BwR Realschule Bayern · Klasse 10 · Lernbereich 2 (LehrplanPLUS)

Unternehmensabschluss und Auswertung: aufbereitete Bilanz und die fünf Kennzahlen

Ein ganzes Geschäftsjahr lang hast du gebucht – jetzt wird abgerechnet. Der Jahresabschluss beantwortet die Fragen, die Inhaberin, Bank und Lieferer wirklich interessieren: Wie viel hat der Betrieb verdient? Kann er seine Rechnungen bezahlen? Steht er finanziell sicher da? Auf dieser Seite schließt du die Konten ab, baust die aufbereitete Bilanz mit ihren sieben Posten und rechnest die fünf Kennzahlen der Abschlussprüfung – jede mit der Beurteilung, für die es in der Prüfung eigene Punkte gibt.

Unser Betrieb auf dieser Seite: das Holzwerk Brandl e. Kfr., eine Möbelmanufaktur in Rosenheim. Inhaberin ist Katharina Brandl, eingetragene Kauffrau. Wir schließen ihr Geschäftsjahr 2025 ab – mit denselben Zahlen, die auch auf den Seiten zur Vollkosten- und Teilkostenrechnung gelten.

1. Warum es den Jahresabschluss gibt

Jeder Kaufmann ist nach § 242 HGB verpflichtet, zum Ende des Geschäftsjahres einen Jahresabschluss aufzustellen. Der besteht aus zwei Teilen: der Bilanz (Vermögen und Kapital am Stichtag) und der Gewinn- und Verlustrechnung (Aufwendungen und Erträge des ganzen Jahres). Eine Prüfungsaussage wie „Für den Jahresabschluss genügt die Bilanz“ ist deshalb falsch – genau so wurde es zuletzt abgefragt.

Gelesen wird der Abschluss von ganz unterschiedlichen Augen: Katharina Brandl will wissen, ob sich ihre Arbeit gelohnt hat. Die Hausbank prüft vor der nächsten Kreditvergabe die Kreditwürdigkeit. Das Finanzamt interessiert sich für den Gewinn als Grundlage der Steuern. Und Lieferer überlegen, ob sie dem Betrieb weiter auf Ziel liefern.

Merke: Jahresabschluss = Bilanz und GuV-Rechnung (§ 242 HGB). Die Bilanz ist eine Momentaufnahme zum Stichtag, die GuV der Film des ganzen Jahres.

2. Die Abschlusskette: GuV, Privatkonto, Eigenkapital

Bevor ausgewertet wird, müssen die Konten geschlossen werden – immer in derselben Reihenfolge. Alle Aufwendungen und Erträge laufen im Konto 8020 GUV zusammen. Sein Saldo ist das Jahresergebnis: Beim Holzwerk Brandl stehen 2.040.000,00 € Erträge nur 1.908.000,00 € Aufwendungen gegenüber – der Betrieb hat 132.000,00 € Gewinn erwirtschaftet. Dieser Gewinn gehört der Inhaberin und wandert deshalb ins Konto 3000 EK:

Die Abschlusskette am Jahresende Aufwandskonten (Klasse 6/7) Ertragskonten (Klasse 5) 8020 GUV Saldo = Gewinn 3001 P Entnahmen/Einlagen 3000 EK sammelt alles ein Gewinn 132.000,00 € − 32.000,00 € 8010 SBK 1.200.000,00 €

Gewinn ins Eigenkapital übertragen

8020 GUV 132.000,00 € an 3000 EK 132.000,00 €

Auch das Privatkonto 3001 P schließt über das Eigenkapital ab. Katharina Brandl hat im Jahresverlauf 52.000,00 € entnommen und 20.000,00 € eingelegt – es bleibt ein Entnahmenüberschuss von 32.000,00 €, der das Eigenkapital mindert:

Privatkonto abschließen (Entnahmen > Einlagen)

3000 EK 32.000,00 € an 3001 P 32.000,00 €

Achtung, Richtungswechsel: Sind die Einlagen größer als die Entnahmen, dreht sich der Buchungssatz um: 3001 P an 3000 EK. Genau diese Variante kam in der Prüfung 2025 dran – lies am P-Konto ab, auf welcher Seite der Saldo steht.

