BwR · Fachoberschule Bayern · Jahrgangsstufe 12 · bisheriger Lehrplan / Übergangskohorte

25 UEMarketingPortfolioMarketingmix

Marketingprozesse planen und steuern

Marketing beginnt nicht mit Werbung. Ausgangspunkt ist die Analyse der Marktsituation. Erst daraus werden Ziele und geeignete Maßnahmen abgeleitet. Der Lernbereich verbindet deshalb interne Rechnungswesendaten und Ergebnisse der Marktforschung mit Portfolioanalyse und Marketingmix.

UNTERNEHMER AG: Vier Produktlinien entwickeln sich unterschiedlich. Die Unternehmensleitung muss entscheiden, in welche Produkte investiert wird, welche abgeschöpft oder aufgegeben werden und mit welchem Marketingmix die jeweilige Strategie umgesetzt wird.
Abgrenzung gegen Kannibalismus: Diese Datei ist die BwR-12-ALT-Übergangsseite zum bisherigen Lehrplan. Sie bildet bewusst den dortigen 25-UE-Lernbereich mit Marktwachstum-Marktanteils-Portfolio und den damaligen Marketinginstrumenten ab. Die neue BWL-13-Marketingseite erhält eine eigene Suchintention und die neue strategische Lehrplanstruktur.

Inhaltsverzeichnis

  1. Marketing als Entscheidungsprozess
  2. Datenbasis: internes Rechnungswesen und Marktforschung
  3. Marketingziele
  4. Marktwachstum-Marktanteils-Portfolio
  5. Relativer Marktanteil berechnen
  6. Die vier Portfoliofelder verstehen
  7. Normstrategien
  8. Marketingmix: Maßnahmen müssen zusammenpassen
  9. Produktpolitik
  10. Distributionspolitik
  11. Reisender oder Handelsvertreter?
  12. Kontrahierungspolitik
  13. Kommunikationspolitik
  14. Social-Media- und Sensation Marketing
  15. Gesamtfall UNTERNEHMER AG
  16. Marketing als durchgängiger Entscheidungsprozess
  17. Marktforschung: Entscheidungen auf Informationen stützen
  18. Marktpotenzial, Marktvolumen und Marktanteil
  19. Marktsegmentierung und Zielgruppe
  20. Produktpolitik: Leistungsprogramm aktiv gestalten
  21. Produktlebenszyklus: Marketingmaßnahmen an die Phase anpassen
  22. Preispolitik: Preis, Nachfrage und Strategie verbinden
  23. Kommunikationspolitik: Wirkung statt Einzelmaßnahmen
  24. Distributionspolitik: Weg zum Kunden gestalten
  25. Marktwachstum-Marktanteils-Portfolio rechnerisch vorbereiten
  26. Normstrategien des klassischen Portfolios kritisch anwenden
  27. Marketingmix integriert planen
  28. Marketingkontrolle: Ziele messbar machen
  29. Großfall UNTERNEHMER AG: Marketingentscheidung aus einem Guss
  30. Typische Prüfungsfehler
  31. Prüfungs- und Transfertraining
  32. Das Wichtigste auf einen Blick

1. Marketing als Entscheidungsprozess

Marketing bedeutet marktorientierte Unternehmensführung. Die UNTERNEHMER AG beobachtet Kunden, Wettbewerber und Marktentwicklung, wertet Informationen aus und stimmt ihre Entscheidungen auf die Unternehmens- und Marketingziele ab.

MarktanalyseMarketingzieleMarketingmixKontrolle

2. Datenbasis: internes Rechnungswesen und Marktforschung

Der Lehrplan verlangt, die Marktsituation verschiedener Produkte anhand interner Rechnungswesendaten und vorliegender Marktforschungsergebnisse zu analysieren. Interne Daten sind z. B. Umsatz, Absatz, Deckungsbeitrag oder Kosten. Externe Informationen betreffen beispielsweise Marktvolumen, Marktanteile, Wettbewerber, Kundenwünsche und Marktwachstum.

