00 € |
Ergebnis: Herstellkosten 600,00 €
Die Fortsetzung vom Selbstkostenpreis bis zum Listenverkaufspreis steht unter Preiskalkulation.
Merksatz
Material, Fertigung, Herstellkosten, Selbstkosten, Gewinn – in dieser Reihenfolge, mit allen Zwischensummen.
Der Aufgabengenerator ist eine Übungsplattform mit vielen Themen. Ist das gesuchte Thema in der Liste vorhanden, lassen sich dort beliebig viele Übungsaufgaben mit vollständigem Lösungsweg erzeugen. Zum Aufgabengenerator.