Zum Schluss wird das Eigenkapitalkonto selbst über das Schlussbilanzkonto abgeschlossen. Sein Endbestand: 1.100.000,00 € Anfangsbestand + 132.000,00 € Gewinn − 32.000,00 € Entnahmenüberschuss = 1.200.000,00 €.

Eigenkapital über das Schlussbilanzkonto abschließen

3000 EK 1.200.000,00 € an 8010 SBK 1.200.000,00 €

Merke: Die Kette lautet: Aufwands- und Ertragskonten → 8020 GUV3000 EK3001 P, und ganz am Ende 3000 EK an 8010 SBK. Die Prüfung fragt gern rückwärts: „Formuliere den Geschäftsfall zum Konteneintrag“ – ein Haben-Eintrag „8020 GUV“ im EK-Konto heißt: Die GuV wurde mit Gewinn abgeschlossen.

3. Die vereinfachte GuV-Rechnung

Für die Auswertung wird die GuV übersichtlich zusammengefasst – so sieht sie beim Holzwerk Brandl für das Jahr 2025 aus:

Vereinfachte GuV-Rechnung 2025 Betrag
Umsatzerlöse 2.000.000,00 €
sonstige Erträge 40.000,00 €
Summe Erträge 2.040.000,00 €
Materialaufwand 700.000,00 €
Personalaufwand 800.000,00 €
Abschreibungen 120.000,00 €
sonstige Aufwendungen 258.000,00 €
Zinsaufwand 30.000,00 €
Summe Aufwendungen 1.908.000,00 €
Jahresüberschuss (Gewinn) 132.000,00 €

Brücke zur Kostenrechnung (Lernbereich 3): Auf der Teilkostenrechnungs-Seite hat das Holzwerk Brandl je Quartal 42.000,00 € Betriebsergebnis erzielt – aufs Jahr gerechnet 168.000,00 €. Die GuV zeigt trotzdem nur 132.000,00 € Gewinn. Der Unterschied von 36.000,00 € ist das neutrale Ergebnis (z. B. Zinsaufwand und betriebsfremde Posten): Rechnungskreis II zeigt die Leistung des Betriebs, Rechnungskreis I das Gesamtbild fürs Finanzamt und die Bank.

4. Die aufbereitete Bilanz: sieben Posten

Die Bilanz aus der Buchführung hat viele Einzelpositionen. Für die Auswertung fasst du sie zu genau sieben Posten zusammen – vier auf der Aktivseite, drei auf der Passivseite:

Die sieben Posten der aufbereiteten Bilanz Aktiva (Mittelverwendung) Passiva (Mittelherkunft) A. Anlagevermögen 1.500.000,00 € B. I. Vorräte 130.000,00 € B. II. Forderungen 320.000,00 € B. III. Flüssige Mittel 100.000,00 € A. Eigenkapital 1.200.000,00 € B. I. Langfristiges FK 450.000,00 € B. II. Kurzfristiges FK 400.000,00 € 2.050.000,00 € 2.050.000,00 € Beide Seiten müssen gleich groß sein (Bilanzgleichung) – Blockhöhen nicht maßstabsgetreu

Als Tabelle – so steht sie in jeder Prüfungsangabe:

Aktiva Passiva
A. Anlagevermögen 1.500.000,00 € A. Eigenkapital 1.200.000,00 €
B. Umlaufvermögen: B. Fremdkapital:
  I. Vorräte 130.000,00 €   I. langfristiges FK 450.000,00 €
  II. Forderungen 320.000,00 €   II. kurzfristiges FK 400.000,00 €
  III. flüssige Mittel 100.000,00 €
Gesamtvermögen 2.050.000,00 € Gesamtkapital 2.050.000,00 €

So sortierst du richtig ein: Zum Anlagevermögen gehört alles, was dem Betrieb lange dient (Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark). Vorräte sind Werkstoffe und Erzeugnisse im Lager, Forderungen das Geld, das Kunden noch schulden, flüssige Mittel sind Kasse und Bankguthaben. Beim Fremdkapital entscheidet die Restlaufzeit: Darlehen und Hypotheken sind langfristig, Verbindlichkeiten aus Lieferungen, Kontokorrentkredit und kurzfristige Rückstellungen sind kurzfristig (Faustregel: unter einem Jahr fällig).

