Deutsch Realschule Bayern · Jahrgangsstufe 5 · Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren (LehrplanPLUS)

Die Pronomen: Personal-, Possessiv-, Demonstrativ- und Relativpronomen

Ein Pronomen (Fürwort) steht anstelle eines Nomens, damit du es im Text nicht ständig wiederholen musst. Es gibt mehrere Pronomenarten, die im Satz unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Das Personalpronomen ersetzt eine Person oder eine Sache, das Possessivpronomen zeigt an, wem etwas gehört, und das Demonstrativpronomen weist ganz genau auf etwas hin. Auch das Relativpronomen gehört zu den Pronomen; du lernst es hier als eigene Art kennen. Auf dieser Seite unterscheidest du die vier Pronomenarten und setzt sie in eigenen Sätzen richtig ein.

1. Das Personalpronomen: für Personen und Sachen

Ein Personalpronomen ersetzt eine bestimmte Person oder Sache. Im Singular unterscheidest du ich, du sowie er, sie, es. Im Plural verwendest du wir, ihr und sie. Welche Form du wählst, hängt davon ab, wer spricht, wen du ansprichst oder von wem du sprichst. Im Beispiel „Lena spielt heute Fußball. Sie trifft dabei ein Tor.“ ersetzt das Personalpronomen sie das Nomen Lena im zweiten Satz. So klingt dein Text flüssiger, weil du einen Namen nicht ständig wiederholen musst.

Person Singular Plural
1. Person ich wir
2. Person du ihr
3. Person er, sie, es sie

Ein Personalpronomen verändert außerdem seine Form je nach Kasus, ganz ähnlich wie ein Nomen. Im Nominativ steht zum Beispiel er, im Akkusativ ihn, im Dativ ihm.

Nominativ Akkusativ Dativ
ich mich mir
du dich dir
er ihn ihm
sie sie ihr

Merke: Ein Personalpronomen erkennst du daran, dass es für eine bestimmte Person oder Sache steht und seine Form je nach Kasus ändert: er, ihn, ihm.

2. Das Possessivpronomen: wer besitzt etwas?

Ein Possessivpronomen zeigt an, wem etwas gehört, zum Beispiel mein, dein, sein, ihr, unser oder euer. Es steht meist direkt vor einem Nomen, ähnlich wie ein Artikel. Dabei richtet sich die Endung nach dem Nomen, vor dem es steht: mein Ranzen, aber meine Federtasche. Welche Grundform du wählst, mein oder ihr, hängt dagegen vom Besitzer ab, nicht vom Nomen. Auch im Plural gibt es passende Formen: unsere Klasse, euer Ausflug. Mit dem Possessivpronomen sparst du dir umständliche Sätze wie „Das ist der Ranzen von Tim.“, denn du sagst einfach sein Ranzen.

Besitzer Possessivpronomen Beispiel
ich mein mein Ranzen
du dein deine Federtasche
er sein sein Fahrrad
sie ihr ihr Buch
wir unser unser Garten
ihr euer euer Haus

Merke: Die Grundform des Possessivpronomens (mein, dein, sein, ihr …) richtet sich nach dem Besitzer. Die Endung richtet sich dagegen nach dem Nomen, vor dem es steht: sein Heft, aber seine Mappe.

3. Das Demonstrativpronomen: ganz genau hinweisen

Ein Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort) zeigt ganz genau auf eine bestimmte Person oder Sache, so als würdest du mit dem Finger darauf zeigen. Die häufigsten Formen sind dieser, diese, dieses und jener. Auch das Demonstrativpronomen passt seine Endung dem Nomen an, vor dem es steht. Im Satz „Nimm doch diesen Stift, nicht jenen dort.“ unterscheidest du mit den beiden Demonstrativpronomen zwischen einer näheren und einer entfernteren Sache. Ein einfacher Artikel wie der oder die zeigt dagegen nicht so deutlich auf eine bestimmte Sache.

Demonstrativpronomen Beispiel Genus des Nomens
dieser dieser Stift männlich
diese diese Tasche weiblich
dieses dieses Fahrrad sächlich
jener jener Baum männlich

Merke: Ein Demonstrativpronomen grenzt eine Sache von anderen ab: dieser Stift meint genau diesen einen Stift, keinen anderen.