Interne Daten Externe Daten
Absatz, Umsatz, Kosten, Ergebnisbeiträge Marktwachstum, Wettbewerber, Kundenpräferenzen
eigene Produktentwicklung Ergebnisse der Marktbeobachtung/-forschung

3. Marketingziele

Marketingmaßnahmen müssen auf festgelegte Ziele ausgerichtet sein. Ökonomische Ziele sind etwa Umsatz-, Absatz- oder Marktanteilssteigerung. Psychologische Ziele betreffen z. B. Bekanntheitsgrad, Image, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.

Die UNTERNEHMER AG möchte den Marktanteil von UA-200 innerhalb eines Jahres erhöhen und zugleich die Markenbekanntheit bei einer jüngeren Zielgruppe steigern. Erst danach wird entschieden, welche Produkt-, Preis-, Vertriebs- und Kommunikationsmaßnahmen dazu passen.

4. Marktwachstum-Marktanteils-Portfolio

Das Portfolio ordnet Produkte anhand zweier Größen ein: Marktwachstum und relativer Marktanteil. Daraus entstehen vier Felder, denen typische Normstrategien zugeordnet werden.

Question MarksStarsPoor DogsCash Cowsx-Achse: relativer Marktanteil → zunehmendy-Achse: Marktwachstum in % → zunehmendniedrighochniedrighoch

5. Relativer Marktanteil berechnen

Der relative Marktanteil setzt den eigenen Marktanteil in Beziehung zum Marktanteil des stärksten Wettbewerbers.

Relativer Marktanteil = eigener Marktanteil ÷ Marktanteil des stärksten Wettbewerbers
UA-200: eigener Marktanteil 24 %, stärkster Wettbewerber 16 %. Relativer Marktanteil = 24 ÷ 16 = 1,5. Ein Wert über 1 bedeutet: Das eigene Produkt besitzt einen höheren Marktanteil als der stärkste Wettbewerber.

6. Die vier Portfoliofelder verstehen

Feld Marktwachstum rel. Marktanteil Grundidee
Question Mark hoch niedrig Potenzial, aber unsichere Position
Star hoch hoch starke Position in wachsendem Markt
Cash Cow niedrig hoch starke Position in reifem Markt
Poor Dog niedrig niedrig schwache Position in schwach wachsendem Markt

7. Normstrategien

Der bisherige Lehrplan nennt vier Normstrategien ausdrücklich: Offensivstrategie, Investitions-/Wachstumsstrategie, Defensiv-/Abschöpfungsstrategie und Desinvestitionsstrategie.

Portfoliofeld typische Normstrategie Gedanke
Question Mark Offensivstrategie Position gezielt verbessern, wenn Erfolgsaussichten bestehen
Star Investitions-/Wachstumsstrategie Wachstum und starke Marktposition sichern
Cash Cow Defensiv-/Abschöpfungsstrategie Position sichern und Mittelüberschüsse nutzen
Poor Dog Desinvestitionsstrategie Rückzug bzw. Aufgabe prüfen
Normstrategie heißt nicht Automatismus. Portfoliowerte liefern eine strukturierte Entscheidungshilfe. Weitere Unternehmens- und Marktinformationen bleiben relevant.

8. Marketingmix: Maßnahmen müssen zusammenpassen

Der Marketingmix besteht im alten BwR-12-Lehrplan aus Produktpolitik, Distributionspolitik, Kontrahierungspolitik und Kommunikationspolitik. Die Instrumente werden nicht isoliert gewählt, sondern auf Zielgruppe, Ziele und Normstrategie abgestimmt.