Merke: Beide Bilanzseiten müssen dieselbe Summe ergeben – hier 2.050.000,00 €. Stimmt das bei dir nicht, hast du einen Posten falsch zugeordnet. Diese Kontrolle kostet zehn Sekunden und rettet die ganze Folgeaufgabe.

5. Die fünf Kennzahlen im Überblick

Aus den sieben Posten entstehen die fünf Kennzahlen des Lernbereichs. Die Zielwerte stammen aus der amtlichen ISB-Handreichung – genau mit diesen Werten musst du in der Prüfung beurteilen:

Kennzahl Formel (mal 100) Zielwert
Barliquidität flüssige Mittel : kurzfristiges FK 10 – 30 %
Einzugsliquidität (flüssige Mittel + Forderungen) : kurzfristiges FK 100 %
Anlagendeckung I Eigenkapital : Anlagevermögen 70 – 100 %
Anlagendeckung II (Eigenkapital + langfristiges FK) : Anlagevermögen größer 100 %
Eigenkapitalrentabilität Gewinn : Eigenkapital am Jahresbeginn über Kapitalmarktzins

Merke: „Berechnen und beurteilen Sie“ heißt: Rechnung plus zwei Beurteilungs-Punkte – einer für die Einordnung (gut / nicht gut), einer für den Vergleich mit dem Zielwert. Wer nur rechnet, verschenkt bei einer 4-Punkte-Aufgabe die Hälfte.

6. Barliquidität und Einzugsliquidität

Die Liquidität beantwortet die Überlebensfrage jedes Betriebs: Können wir unsere kurzfristigen Schulden bezahlen? Die Barliquidität zählt nur das Geld, das sofort verfügbar ist:

Barliquidität in Prozent: 100.000,00 · 100400.000,00 25,00 %

Beurteilung: Mit 25,00 % liegt das Holzwerk Brandl im Zielband von 10 bis 30 % – in Ordnung. Deutlich mehr wäre übrigens kein Grund zur Freude: Geld, das ungenutzt auf dem Konto liegt, arbeitet nicht.

Die Einzugsliquidität rechnet die Forderungen dazu – Geld, das in den nächsten Wochen von den Kunden „eingezogen“ wird:

Einzugsliquidität in Prozent: (100.000,00 + 320.000,00) · 100400.000,00 105,00 %

Beurteilung: 105,00 % ist gut, denn der Wert liegt über dem Idealwert von 100 % – flüssige Mittel und Forderungen zusammen decken die kurzfristigen Schulden vollständig.

Beliebte Zusatzfrage: Wie wirkt ein Geschäftsvorfall auf die Kennzahl? Verkauft Brandl eine alte Maschine bar für 8.000,00 €, steigen die flüssigen Mittel – die Einzugsliquidität verbessert sich auf 107,00 %. Kauft der Betrieb dagegen Vorräte auf Ziel für 20.000,00 €, wächst das kurzfristige Fremdkapital im Nenner – die Kennzahl sinkt auf 100,00 %.

Merke: Vorräte gehören in keine der beiden Liquiditätskennzahlen – sie lassen sich nicht schnell genug zu Geld machen. Wer die 130.000,00 € Vorräte mitaddiert, rechnet an der Realschule schlicht falsch.

7. Anlagendeckung I und II

Die Anlagendeckung prüft die goldene Bilanzregel: Vermögen, das lange im Betrieb bleibt, soll auch lange zur Verfügung stehendes Kapital finanzieren. Eine Maschine, die zehn Jahre läuft, darf nicht über den Kontokorrentkredit bezahlt sein, den die Bank morgen kündigen kann.

