FOS Bayern · Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen (BwR) · 11. Jahrgangsstufe · ALT – auslaufender Lehrplan · Lernbereich 3: Personal beschaffen und einsetzen · ca. 16 Unterrichtsstunden
Personal beschaffen und einsetzen
Modellunternehmen: Die UNTERNEHMER AG benötigt qualifiziertes Personal. Sie plant den Bedarf, beschafft Bewerber, wählt begründet aus und setzt das Personal mit passenden Arbeitszeit- und Gestaltungsmodellen ein.
Inhaltsverzeichnis
- Interne und externe Personalbeschaffung
- Personalauswahl
- Flexible Arbeitszeitmodelle
- Gestaltungsformen des Personaleinsatzes
- Typische Fehler und Prüfungshinweise
- Auf einen Blick
1. Interne und externe Personalbeschaffung
Besetzung aus dem Unternehmen: Versetzung, Beförderung, Mehrarbeit. Vorteile: bekannte Mitarbeiter, motivierend, günstig. Nachteil: keine frischen Impulse, Folgevakanz.
Besetzung vom Arbeitsmarkt: Stellenanzeigen, Arbeitsagentur, Berufsmessen, E-Recruiting, Personalmarketing (Employer Branding). Vorteile: größere Auswahl, neues Know-how. Nachteile: teurer, Einarbeitung, Fehlbesetzungsrisiko.
2. Personalauswahl
Aus einer Stellenbeschreibung werden Kriterien (z. B. fachliche Vorbildung, Ausbildung, Erfahrung) abgeleitet. Zur Auswahl dienen Bewerbungsunterlagen, Referenzen, Testverfahren, Vorstellungsgespräch und Assessment-Center.
3. Flexible Arbeitszeitmodelle
35–40 Wochenstunden; volles Einkommen, aber hohe Belastung.
reduzierte Stundenzahl; vereinbar mit Familie, geringerer Verdienst.
Kernarbeitszeit mit flexiblem Rand; Ausgleich über Arbeitszeitkonto.
kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit (Arbeit auf Abruf); flexibel für den Betrieb, unsicher für Beschäftigte.
Wechselschichten für 24-Stunden-Betrieb; hohe Auslastung, aber gesundheitliche Belastung und Zuschläge.
Arbeit von zu Hause über sichere Netzverbindung; spart Raum-/Fahrtkosten, erfordert Datenschutz und Selbstorganisation.
4. Gestaltungsformen des Personaleinsatzes
planmäßiger Wechsel zwischen gleichwertigen Tätigkeiten; verhindert Monotonie und Fehler.
Erweiterung um gleichartige Aufgaben (mehr Abwechslung, gleiche Anspruchsebene).
Erweiterung um anspruchsvollere, verantwortungsvollere Aufgaben (Wertschätzung, Motivation).
eine Gruppe plant, organisiert und steuert ihre Arbeitsschritte selbst.
5. Typische Fehler und Prüfungshinweise
Job Enlargement und Job Enrichment werden verwechselt.
Enlargement = mehr gleichartige Aufgaben (Breite); Enrichment = anspruchsvollere Aufgaben (Tiefe).
KAPOVAZ wird als Vorteil für Beschäftigte dargestellt.
Für Beschäftigte bedeutet KAPOVAZ Einkommens- und Planungsunsicherheit; der Vorteil liegt beim Betrieb.
Anforderungs- und Eignungsprofil werden nicht getrennt.
Anforderungsprofil beschreibt die Stelle, Eignungsprofil den Bewerber – beide werden verglichen.
6. Auf einen Blick
Sie können nun interne und externe Personalbeschaffung mit Vor- und Nachteilen abwägen, aus einer Stellenbeschreibung Auswahlkriterien ableiten und Anforderungs- mit Eignungsprofil vergleichen sowie flexible Arbeitszeitmodelle und Gestaltungsformen des Personaleinsatzes begründet auswählen.
Alle Inhalte dieser Seite orientieren sich am offiziellen LehrplanPLUS Bayern (ISB) – auslaufender Lehrplan BwR (FOS/BOS).
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