BwR · Fachoberschule Bayern · Jahrgangsstufe 12 · alter Lehrplan / Übergang

MaterialwirtschaftFOS/BOS BayernUNTERNEHMER AG

Alle Inhalte dieser Seite folgen dem offiziellen LehrplanPLUS Bayern und dem vorhandenen lern.de-Skriptbestand.

Materialwirtschaft – Materialien bedarfsgerecht, sicher und wirtschaftlich beschaffen

Materialwirtschaft stellt benötigte Werkstoffe in ausreichendem Maß, zum richtigen Zeitpunkt und zu möglichst niedrigen Kosten bereit. Im vorhandenen Skript werden die Bereiche Disposition, Einkauf und Lagerhaltung miteinander verbunden.

Am Ende kannst du: Ziele der Materialwirtschaft beurteilen, Bedarfsermittlung unterscheiden, Bestellpunktverfahren und Meldebestand berechnen, Lagerkennzahlen auswerten, optimale Bestellmengen bestimmen, ABC-Analysen interpretieren, Angebotsvergleiche durchführen und Lieferanten mit einer gewichteten Matrix auswählen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Aufgaben und Zielkonflikte der Materialwirtschaft
  3. Bedarfsermittlung
  4. Bestellpunktverfahren und Meldebestand
  5. Lagerkennzahlen
  6. Optimale Bestellmenge
  7. ABC-Analyse
  8. Angebotsvergleich
  9. Lieferantenmatrix
  10. Vom Bedarf bis zur Lieferantenentscheidung
  11. Großfall UNTERNEHMER AG
  12. Typische Fehler
  13. Lagerkennzahlen als zusammenhängendes Steuerungssystem
  14. Optimale Bestellmenge: Zielkonflikt rechnerisch und grafisch
  15. ABC-Analyse: Wertanteile erkennen und Maßnahmen ableiten
  16. Angebotsvergleich: Preis und Qualität gemeinsam beurteilen
  17. Lieferantenmatrix: gewichtete Entscheidung transparent machen
  18. Gesamtfall: Beschaffung bei der UNTERNEHMER AG
  19. Prüfungstraining
  20. Zusammenfassung

1. Aufgaben und Zielkonflikte der Materialwirtschaft

Die drei im Skript genannten Bereiche sind eng verknüpft: Die Disposition ermittelt Art, Menge und Zeitpunkt des Bedarfs, der Einkauf beschafft die Materialien, die Lagerhaltung sichert die Versorgung zwischen Beschaffung und Produktion.

niedrige KostenVersorgungssicherheitQualitätgeringeKapitalbindungUmweltschutz

Das Fünfeck ist „magisch“, weil nicht alle Ziele gleichzeitig maximal erreicht werden können: Hohe Sicherheitsbestände erhöhen die Versorgungssicherheit, binden aber Kapital und verursachen Lagerkosten.

2. Bedarfsermittlung

bedarfsgesteuert verbrauchsgesteuert
zukunftsorientiert; an vorhandenen Kundenaufträgen bzw. geplantem Bedarf orientiert vergangenheitsorientiert; aus früheren Materialverbräuchen abgeleitet

3. Bestellpunktverfahren und Meldebestand

Beim Bestellpunktverfahren löst das Erreichen des Meldebestands eine Bestellung aus. Die Lieferung trifft nach der Beschaffungszeit ein. Der Sicherheitsbestand soll ungeplante Verzögerungen oder Mehrverbräuche auffangen.

\(Meldebestand=Tagesverbrauch\cdot Beschaffungszeit+Sicherheitsbestand\)

Skriptbeispiel, UNTERNEHMER AG: Monatsverbrauch 1.500 Stück, 30 Tage → Tagesverbrauch 50 Stück. Sicherheitsbestand für 8 Tage = 400 Stück; Beschaffungszeit 5 Tage → 250 Stück. Meldebestand = 650 Stück.
Zeit tBestand in StückHöchstbestandMeldebestandSicherheitsbestandLieferzeit

4. Lagerkennzahlen

\(\text{Umschlagshäufigkeit}=\frac{Jahresverbrauch}{\varnothing Lagerbestand}\qquad \varnothing Lagerdauer=\frac{360}{Umschlagshäufigkeit}\)

\(\varnothing Lagerbestand=\frac{Bestellmenge}{2}+Mindestbestand\)