4. Die vier Pronomenarten im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt dir alle vier Pronomenarten dieser Seite auf einen Blick. Zu den Pronomen zählt außerdem das Relativpronomen. Es leitet einen bestimmten Nebensatz ein; mehr darüber lernst du in einer höheren Klasse. Vergleiche die vier Arten genau, denn manche Formen sehen einander ähnlich, etwa ihr als Possessivpronomen und ihr als Personalpronomen im Plural.

Pronomenart Beispiele Aufgabe im Satz
Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie ersetzt eine Person oder Sache
Possessivpronomen mein, dein, sein, ihr, unser, euer zeigt an, wem etwas gehört
Demonstrativpronomen dieser, diese, dieses, jener weist genau auf etwas hin
Relativpronomen der, die, das, welcher leitet einen Nebensatz ein

Merke: Alle vier Pronomenarten stehen anstelle eines Nomens oder direkt vor einem Nomen. Woran du die jeweilige Art erkennst, zeigt dir ihre Aufgabe im Satz.

So erkennst du es im Satz

Tim packt jeden Morgen seinen Ranzen für die Schule. Seine Schwester Mia hilft ihm dabei und legt sein Mäppchen hinein. Diesen Ranzen hat Tim erst letzte Woche von seinen Eltern bekommen. Er freut sich jedes Mal, wenn er ihn tragen darf. Am Nachmittag zeigt er seiner Schwester noch einmal ganz genau, wie stabil dieser Ranzen ist. Nach der Schule holt ihn seine Mutter am Schultor ab.

Wort im Text Pronomenart Woran erkennst du es?
seinen (Ranzen) Possessivpronomen zeigt, wem der Ranzen gehört (Tim)
Seine (Schwester) Possessivpronomen steht vor dem Nomen Schwester und zeigt Besitz an
Diesen (Ranzen) Demonstrativpronomen weist genau auf den einen bestimmten Ranzen hin
Er Personalpronomen ersetzt das Nomen Tim
ihn (tragen) Personalpronomen ersetzt das Nomen Ranzen
ihn (holt ab) Personalpronomen ersetzt das Nomen Tim

Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

Die folgenden Beispiele zeigen häufige Fehler beim Gebrauch der Pronomen. Achte besonders auf das Genus des Nomens, denn danach richtet sich die passende Form fast jeder Pronomenart.

Falsch Richtig Warum?
Lena vergisst ihr Heft. Er liegt noch zu Hause. Lena vergisst ihr Heft. Es liegt noch zu Hause. Heft ist sächlich (das Heft); das passende Personalpronomen heißt es, nicht er.
Das ist mein Tasche. Das ist meine Tasche. Tasche ist weiblich (die Tasche); das Possessivpronomen bekommt hier die Endung -e.
Ich sehe er auf dem Schulhof. Ich sehe ihn auf dem Schulhof. sehen verlangt den Akkusativ (wen?); ihn ist die Akkusativform von er.
Dieser Tasche gehört Lena. Diese Tasche gehört Lena. Tasche ist weiblich; das Demonstrativpronomen bekommt die Endung -e: diese.
welcher ist nur ein Fragewort. welcher kann auch ein Relativpronomen sein. Neben den Fragewörtern gehört welcher auch zu den Pronomen, die einen Nebensatz einleiten können.

✏️ Jetzt selbst üben – im Aufgabengenerator

Erzeuge dir zu diesem Thema beliebig viele Übungsaufgaben mit Lösung – passend zu Deutsch Realschule Bayern und deiner Klasse.

Aufgaben erzeugen →

🎮 Live-Quiz für die Klasse

Teste dein Wissen im interaktiven Quiz – mit Sofort-Erklärung nach jeder Frage. Für Lehrkräfte: eigenes Klassen-Quiz starten.

Live-Quiz entdecken →
Nach oben scrollen

Betriebsferien vom
31.07. bis 14.09.2026

Liebe Kunden/Besucher,

Ihre digitalen Zugänge funktionieren wie gewohnt. Nach der Buchung erhalten Sie den Zugang sofort und automatisch – dafür ist keine Bearbeitung durch uns nötig.

Persönlich sind wir vom 31.07. bis 14.09.2026 nicht erreichbar. E-Mails beantworten wir ab dem 15.09.2026 in der Reihenfolge des Eingangs. Terminvereinbarungen sind ab dann wieder möglich.

Ihr lern.de – Team

💡 Mehr auf lern.de

Entdecke weitere kostenlose Lernangebote für deine Schulart:

MathematikErklärseiten, Aufgabengenerator & Live-QuizBwRErklärseiten, Aufgabengenerator & Live-QuizEnglischKostenlose Erklärseiten nach LehrplanPLUS