Anlagendeckung: Wie sicher ist das Anlagevermögen finanziert? Anlagevermögen 1.500.000,00 € Eigenkapital 1.200.000,00 € + langfristiges FK 450.000,00 € 100 % Anlagendeckung II: 110 % Anlagendeckung I: 80 % Goldene Bilanzregel: Langfristig gebundenes Vermögen soll langfristig finanziert sein.
Anlagendeckung I in Prozent: 1.200.000,00 · 1001.500.000,00 80,00 %
Anlagendeckung II in Prozent: (1.200.000,00 + 450.000,00) · 1001.500.000,00 110,00 %

Beurteilung: Die Anlagendeckung I liegt mit 80,00 % im Zielband von 70 bis 100 % – das Eigenkapital trägt den Großteil des Anlagevermögens. Die Anlagendeckung II ist mit 110,00 % gut, da sie über dem Zielwert von 100 % liegt: Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital zusammen finanzieren das komplette Anlagevermögen – die goldene Bilanzregel ist erfüllt.

Merke: Anlagendeckung I = nur Eigenkapital. Anlagendeckung II = Eigenkapital plus langfristiges Fremdkapital. Der häufigste Fehler ist, versehentlich das kurzfristige Fremdkapital zu addieren – in der Angabe stehen beide direkt untereinander.

8. Eigenkapitalrentabilität

Die Rentabilität beantwortet Katharina Brandls persönliche Frage: Hat sich mein eingesetztes Kapital verzinst? Dafür wird der Gewinn auf das Eigenkapital bezogen – und zwar auf das Eigenkapital zu Jahresbeginn, denn dieses Kapital hat den Gewinn erwirtschaftet:

Eigenkapitalrentabilität in Prozent: 132.000,00 · 1001.100.000,00 12,00 %

Beurteilung: 12,00 % ist sehr gut, denn die Verzinsung liegt deutlich über dem marktüblichen Zinssatz – auf der Bank hätte das Kapital nur einen Bruchteil davon gebracht.

Die Prüfung versteckt den Anfangsbestand gern: Gegeben sind dann Eigenkapital am Jahresende, Jahresüberschuss, Privateinlagen und Privatentnahmen – und du rechnest rückwärts (so zuletzt in der Prüfung 2025):

Rückrechnung auf den Anfangsbestand

Eigenkapital am 31.12.2025 1.200.000,00 €
− Gewinn 132.000,00 €
− Privateinlagen 20.000,00 €
+ Privatentnahmen 52.000,00 €
Eigenkapital am 01.01.2025 1.100.000,00 €

Merke: Wer den Gewinn durch das End-Eigenkapital teilt, bekommt hier 11,00 % statt 12,00 % – ein falsches Ergebnis und die Beurteilungs-Punkte wackeln mit. Die amtlichen Lösungen rechnen immer mit dem Anfangsbestand.

9. Interner und externer Vergleich

Eine Kennzahl allein sagt wenig – erst der Vergleich macht sie zur Aussage. Beim internen Vergleich (Zeitvergleich) vergleichst du die Kennzahlen des eigenen Betriebs über mehrere Jahre. Beim externen Vergleich (Branchenvergleich) misst sich der Betrieb an anderen Unternehmen derselben Branche. Genau diese Abgrenzung wollte die Prüfung 2026 wörtlich hören.

Einzugsliquidität im Vergleich 98 % Brandl 2024 105 % Brandl 2025 103 % Branche Ideal: 100 % ← interner Vergleich (Zeitvergleich) → externer Vergleich
Kennzahl Brandl 2024 Brandl 2025 Branche
Barliquidität 34,00 % 25,00 %
Einzugsliquidität 98,00 % 105,00 % 103,00 %
Anlagendeckung I 76,00 % 80,00 %
Anlagendeckung II 104,00 % 110,00 %
Eigenkapitalrentabilität 10,50 % 12,00 % 9,00 %

Lies solche Tabellen in zwei Richtungen: Intern hat sich die Einzugsliquidität von 98,00 % auf 105,00 % verbessert und liegt jetzt über dem Idealwert. Extern schlägt Brandl mit 12,00 % Eigenkapitalrentabilität den Branchendurchschnitt von 9,00 %. Auffällig ist die Barliquidität 2024: 34,00 % lagen über dem Zielband – zu viel geparktes Geld, das nicht arbeitet. 2025 ist der Wert mit 25,00 % wieder im Band.

Merke: Formulierung für den internen Vergleich, die den Punkt bringt: „Die Kennzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert/verschlechtert.“ Mehr verlangt die Prüfung oft gar nicht – aber dieser Satz muss stehen.