Im Skript beträgt der Jahresverbrauch 18.000 Stück und die durchschnittliche Lagerdauer 20 Tage. Umschlagshäufigkeit = 360/20 = 18. Durchschnittlicher Lagerbestand = 18.000/18 = 1.000 Stück.
Kennzahl Formel / Aussage
Bestellmenge Höchstbestand − Mindestbestand
Ø Kapitalbindung Ø Lagerbestand · Einstandspreis
Lagerzinssatz Jahreszins · Ø Lagerdauer / 360
Lagerzinsen Lagerzinssatz · Ø Kapitalbindung
Ø Lagerkosten Ø Lagerbestand · Lagerkosten je Stück

5. Optimale Bestellmenge

Viele kleine Bestellungen senken den durchschnittlichen Lagerbestand, erhöhen aber die Bestellkosten. Große Bestellmengen wirken umgekehrt. Gesucht wird das Kostenminimum.

\(\text{optimale Bestellmenge}=\sqrt{\frac{2\cdot Jahresbedarf\cdot fixe\ Bestellkosten}{Einstandspreis\cdot Lagerhaltungskostensatz}}\)

Im Skript gilt: Lagerhaltungskostensatz = Zinssatz + Lagerkostensatz.

Bestellmenge Bestellkosten Lagerkosten Gesamtkosten
400 58 € 160 € 218 €
200 88 € 80 € 168 €
100 118 € 40 € 158 €
50 148 € 20 € 168 €
25 178 € 10 € 188 €
Bestellmenge q in StückKosten in €KostenminimumBestellkostenLagerkostenGesamtkosten

6. ABC-Analyse

Das Skript ordnet Werkstoffe nach ihrem Anteil am Gesamtverbrauchswert. A-Güter binden den größten Wertanteil und benötigen besonders genaue Disposition und Kontrolle; B- und C-Güter werden mit abgestuftem Aufwand gesteuert.

Gruppe Wertanteil laut Skript Disposition
A ca. 75–80 % sehr genau; ggf. Just-in-Time
B ca. 10–20 % mittlere Kontrolle; z. B. optimale Bestellmenge/Bestellpunkt
C ca. 5 % vereinfachte Kontrolle; höhere Sicherheitsbestände möglich
Skriptbeispiel: 200 Materialien. 20 A-Güter erreichen kumuliert 85 % bzw. 204 Mio. €, 60 B-Güter weitere 10 % bzw. 24 Mio. €, die verbleibenden 120 C-Güter 12 Mio. €.
kumulierte Gütermenge in %kumulierter Verbrauchswert in %ABC

7. Angebotsvergleich

Der quantitative Angebotsvergleich führt vom Listeneinkaufspreis über Rabatt und Skonto zum Bezugspreis. Erst auf dieser Basis sind Angebote mit unterschiedlichen Konditionen sinnvoll vergleichbar.

Rechenschritt Betrag
Listeneinkaufspreis 100.000 €
− 10 % Liefererrabatt − 10.000 €
= Zieleinkaufspreis 90.000 €
− 2 % Liefererskonto − 1.800 €
= Bareinkaufspreis 88.200 €
+ Bezugskosten 2.800 €
= Bezugspreis 91.000 €

8. Lieferantenmatrix

Das Skript betont ausdrücklich: Das billigste Angebot muss nicht die beste Beschaffungsentscheidung sein. Preis, Qualität, Lieferzuverlässigkeit und weitere Kriterien können gewichtet und bewertet werden.

Kriterium Gewicht Lieferant A Punkte gewichtet Lieferant B Punkte gewichtet
Preis 40 % 5 2,00 4 1,60
Qualität 30 % 3 0,90 5 1,50
Lieferzuverlässigkeit 20 % 3 0,60 5 1,00
Nachhaltigkeit/Service 10 % 3 0,30 4 0,40
Summe 100 % 3,80 4,50

Lieferant B erreicht trotz eines schwächeren Preisurteils die höhere gewichtete Gesamtpunktzahl. Die Matrix macht Werturteile transparent; die Wahl der Gewichte bleibt eine unternehmerische Entscheidung.

