Die Vorsteuer ist die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen beim Einkauf bezahlt. Sie wird vom Finanzamt erstattet und steht deshalb im Soll des aktiven Bestandskontos 2600 VORST.
Bedeutung (Warum?)
Kauft ein Unternehmen Werkstoffe, zahlt es den Nettopreis plus 19 % Umsatzsteuer. Diese 19 % gehören ihm nicht – es holt sie sich vom Finanzamt zurück.
Nutzen (Wozu?)
Nur durch den Vorsteuerabzug bleibt die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten und belastet den Gewinn nicht.
Funktionsweise (Wie?)
Beim Einkauf wird der Nettobetrag auf das Werkstoffkonto gebucht, die Umsatzsteuer auf 2600 VORST und der Rechnungsbetrag auf 4400 VE.
Nur der Nettobetrag ist Aufwand und geht in die Kostenrechnung ein. Die Vorsteuer ist eine Forderung an das Finanzamt.
Praxisbeispiel (Wo?)
Rohstoffe für 13.000,00 € netto werden auf Ziel gekauft, dazu Bezugskosten von 200,00 € netto.
Rechnung
Rechnungsbetrag ermitteln
| Rohstoffe | 13.000,00 € | ||
| + | Bezugskosten | 200,00 € | |
| Nettobetrag | 13.200,00 € | 100 % | |
| + | Umsatzsteuer | 2.508,00 € | 19 % |
| Rechnungsbetrag (brutto) | 15.708,00 € | 119 % |
| 6000 AWR | 13.000,00 € | |||
| 6001 BZKR | 200,00 € | |||
| 2600 VORST | 2.508,00 € | an | 4400 VE | 15.708,00 € |
Ergebnis: Vorsteuer 2.508,00 €
Merksatz
Vorsteuer zahlt man beim Einkauf, Umsatzsteuer kassiert man beim Verkauf. Vorsteuer steht im Soll von 2600 VORST und ist eine Forderung ans Finanzamt.
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