Beim Leasing wird ein Wirtschaftsgut gemietet statt gekauft. Der Leasingnehmer zahlt Raten und nutzt das Gut, ohne Eigentümer zu werden.
Bedeutung (Warum?)
Leasing schont die Liquidität: Statt einer großen Zahlung fallen gleichmäßige Raten an. Dafür ist die Gesamtbelastung meist höher als beim Kauf.
Nutzen (Wozu?)
Es eignet sich für Güter mit schnellem technischem Fortschritt, weil ein Wechsel leichter möglich ist.
Funktionsweise (Wie?)
Das Leasinggut erscheint in der Regel nicht in der Bilanz des Leasingnehmers. Die Raten sind Aufwand – es wird nicht abgeschrieben, weil kein Eigentum vorliegt.
Beim Kauf entstehen Anschaffungskosten, Abschreibungen und gegebenenfalls Zinsen. Beim Leasing nur die Raten. Verglichen wird die Gesamtbelastung über die Nutzungsdauer.
Praxisbeispiel (Wo?)
Leasingrate 800,00 € monatlich über 48 Monate; Kaufpreis 36.000,00 €.
Rechnung
Gesamtbelastung vergleichen
| Summe der Leasingraten | 38.400,00 € | |
| – | Kaufpreis | 36.000,00 € |
| Mehrkosten des Leasings | 2.400,00 € |
Nebenrechnung: 48 · 800,00 € = 38.400,00 €
Ergebnis: Mehrkosten 2.400,00 €
Beurteilung: Das Leasing kostet insgesamt 2.400,00 € mehr. Dafür bleibt die Liquidität geschont, und das Fahrzeug lässt sich nach vier Jahren austauschen.
Merksatz
Leasing = mieten statt kaufen. Raten sind Aufwand, es wird nicht abgeschrieben.
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