9. Vom Bedarf bis zur Lieferantenentscheidung

BedarfDispositionBestellungLagerLieferanten-kontrolle

10. Großfall UNTERNEHMER AG

Für ein Fremdbauteil liegen Verbrauchsdaten, Lieferzeiten und mehrere Lieferantenangebote vor. Die Produktion darf nicht stillstehen, zugleich soll die Kapitalbindung sinken.
  1. Bestimmen Sie Tagesverbrauch, Sicherheitsbestand und Meldebestand.
  2. Ermitteln Sie Umschlagshäufigkeit und durchschnittliche Lagerdauer.
  3. Berechnen Sie durchschnittlichen Lagerbestand und Kapitalbindung.
  4. Bestimmen Sie die optimale Bestellmenge.
  5. Ordnen Sie Materialien anhand ihrer Verbrauchswerte einer ABC-Analyse zu.
  6. Führen Sie einen Bezugspreisvergleich durch.
  7. Bewerten Sie die Lieferanten anschließend mit einer gewichteten Lieferantenmatrix.
  8. Beurteilen Sie Zielkonflikte zwischen Kosten, Versorgungssicherheit, Qualität, Kapitalbindung und Umweltschutz.

11. Typische Fehler

Fehler Korrektur
Sicherheitsbestand in Tagen direkt zum Meldebestand addieren zuerst in Stück umrechnen
Umschlagshäufigkeit und Lagerdauer verwechseln Einheiten prüfen
nur Bestellkosten minimieren Bestell- und Lagerkosten gemeinsam betrachten
ABC-Klassen nach Stückzahl statt Verbrauchswert bilden Verbrauchswert und Kumulation verwenden
billigsten Listenpreis auswählen Bezugspreis und qualitative Kriterien prüfen

14. Lagerkennzahlen als zusammenhängendes Steuerungssystem

Die Lagerkennzahlen dürfen nicht isoliert gelernt werden. Sie beschreiben gemeinsam, wie stark Kapital im Lager gebunden ist und wie schnell sich der durchschnittliche Bestand erneuert. Für die UNTERNEHMER AG beträgt der Jahresverbrauch im Ausgangsfall 18.000 Stück und der durchschnittliche Lagerbestand 1.000 Stück.

Kennzahl Formel Beispiel Interpretation
Lagerumschlag Jahresverbrauch / durchschnittlicher Lagerbestand 18.000 / 1.000 = 18 Der durchschnittliche Bestand wird 18-mal pro Jahr umgesetzt.
durchschnittliche Lagerdauer 360 / Lagerumschlag 360 / 18 = 20 Tage Material liegt durchschnittlich 20 Tage im Lager.
Lagerzinssatz Jahreszinssatz × Lagerdauer / 360 abhängig vom Zinssatz macht die zeitanteilige Kapitalbindung sichtbar.
Lagerzinsen durchschnittliche Kapitalbindung × Lagerzinssatz / 100 abhängig von Einstandspreis und Zinssatz Kosten der Kapitalbindung im Lager.
Zusammenhang: Höherer Lagerumschlag → kürzere durchschnittliche Lagerdauer → tendenziell geringere Kapitalbindung und Lagerzinsen. Eine zu starke Bestandsreduzierung kann allerdings die Versorgungssicherheit gefährden.

15. Optimale Bestellmenge: Zielkonflikt rechnerisch und grafisch

Mit steigender Bestellmenge sinkt die Zahl der Bestellungen und damit die Summe der Bestellkosten. Gleichzeitig wächst der durchschnittliche Lagerbestand und damit die Lagerhaltungskosten. Die optimale Bestellmenge liegt dort, wo die Summe beider Kostenarten minimal ist.

\\(q_{opt}=\\sqrt{\\frac{2\\cdot Jahresbedarf\\cdot fixe\\ Bestellkosten}{Einstandspreis\\cdot Lagerhaltungskostensatz}}\\)

mit: Lagerhaltungskostensatz = Lagerkostensatz + Zinssatz

Bestellmenge q (Stück) →Kosten pro Jahr (€) →BestellkostenLagerhaltungskostenGesamtkostenqopt

16. ABC-Analyse: Wertanteile erkennen und Maßnahmen ableiten

Die ABC-Analyse konzentriert die Aufmerksamkeit auf Materialien mit unterschiedlicher wirtschaftlicher Bedeutung. Im Ausgangsbeispiel des Skripts werden 200 Materialien betrachtet: 20 A-Materialien verursachen rund 85 % bzw. 204 Mio. € des Verbrauchswerts, 60 B-Materialien rund 10 % bzw. 24 Mio. €; die verbleibenden 120 C-Materialien entfallen auf den Rest.