10. So fragt die Abschlussprüfung

Der Lernbereich war in jeder der letzten vier Abschlussprüfungen vertreten – meist als Teil der Pflichtaufgabe 5, im Jahr 2026 als Auswahlaufgabe. Das sind die wiederkehrenden Aufgabentypen:

Aufgabentyp Was du können musst Zuletzt gefragt
Anlagendeckung II berechnen und beurteilen (Zielwert 100 %); Eigenkapital und langfristiges FK aus der aufbereiteten Bilanz entnehmen 2023, 2024, 2025
Eigenkapitalrentabilität Anfangsbestand des Eigenkapitals ermitteln (aus EK-Konto oder per Rückrechnung mit Privateinlagen/-entnahmen), dann berechnen und beurteilen 2023, 2025
Einzugsliquidität berechnen und beurteilen (Idealwert 100 %); flüssige Mittel und Forderungen addieren 2024, 2026
Barliquidität / Anlagendeckung I nur berechnen – je 1 Punkt fürs Grundwissen 2023, 2026
EK- und Privatkonto abschließen Buchungssätze der Abschlusskette; Saldo-Richtung am Konto ablesen 2023, 2025
Aussagen zum Jahresabschluss richtig/falsch mit Berichtigung – z. B. § 242 HGB: Bilanz und GuV 2025
Wirkung eines Geschäftsvorfalls beurteilen, wie z. B. ein Barverkauf die Liquiditätskennzahl verändert 2026
Interner / externer Vergleich Zeitvergleich durchführen bzw. beide Vergleichsarten voneinander abgrenzen 2025, 2026

Rund um die Kennzahlen hängen fast immer vorbereitende Abschlussbuchungen aus Lernbereich 1: zeitliche Abgrenzung mit Zeitstrahl, Rückstellungen und die Abschreibung auf den Sammelposten. Rechne damit, dass Aufgabe 5 beide Lernbereiche mischt.

11. Typische Fehler – und wie du die Punkte rettest

  1. Beurteilung vergessen. „Berechnen und beurteilen“ bringt vier Punkte – zwei davon nur für Einordnung und Zielwert-Vergleich. Schreib immer einen Antwortsatz.
  2. Eigenkapitalrentabilität auf das End-Eigenkapital bezogen. Basis ist das Eigenkapital zu Jahresbeginn – notfalls per Rückrechnung ermitteln.
  3. Vorräte in die Liquidität gerechnet. Bar- und Einzugsliquidität kennen nur flüssige Mittel und Forderungen.
  4. Anlagendeckung II mit dem falschen Fremdkapital. Langfristiges Fremdkapital addieren, nicht das kurzfristige – und bei Anlagendeckung I gar keins.
  5. Posten falsch aus der Bilanz entnommen. Erst die sieben Posten sauber zuordnen, dann rechnen; die Bilanzsummen-Kontrolle deckt Fehler sofort auf.
  6. Die „· 100“ vergessen oder krumm gerundet. Alle Kennzahlen in Prozent, Ergebnisse auf zwei Nachkommastellen.
  7. Privatkonto in die falsche Richtung abgeschlossen. Entnahmenüberschuss: 3000 EK an 3001 P. Einlagenüberschuss: 3001 P an 3000 EK.

Merke: Drei Dinge tragen fast jede Abschluss-Aufgabe: die sieben Posten der aufbereiteten Bilanz, die Zielwert-Tabelle der fünf Kennzahlen und der Satz zur Beurteilung. Wer diese drei sicher hat, holt in Aufgabe 5 regelmäßig zweistellig Punkte.

Grundlagen nicht mehr sicher? Dann frische zuerst auf: Bilanz und Inventur aus Klasse 7, die doppelte Buchführung mit Soll und Haben sowie aus Lernbereich 1 die zeitliche Abgrenzung und die Rückstellungen. Und wenn die Kennzahlen sitzen, hast du das Handwerkszeug, mit dem Banken, Inhaber und Investoren jeden Betrieb beurteilen – das bleibt weit über die Prüfung hinaus nützlich.

Weiterlernen: Das führt zum Abschluss:

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