Marketing-mixProduktpolitikDistributionspolitikKontrahierungspolitikKommunikationspolitik

9. Produktpolitik

Maßnahme Bedeutung Beispiel UNTERNEHMER AG
Produktinnovation neues Produkt neue energieeffiziente Produktlinie
Produktvariation bestehendes Produkt wird verändert UA-200 erhält neues Gehäuse
Produktdifferenzierung zusätzliche Variante UA-200 zusätzlich als Pro-Version
Produktdiversifikation neues Produktfeld Einstieg in ergänzende Steuerungstechnik
Produktelimination Produkt wird aus Programm genommen schwache Altserie wird eingestellt

Zur Produktpolitik gehören im Lehrplan außerdem Produktgestaltung und Verpackung. Gestaltung kann Funktion, Wahrnehmung, Wiedererkennung und Kaufentscheidung beeinflussen.

10. Distributionspolitik

Die Distributionspolitik entscheidet, auf welchem Weg das Produkt zum Kunden gelangt. Beim direkten Absatz verkauft der Hersteller ohne selbstständige Handelsstufe direkt an den Kunden. Beim indirekten Absatz werden Absatzmittler eingeschaltet.

Absatzwege der UNTERNEHMER AGUNTERNEHMER AGKundeHandel / Absatzmittlerdirektindirekt

11. Reisender oder Handelsvertreter?

Reisender Handelsvertreter
angestellter Mitarbeiter des Unternehmens selbstständiger Gewerbetreibender
stärkere organisatorische Einbindung und Steuerbarkeit höhere Selbstständigkeit
typischerweise Fixgehalt plus ggf. variable Bestandteile typischerweise erfolgsabhängige Provision
bei höherem Absatz können sich fixe Bestandteile besser verteilen bei niedrigem Absatz kann die variable Vergütung vorteilhaft sein

Eine Entscheidung verlangt neben Kosten auch qualitative Aspekte, etwa Kundenbindung, Kontrollmöglichkeiten, Marktkenntnisse und gewünschte Vertriebsintensität.

12. Kontrahierungspolitik

Die Kontrahierungspolitik umfasst laut Lehrplan Preispolitik und Konditionenpolitik. Zur Preispolitik gehören Entscheidungen über Preisniveau und Preisgestaltung. Konditionen betreffen beispielsweise Zahlungs- und Lieferbedingungen, Rabatte oder Skonti.

UA-200 soll in einem wachsenden Markt offensiv positioniert werden. Eine Preisentscheidung darf deshalb nicht isoliert getroffen werden: Ein niedriger Einführungspreis kann den Markteintritt erleichtern, muss aber zur gewünschten Qualitäts- und Markenposition passen.

13. Kommunikationspolitik

Kommunikationspolitik soll Zielgruppen informieren, überzeugen und Beziehungen aufbauen. Der alte Lehrplan nennt Werbung, Sales Promotion und Public Relations ausdrücklich.

Instrument Zweck Beispiel
Werbung gezielte bezahlte Marktkommunikation Online-Kampagne für UA-200
Sales Promotion kurzfristige Verkaufsförderung Einführungsaktion beim Vertriebspartner
Public Relations Beziehungen/Vertrauen zur Öffentlichkeit Fachpresseinformation zur neuen Produktionsanlage

14. Social-Media- und Sensation Marketing

Der Lehrplan berücksichtigt ausdrücklich neue Informationsmedien und Kommunikationsmittel. Genannt werden Social-Media-Marketing sowie Sensation Marketing, z. B. virales und Guerilla-Marketing.

Prüfungslogik: Nicht bloß ein Instrument nennen. Immer erklären, warum es zur Zielgruppe, zum Marketingziel und zur strategischen Ausgangslage passt.

15. Gesamtfall UNTERNEHMER AG

Produkt Marktwachstum eigener Marktanteil stärkster Wettbewerber rel. Marktanteil
UA-A 12 % 10 % 20 % 0,50
UA-B 14 % 30 % 20 % 1,50
UA-C 2 % 32 % 16 % 2,00
UA-D 1 % 8 % 24 % 0,33

Bei einer angenommenen Trennlinie zwischen hohem und niedrigem Marktwachstum von 10 % ergeben sich: UA-A Question Mark, UA-B Star, UA-C Cash Cow, UA-D Poor Dog. Daraus werden zunächst Normstrategien abgeleitet und anschließend konkrete Maßnahmen des Marketingmix begründet. Die Trennwerte sind im Aufgabenfall jeweils zu beachten.