Klasse typische Bedeutung Steuerungsansatz
A wenige Positionen, sehr hoher Wertanteil intensive Planung, genaue Bestandskontrolle, sorgfältige Lieferantenauswahl
B mittlere Bedeutung regelmäßige Kontrolle mit angemessenem Aufwand
C viele Positionen, geringer Wertanteil vereinfachte Verfahren und wirtschaftliche Prozessgestaltung
kumulierter Mengenanteil (%) →kumulierter Wertanteil (%) →ABC
Wichtig: Die ABC-Grenzen sind Orientierungswerte. Entscheidend ist die Konzentration des Verbrauchswerts und die daraus abgeleitete Beschaffungs- und Kontrollstrategie.

17. Angebotsvergleich: Preis und Qualität gemeinsam beurteilen

Der günstigste Listenpreis ist nicht automatisch das wirtschaftlichste Angebot. Zunächst wird ein quantitativer Angebotsvergleich bis zum Bezugspreis durchgeführt. Danach werden qualitative Kriterien einbezogen.

Rechenschritt Angebot A Angebot B
Listeneinkaufspreis 50.000 € 49.000 €
− Liefererrabatt 5.000 € 2.450 €
= Zieleinkaufspreis 45.000 € 46.550 €
− Liefererskonto 900 € 931 €
= Bareinkaufspreis 44.100 € 45.619 €
+ Bezugskosten 1.300 € 300 €
= Bezugspreis 45.400 € 45.919 €

Die quantitative Rechnung ist nur die erste Stufe. Lieferqualität, Termintreue, Service, Nachhaltigkeitsanforderungen oder Abhängigkeiten können die Entscheidung verändern.

18. Lieferantenmatrix: gewichtete Entscheidung transparent machen

Eine Lieferantenmatrix verbindet mehrere Kriterien. Gewichtung und Bewertung müssen nachvollziehbar sein; ein rechnerischer Gesamtscore ersetzt die fachliche Begründung nicht.

Kriterium Gewicht Lieferant A (1–5) gewichtet Lieferant B (1–5) gewichtet
Preis 35 % 5 1,75 4 1,40
Qualität 30 % 3 0,90 5 1,50
Termintreue 20 % 3 0,60 5 1,00
Service 15 % 4 0,60 4 0,60
Gesamt 100 % 3,85 4,50
UNTERNEHMER AG: Lieferant A ist im quantitativen Preisvergleich günstiger. Die gewichtete Lieferantenmatrix kann dennoch Lieferant B favorisieren, wenn Qualität und Termintreue für die Produktion einen höheren Gesamtnutzen schaffen.

19. Gesamtfall: Beschaffung bei der UNTERNEHMER AG

  1. Bedarf ermitteln und Verfahren begründen.
  2. Meldebestand aus Tagesverbrauch, Beschaffungszeit und Sicherheitsbestand berechnen.
  3. Bestellmenge unter Kostenaspekten untersuchen.
  4. Lagerumschlag, Lagerdauer und Kapitalbindung interpretieren.
  5. Materialien nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung klassifizieren.
  6. Angebote quantitativ bis zum Bezugspreis vergleichen.
  7. Qualitative Kriterien in einer Lieferantenmatrix bewerten.
  8. Beschaffungsentscheidung abschließend unter Kosten-, Sicherheits-, Qualitäts- und Kapitalbindungszielen begründen.

