Der Führungsstil hängt vom Menschenbild ab. McGregor unterscheidet die Theorie X und die Theorie Y; das Verhaltensgitter ordnet die Stile anschließend zweidimensional ein.
Bedeutung (Warum?)
Die Theorie X nimmt an, der Mensch sei von Natur aus faul und weiche der Arbeit aus. Er wird von außen motiviert – durch Belohnung und Sanktion. Die Theorie Y geht davon aus, dass der Mensch ehrgeizig, motiviert und diszipliniert ist, in der Arbeit eine Quelle der Zufriedenheit sieht und verantwortungsbewusst sowie kreativ handelt.
Nutzen (Wozu?)
McGregor selbst hielt die Theorie X für ein veraltetes, zu pessimistisches Menschenbild und plädierte für die Theorie Y: Werden Mitarbeitende mit Vertrauen und Handlungsspielraum geführt, schöpfen sie ihr Potenzial eher aus.
Funktionsweise (Wie?)
Mitarbeiter- und Aufgabenorientierung werden in einer Matrix zusammengeführt – dem Verhaltensgitter. So lässt sich der Führungsstil eines Unternehmens einordnen.
Wer von Theorie X ausgeht, führt kontrollierend. Wer von Theorie Y ausgeht, delegiert und beteiligt.
Praxisbeispiel (Wo?)
In einer Abteilung häufen sich Fehler. Die Mitarbeitenden sind fachlich erfahren, fühlen sich aber übergangen.
So geht es
Beurteilung
Die Führung folgt offenbar der Theorie X: Kontrolle statt Vertrauen. Da die Mitarbeitenden fachlich in der Lage sind, mitzuentscheiden, ist ein Führungsstil nach Theorie Y angemessen. Handlungsspielraum und Beteiligung nutzen ihr Wissen und erhöhen die Motivation, wodurch die Fehlerzahl sinkt.
Merksatz
Theorie X: Mensch faul, Führung durch Kontrolle. Theorie Y: Mensch motiviert, Führung durch Vertrauen. McGregor plädierte für Y.
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