16. Marketing als durchgängiger Entscheidungsprozess

Marketing beginnt nicht bei der Werbung. Ausgangspunkt sind Marktinformationen und Unternehmensziele. Daraus folgen Strategie, Marketingmix, Durchführung und Kontrolle.

AnalyseZieleStrategieMarketingmixUmsetzungKontrolle

17. Marktforschung: Entscheidungen auf Informationen stützen

Primärforschung Sekundärforschung
Daten neu für den Untersuchungszweck erhoben bereits vorhandene Daten
Beispiele Befragung, Beobachtung, Experiment Statistiken, Geschäftsberichte, interne Daten
Stärke zielgenau und aktuell schnell und meist kostengünstig
Grenze Zeit und Kosten Daten passen evtl. nicht exakt zur Fragestellung
UNTERNEHMER AG: Vor Einführung eines neuen Produkts werden zunächst Branchenstatistiken ausgewertet. Anschließend testet eine Stichprobe von 400 potenziellen Kunden Produktvarianten. Sekundär- und Primärforschung werden damit sinnvoll kombiniert.

18. Marktpotenzial, Marktvolumen und Marktanteil

Das Marktpotenzial beschreibt die grundsätzlich mögliche Aufnahmefähigkeit eines Marktes, das Marktvolumen die tatsächlich realisierte Absatzmenge bzw. den realisierten Umsatz in einer Periode.

Marktvolumen = 500 Mio. €. Umsatz der UNTERNEHMER AG = 75 Mio. €. Absoluter Marktanteil = \(75/500·100=\)15 %.

\(\text{relativer Marktanteil}=\frac{\text{eigener Marktanteil}}{\text{Marktanteil des stärksten Wettbewerbers}}\)

Eigener Marktanteil 15 %, stärkster Wettbewerber 12 % → relativer Marktanteil = 1,25. Werte über 1 bedeuten, dass das betrachtete Unternehmen stärker als der größte Wettbewerber ist.

19. Marktsegmentierung und Zielgruppe

Ein Gesamtmarkt wird nach geeigneten Kriterien in möglichst homogene Teilmärkte zerlegt. Erst danach können Zielgruppen gezielt angesprochen werden.

Kriterium Beispiele
demografisch Alter, Haushaltsgröße
geografisch Region, Stadt/Land
sozioökonomisch Einkommen, Beruf
psychografisch Lebensstil, Einstellungen
verhaltensorientiert Kaufhäufigkeit, Markentreue, Nutzung

20. Produktpolitik: Leistungsprogramm aktiv gestalten

Maßnahme Bedeutung
Produktinnovation neues Produkt wird eingeführt
Produktvariation bestehendes Produkt wird verändert
Produktdifferenzierung zusätzliche Variante neben bestehender
Produktelimination Produkt wird aus dem Programm genommen

Verpackung, Marke, Qualität und Service können die Kernleistung ergänzen und die Positionierung beeinflussen.

21. Produktlebenszyklus: Marketingmaßnahmen an die Phase anpassen

Zeit tUmsatz in €EinführungWachstumReifeSättigungDegeneration

Der Lebenszyklus ist ein Denkmodell. Reale Produkte können Phasen überspringen, verlängern oder durch Relaunch-Maßnahmen verändern.

22. Preispolitik: Preis, Nachfrage und Strategie verbinden

Preispolitische Entscheidungen umfassen nicht nur den Listenpreis, sondern z. B. Rabatte, Konditionen und zeitliche Preisstrategien.