12. Prüfungstraining

Zusatzaufgabe 1. Aufgaben der Materialwirtschaft den Bereichen Disposition, Einkauf und Lagerhaltung zuordnen.
Zusatzaufgabe 2. Zielkonflikte des magischen Fünfecks an einem Beschaffungsfall erläutern.
Zusatzaufgabe 3. Bedarfsgesteuerte und verbrauchsgesteuerte Bedarfsermittlung unterscheiden.
Zusatzaufgabe 4. Aus Monatsverbrauch einen durchschnittlichen Tagesverbrauch bestimmen.
Zusatzaufgabe 5. Meldebestand aus Tagesverbrauch, Beschaffungszeit und Sicherheitsbestand berechnen.
Zusatzaufgabe 6. Aus einem vorgegebenen Meldebestand eine unbekannte Beschaffungszeit bestimmen.
Zusatzaufgabe 7. Bestellpunktverfahren in einer Lagerverlaufsskizze vollständig beschriften.
Zusatzaufgabe 8. Aus Jahresverbrauch und durchschnittlichem Lagerbestand den Lagerumschlag berechnen.
Zusatzaufgabe 9. Aus dem Lagerumschlag die durchschnittliche Lagerdauer bestimmen.
Zusatzaufgabe 10. Durchschnittliche Kapitalbindung bei gegebenem Bestand und Einstandspreis berechnen.
Zusatzaufgabe 11. Lagerzinssatz und Lagerzinsen berechnen.
Zusatzaufgabe 12. Aus veränderten Lagerkennzahlen Auswirkungen auf Kapitalbindung und Versorgungssicherheit beurteilen.
Zusatzaufgabe 13. Bestellkosten für mehrere alternative Bestellmengen berechnen.
Zusatzaufgabe 14. Lagerhaltungskosten für mehrere Bestellmengen berechnen.
Zusatzaufgabe 15. Gesamtkosten vergleichen und die wirtschaftlichste Bestellmenge bestimmen.
Zusatzaufgabe 16. Optimale Bestellmenge mit der Wurzelformel berechnen.
Zusatzaufgabe 17. Kostenkurven der optimalen Bestellmenge mit vollständig beschrifteten Achsen interpretieren.
Zusatzaufgabe 18. Erklären, weshalb sehr kleine Bestellmengen nicht automatisch wirtschaftlich sind.
Zusatzaufgabe 19. Erklären, weshalb sehr große Bestellmengen nicht automatisch wirtschaftlich sind.
Zusatzaufgabe 20. Materialien anhand von Mengen- und Wertanteilen in A, B und C einordnen.
Zusatzaufgabe 21. Für A-, B- und C-Materialien geeignete Beschaffungsstrategien ableiten.
Zusatzaufgabe 22. Eine ABC-Kurve mit beschrifteten Achsen interpretieren.
Zusatzaufgabe 23. Zwei Lieferantenangebote bis zum Bezugspreis vergleichen.
Zusatzaufgabe 24. Rabatt, Skonto und Bezugskosten im richtigen Kalkulationsschema verarbeiten.
Zusatzaufgabe 25. Erklären, warum der niedrigste Listenpreis nicht entscheidend sein muss.
Zusatzaufgabe 26. Eine Lieferantenmatrix mit Gewichtungen und Bewertungen berechnen.
Zusatzaufgabe 27. Gewichtungen einer Lieferantenmatrix kritisch prüfen.
Zusatzaufgabe 28. Eine Preisentscheidung durch qualitative Kriterien ergänzen.
Zusatzaufgabe 29. Aus Preis, Qualität und Termintreue eine begründete Lieferantenentscheidung formulieren.
Zusatzaufgabe 30. Eine fehlerhafte Angebotsvergleichsrechnung korrigieren.
Zusatzaufgabe 31. Eine fehlerhafte Lagerkennzahlenrechnung korrigieren.
Zusatzaufgabe 32. Eine fehlerhafte ABC-Auswertung korrigieren.
Zusatzaufgabe 33. Den Zusammenhang zwischen Sicherheitsbestand und Versorgungssicherheit beurteilen.
Zusatzaufgabe 34. Den Zielkonflikt zwischen geringer Kapitalbindung und hoher Lieferbereitschaft erläutern.
Zusatzaufgabe 35. Aus einer Bestandskurve Meldebestand, Sicherheitsbestand und Bestellzeitpunkt ablesen.
Zusatzaufgabe 36. Parameteränderungen beim Tagesverbrauch auf den Meldebestand untersuchen.
Zusatzaufgabe 37. Parameteränderungen bei der Beschaffungszeit auf den Meldebestand untersuchen.
Zusatzaufgabe 38. Ein vollständiges Beschaffungskonzept für die UNTERNEHMER AG entwickeln.
Zusatzaufgabe 39. Quantitative und qualitative Lieferantenbewertung in einem Prüfungsfall verbinden.
Zusatzaufgabe 40. Einen Gesamtfall von Bedarfsermittlung über Lagerkennzahlen und Bestellmenge bis zur Lieferantenauswahl lösen.
Aufgabe 1. die drei Bereiche Disposition, Einkauf und Lagerhaltung erklären.
Aufgabe 2. einen Zielkonflikt des magischen Fünfecks analysieren.
Aufgabe 3. bedarfsgesteuerte und verbrauchsgesteuerte Bedarfsermittlung unterscheiden.
Aufgabe 4. einen Tagesverbrauch berechnen.
Aufgabe 5. einen Sicherheitsbestand in Stück ermitteln.
Aufgabe 6. den Meldebestand berechnen.
Aufgabe 7. die Wirkung einer längeren Beschaffungszeit auf den Meldebestand erklären.
Aufgabe 8. Umschlagshäufigkeit berechnen.
Aufgabe 9. durchschnittliche Lagerdauer berechnen.
Aufgabe 10. durchschnittlichen Lagerbestand berechnen.
Aufgabe 11. durchschnittliche Kapitalbindung bestimmen.
Aufgabe 12. Lagerzinssatz und Lagerzinsen berechnen.
Aufgabe 13. Bestell- und Lagerkosten als gegenläufige Kostenarten erklären.
Aufgabe 14. eine optimale Bestellmenge mit der Wurzelformel bestimmen.
Aufgabe 15. eine Tabelle zur optimalen Bestellmenge interpretieren.
Aufgabe 16. A-, B- und C-Güter unterscheiden.
Aufgabe 17. eine ABC-Kurve interpretieren.
Aufgabe 18. einen quantitativen Angebotsvergleich bis zum Bezugspreis durchführen.
Aufgabe 19. Rabatt und Skonto in richtiger Reihenfolge berücksichtigen.
Aufgabe 20. eine Lieferantenmatrix berechnen.
Aufgabe 21. Gewichte einer Lieferantenmatrix kritisch beurteilen.
Aufgabe 22. erklären, warum das günstigste Angebot nicht zwingend gewählt wird.
Aufgabe 23. Versorgungssicherheit und Kapitalbindung gegeneinander abwägen.
Aufgabe 24. eine integrierte Beschaffungsentscheidung der UNTERNEHMER AG treffen.

