Englisch Gymnasium · Jahrgangsstufe 10 · Kommunikative Kompetenzen: Sprechen (gültigen Lehrplan)

Referat und Präsentation: speech fillers, repair strategies, TED-Format

„So, um, punk – how shall I put it – wasn’t just music. It was, well, a way of saying no.“ Wer frei spricht, braucht Zeit zum Nachdenken, verliert manchmal ein Wort oder verspricht sich. Gute Redner überspielen das nicht verkrampft, sondern nutzen dafür feste Wendungen. Der Lehrplan der Jahrgangsstufe 10 nennt beim Sprechen das Referat sowie speech fillers und repair strategies. Diese Seite zeigt dir, wie du ein Referat gliederst, Zuhörer durch den Vortrag führst, Pausen sinnvoll füllst, Fehler elegant korrigierst – und was eine Präsentation im TED-Stil ausmacht.

Das kannst du schon: Einen short talk hast du in Jahrgangsstufe 6 gehalten, in Jahrgangsstufe 8 Bilder und Grafiken versprachlicht und kurz referiert. Jetzt sprichst du länger und freier.

Das kommt noch: In Jahrgangsstufe 11 hältst du TED-ähnliche Präsentationen, diskutierst im Panel und in Videokonferenzen. In der Oberstufe ist ein Kurzreferat Teil der mündlichen Abiturprüfung.

1. Ein Referat gliedern

Ein gutes Referat hat einen Einstieg, der neugierig macht, einen klaren Fahrplan und einen Schluss mit einer Botschaft. Dazwischen stehen wenige, gut belegte Hauptpunkte.

Teil Aufgabe Formulierung
Hook Aufmerksamkeit wecken Imagine a band that can only play three chords …
Roadmap Gliederung ankündigen I’ll talk about where punk came from, what it stood for and what is left of it today.
Hauptteil zwei bis drei Punkte mit Beispielen My first point is … To illustrate this, …
Schluss Kernaussage, Ausblick So the next time you hear a fast, loud song, remember …
Fragen Gespräch eröffnen I’m happy to answer any questions.

Merke: Lieber drei Punkte gut erklärt als sieben Punkte aufgezählt.

2. Zuhörer führen: signposting

Beim Zuhören kann man nicht zurückblättern. Deshalb sagst du laut, wo du gerade im Vortrag bist – das nennt man signposting.

Funktion Formulierung
zum nächsten Punkt Let’s move on to … / That brings me to …
Beispiel ankündigen Let me give you an example.
auf Bild oder Grafik zeigen As you can see on this slide, …
wiederholen In other words, … / To put it simply, …
Schluss ankündigen To wrap up, … / Let me sum up.

Signposts wirken wie Zwischenüberschriften eines Textes. Sie helfen auch dir selbst, den roten Faden nicht zu verlieren.

3. Speech fillers: Pausen sinnvoll füllen

Beim freien Sprechen brauchst du Denkpausen. Kurze Füllwörter halten das Gespräch am Laufen – solange du sie sparsam einsetzt.

Füller wann passend
Well, … vor einer überlegten Antwort
Let me think … wenn du einen Moment brauchst
How shall I put it? wenn du die richtige Formulierung suchst
You know, … im lockeren Gespräch, nicht im Referat
um, uh kurz und selten – nicht nach jedem Satz

Merke: Eine kurze, stille Pause wirkt oft souveräner als viele Füllwörter. Füller sind ein Werkzeug, kein Ersatz für Inhalt.

4. Repair strategies: Fehler und Lücken überbrücken

Niemand spricht fehlerfrei. Wichtig ist, dass du merkst, wenn etwas schiefgeht, und es ruhig reparierst.

Situation Strategie Formulierung
falsches Wort sich selbst korrigieren They played in small clubs – sorry, I mean pubs.
Wort fehlt umschreiben It’s a kind of magazine that fans make themselves.
Zahl oder Name vergessen offen damit umgehen I can’t remember the exact name, but …
Zuhörer schauen fragend nachfragen Does that make sense? Shall I explain that again?
Faden verloren neu ansetzen Let me go back to my main point.

Solche Reparaturen gehören zum natürlichen Sprechen. Sie zeigen, dass du dein eigenes Englisch im Blick hast – und das wirkt kompetent, nicht unsicher.

5. Sprachreflexion: Englisch und Deutsch im Vergleich

Auch im Deutschen gibt es Füllwörter wie „also“, „quasi“, „genau“ oder „äh“. Wer sie unbewusst ins Englische überträgt, klingt schnell ungewohnt.

Deutsch Englisch Hinweis
Also, … So, … / Well, … nicht „Also, …“ im Englischen
genau exactly / right nicht nach jedem Satz
quasi sort of / kind of eher umgangssprachlich
äh um, uh Laut klingt anders
Wie sagt man …? What’s the word …? / How shall I put it? Wortsuche

Achtung: Das englische also bedeutet „auch“, nicht „also“ im Sinne von „so“. Wer Also, the first point … sagt, verwirrt englischsprachige Zuhörer.

6. Anwendung: A talk about punk in London

„Imagine a band that only knows three chords and plays in a tiny pub. That’s how punk started in London in the late seventies. Today I’d like to talk about where it came from, what it stood for and what’s left of it.

Let’s start with the music. Songs were short, fast and loud – how shall I put it – a kind of protest you could dance to. Fans made their own magazines, so-called fanzines – sorry, I mean small home-made magazines – to spread the news.

That brings me to my last point: the do-it-yourself idea. You didn’t need a big record company; you just started. To wrap up: punk showed young people that they could make their own culture.“

Vokabelhilfe

Englisch Deutsch
chord Akkord
tiny winzig
stand for für etwas stehen
protest Protest
fanzine Fanmagazin
spread verbreiten
record company Plattenfirma
do-it-yourself selbst gemacht

Gut zu wissen: Das Referat ist ein Übungstext von lern.de. Punk entstand Mitte bis Ende der Siebzigerjahre unter anderem in London; typisch waren kurze, schnelle Songs, selbst gemachte Fanzines und die Do-it-yourself-Haltung. Musik im gesellschaftlichen Kontext, etwa Punk Rock, ist ein Lehrplanthema der 10. Klasse. Eine Präsentation im TED-Stil – kurz, persönlich, mit einer zentralen Idee – übst du in Jahrgangsstufe 11 genauer.

7. Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

Falsch Richtig Warum?
Also, my first point is … So, my first point is … also = auch.
Um … um … um … punk was … um … Punk was – let me think – a kind of protest. Füller sparsam.
Sorry, sorry, my English is bad. Sorry, I mean … ruhig reparieren.
(liest alles vom Blatt ab) (spricht frei mit Stichwortkarten) Blickkontakt.
And now the next point. And now the next point. Let’s move on to … / That brings me to … signposting variieren.
So that’s it. To wrap up, punk showed that … Schluss mit Botschaft.

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