Bei einem Preis von 120 € werden 8.000 Stück erwartet; bei 110 € 9.200 Stück. Umsatz bei 120 € = 960.000 €, bei 110 € = 1.012.000 €. Der höhere Umsatz allein beweist noch nicht den höheren Gewinn, weil Kosten berücksichtigt werden müssen.
Absatzmenge x in StückPreis p in €/Stück

23. Kommunikationspolitik: Wirkung statt Einzelmaßnahmen

Instrument typische Aufgabe
Werbung Bekanntheit und Positionierung
Verkaufsförderung kurzfristige Kaufanreize
Public Relations Vertrauen und Unternehmensbild
persönlicher Verkauf Beratung und Abschluss
Online-/Social-Media-Kommunikation direkte, messbare Interaktion

Entscheidend ist ein konsistentes Gesamtbild: Zielgruppe, Botschaft, Kanal und Produktpositionierung müssen zusammenpassen.

24. Distributionspolitik: Weg zum Kunden gestalten

direkter Absatz indirekter Absatz
Hersteller → Kunde Hersteller → Handel → Kunde
mehr Kontrolle über Kundenkontakt größere Reichweite über Absatzmittler möglich
eigene Vertriebsressourcen nötig Handelsspanne und geringere Kontrolle möglich

25. Marktwachstum-Marktanteils-Portfolio rechnerisch vorbereiten

Produkt Marktwachstum eigener MA stärkster Wettbewerber relativer MA
A 14 % 24 % 16 % 1,50
B 4 % 30 % 20 % 1,50
C 16 % 8 % 20 % 0,40
D 2 % 6 % 24 % 0,25

A = Star, B = Cash Cow, C = Question Mark, D = Poor Dog. Die Einordnung ist Ausgangspunkt für strategische Überlegungen, kein automatischer Handlungsbefehl.

relativer Marktanteil →Marktwachstum in %StarsQuestion MarksCash CowsPoor DogsABCDhochniedrig

26. Normstrategien des klassischen Portfolios kritisch anwenden

Feld typische Überlegung
Star Position sichern/ausbauen
Cash Cow Überschüsse abschöpfen und Position nutzen
Question Mark selektiv investieren oder Rückzug prüfen
Poor Dog Rückzug/Desinvestition prüfen
Wichtig: Die Normstrategie ersetzt keine konkrete Entscheidung. Synergien, Deckungsbeiträge, Kundenbindung oder strategische Bedeutung können zu einer anderen Maßnahme führen.

27. Marketingmix integriert planen

Für Produkt C soll die UNTERNEHMER AG den Marktanteil erhöhen. Eine isolierte Werbekampagne genügt nicht: Produktvariation, zielgruppengerechter Preis, geeigneter Vertrieb und Kommunikation müssen auf dieselbe Positionierung einzahlen.
ZielgruppePositionierungProduktPreisKommunikationDistribution

28. Marketingkontrolle: Ziele messbar machen

Ziel mögliche Kennzahl
Marktposition verbessern Marktanteil
Absatz steigern verkaufte Menge
Bekanntheit erhöhen gestützte/ungestützte Bekanntheit
Kundenbindung stärken Wiederkaufsrate

Kontrolle schließt den Marketingprozess: Abweichungen führen zurück zur Analyse und gegebenenfalls zu neuen Maßnahmen.

29. Großfall UNTERNEHMER AG: Marketingentscheidung aus einem Guss

  1. Formulieren Sie das Informationsproblem und geeignete Marktforschungsmaßnahmen.
  2. Berechnen Sie absoluten und relativen Marktanteil.
  3. Segmentieren Sie den Markt und bestimmen Sie eine Zielgruppe.
  4. Ordnen Sie vier Produkte im Marktwachstum-Marktanteils-Portfolio ein.
  5. Leiten Sie mögliche Portfolioüberlegungen ab und begrenzen Sie deren Aussagekraft.
  6. Entwickeln Sie Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionsmaßnahmen.
  7. Prüfen Sie die Maßnahmen auf gegenseitige Konsistenz.
  8. Definieren Sie Kennzahlen für die Marketingkontrolle.