13. Zusammenfassung

Prüfungskette: Bedarf erkennen → Bestellzeitpunkt sichern → Lagerkennzahlen analysieren → Bestellmenge kostenoptimal gestalten → Materialien nach Bedeutung differenzieren → Angebote quantitativ vergleichen → Lieferanten qualitativ bewerten.

✏️ Jetzt selbst üben – im Aufgabengenerator

Erzeuge dir zu Materialwirtschaft, Lagerkennzahlen, Bestellpunktverfahren, optimaler Bestellmenge, ABC-Analyse und Lieferantenauswahl weitere Aufgaben mit Lösungsweg.

Aufgaben erzeugen →


Quellenbasis: lern.de-Skript Materialwirtschaft12BWR.tex. Die SVG-Darstellungen übernehmen die didaktische Logik der dort vorhandenen TikZ-Skizzen: magisches Fünfeck, Bestellpunkt/Lagerbestand, Kostenverläufe der optimalen Bestellmenge und ABC-Kumulation.

20. Lernbereich auf einen Blick

  • Materialbedarf, Lieferbereitschaft und Kapitalbindung als Zielkonflikt verstehen.
  • Bestellpunkt, Meldebestand und Lagerkennzahlen zur Steuerung der Versorgung einsetzen.
  • Optimale Bestellmenge als Ausgleich von Bestell- und Lagerhaltungskosten bestimmen.
  • ABC-Analyse zur Priorisierung von Materialien nutzen.
  • Angebotsvergleich und Lieferantenmatrix zur transparenten Beschaffungsentscheidung einsetzen.

Einordnung: Dieser Stoff gehört im alten FOS-Lehrplan zu BwR 11, Lernbereich 2, nicht zu einem BwR-12-Lernbereich.

Nach oben scrollen

Betriebsferien vom
31.07. bis 14.09.2026

Liebe Kunden/Besucher,

Ihre digitalen Zugänge funktionieren wie gewohnt. Nach der Buchung erhalten Sie den Zugang sofort und automatisch – dafür ist keine Bearbeitung durch uns nötig.

Persönlich sind wir vom 31.07. bis 14.09.2026 nicht erreichbar. E-Mails beantworten wir ab dem 15.09.2026 in der Reihenfolge des Eingangs. Terminvereinbarungen sind ab dann wieder möglich.

Ihr lern.de – Team