30. Typische Prüfungsfehler

Fehler Besser
Marketing = Werbung Marketing als Analyse-, Ziel-, Maßnahmen- und Kontrollprozess verstehen.
relativer Marktanteil = eigener Marktanteil eigenen Anteil durch Anteil des stärksten Wettbewerbers teilen.
Portfoliofeld nur benennen beide Achsenwerte zur Begründung heranziehen.
Normstrategie als zwingende Entscheidung als Orientierung verstehen und Situation berücksichtigen.
Marketinginstrument ohne Zielbezug Maßnahme immer mit Marketingziel und Zielgruppe verbinden.
Reisender/Handelsvertreter nur definieren quantitative und qualitative Kriterien vergleichen.

31. Prüfungs- und Transfertraining

1. Berechne aus vorgegebenen Marktanteilen die relativen Marktanteile und ordne vier Produkte in ein Portfolio ein.
2. Leite für jedes Portfoliofeld die passende Normstrategie ab und begründe sie.
3. Entwickle für einen Star einen abgestimmten Marketingmix aus allen vier Instrumentalbereichen.
4. Vergleiche direkten und indirekten Absatz für ein erklärungsbedürftiges Industriegut.
5. Beurteile Reisender und Handelsvertreter anhand quantitativer und qualitativer Kriterien.
6. Wähle für eine junge Zielgruppe zwei Kommunikationsinstrumente und begründe deren Eignung.
Zusatz 1. Primär- und Sekundärforschung anhand eines Falls unterscheiden.
Zusatz 2. Marktpotenzial und Marktvolumen erklären.
Zusatz 3. einen absoluten Marktanteil berechnen.
Zusatz 4. einen relativen Marktanteil berechnen und interpretieren.
Zusatz 5. Segmentierungskriterien für einen Markt entwickeln.
Zusatz 6. eine Zielgruppe aus Segmentierungsdaten beschreiben.
Zusatz 7. Innovation, Variation, Differenzierung und Elimination unterscheiden.
Zusatz 8. eine Produktlebenszykluskurve interpretieren.
Zusatz 9. für zwei Lebenszyklusphasen passende Maßnahmen begründen.
Zusatz 10. Umsätze bei unterschiedlichen Preis-Absatz-Kombinationen berechnen.
Zusatz 11. erklären, warum höherer Umsatz nicht automatisch höheren Gewinn bedeutet.
Zusatz 12. Kommunikationsinstrumente zielbezogen auswählen.
Zusatz 13. direkten und indirekten Absatz vergleichen.
Zusatz 14. vier Produkte rechnerisch für eine Portfolioanalyse vorbereiten.
Zusatz 15. Produkte als Star, Cash Cow, Question Mark oder Poor Dog einordnen.
Zusatz 16. klassische Portfolio-Normstrategien kritisch beurteilen.
Zusatz 17. einen konsistenten Marketingmix für eine Zielgruppe entwickeln.
Zusatz 18. Marketingziele mit geeigneten Kontrollkennzahlen operationalisieren.
Zusatz 19. einen Marketingmix auf Widersprüche prüfen.
Zusatz 20. den integrierten Marketingfall der UNTERNEHMER AG bearbeiten.

32. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Marktsituation zuerst analysieren, dann entscheiden.
  • Portfolio: Marktwachstum + relativer Marktanteil.
  • Vier Felder: Question Marks, Stars, Cash Cows, Poor Dogs.
  • Vier Normstrategien: Offensiv-, Investitions-/Wachstums-, Defensiv-/Abschöpfungs- und Desinvestitionsstrategie.
  • Marketingmix: Produkt-, Distributions-, Kontrahierungs- und Kommunikationspolitik.
  • Maßnahmen müssen zum Marketingziel und zur Ausgangslage passen.
  • Neue Kommunikationsformen gehören ausdrücklich zum alten BwR-12-Lernbereich.

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