Englisch Realschule Bayern · Klasse 7 · Verfügen über sprachliche Mittel: Grammatik (LehrplanPLUS)

Adverbs of Manner – Adverbien der Art und Weise

Ob jemand careful (vorsichtig) ist oder carefully (vorsichtig) fährt – im Deutschen hört sich das fast gleich an, im Englischen brauchst du dafür zwei verschiedene Wortformen. Mit adverbs of manner beschreibst du, wie jemand etwas tut: She sings well. He plays football carefully. Das brauchst du ständig – beim Erzählen von Geschichten, beim Beschreiben von Sport und beim genauen Formulieren im Aufsatz. Auf dieser Seite lernst du, wie du Adverbien bildest, wo sie im Satz stehen und in welche Fallen du nicht tappen solltest.

1. Adjektiv oder Adverb? Der Unterschied

Ein Adjektiv (adjective) beschreibt ein Nomen: a careful driver – was für ein Fahrer? Ein vorsichtiger. Ein Adverb (adverb) beschreibt dagegen ein Verb: She drives carefully – wie fährt sie? Vorsichtig. Stelle dir bei jedem Wort die Frage: Beschreibt es ein Nomen (dann Adjektiv) oder ein Verb (dann Adverb)?

Adjektiv (beschreibt ein Nomen) Adverb (beschreibt ein Verb)
She is a careful driver. She drives carefully.
He is a slow reader. He reads slowly.
It is a quiet street. She spoke quietly.

Merke: Frag dich immer: Wozu gehört das Wort – zu einem Nomen oder zu einem Verb? a careful driver (Nomen driver → Adjektiv) – drives carefully (Verb drives → Adverb).

2. Bildung der Adverbien mit -ly

Die meisten Adverbien der Art und Weise bildest du, indem du -ly an das Adjektiv hängst. Dabei gibt es ein paar Schreibregeln, die du kennen solltest.

Regel Beispiel
normalerweise: Adjektiv + -ly slow → slowly, quick → quickly
Konsonant + y → i + ly easy → easily, happy → happily
Adjektiv auf -le: e fällt weg terrible → terribly, simple → simply
Ausnahme: e fällt einfach weg true → truly
Adjektiv endet auf -l: doppeltes l careful → carefully, beautiful → beautifully

Merke: Schau dir bei jedem Adjektiv den letzten Buchstaben an, bevor du -ly anhängst – dann triffst du fast automatisch die richtige Schreibweise.

3. Unregelmäßige Adverbien – und die Falle mit hardly

Ein paar häufige Adverbien bilden keine -ly-Form, sondern haben eine eigene oder gleiche Form wie das Adjektiv.

Adjektiv Adverb Beispiel
good well She is a good singer. – She sings well.
fast fast He is a fast runner. – He runs fast.
hard hard It was a hard test. – He worked hard.
late late The late bus. – The bus arrived late.

Merke: Vorsicht bei hardly! Das bedeutet nicht „hart“, sondern kaum: He hardly practises. = Er übt kaum. Willst du sagen, dass jemand hart arbeitet, brauchst du hard ohne -ly: He works hard. = Er arbeitet hart.

4. Adjektive, die auf -ly enden – Achtung, keine Adverbien!

Manche Wörter enden zwar auf -ly, sind aber trotzdem Adjektive, keine Adverbien – zum Beispiel friendly, lovely und silly. Ein Adverb wie friendlily gibt es nicht. Willst du trotzdem beschreiben, wie jemand etwas tut, musst du das umschreiben.

Adjektiv auf -ly Bedeutung Umschreibung als Adverb
friendly freundlich She smiled in a friendly way.
lovely reizend, schön He decorated the room in a lovely way.
silly albern He behaved in a silly way.

Merke: in a … way oder in a … manner rettet dich immer, wenn ein Adjektiv auf -ly endet und du trotzdem ein Adverb bräuchtest.

5. Wohin gehört das Adverb im Satz?

Adverbien der Art und Weise stehen meistens nach dem Verb oder – wenn es ein Objekt gibt – nach dem Objekt, oft also am Satzende. Zwischen Verb und Objekt stehen sie normalerweise nicht.

Satzbauplan Beispiel
Subjekt + Verb + Adverb She spoke quietly.
Subjekt + Verb + Objekt + Adverb He answered the question correctly.

Eine wichtige Ausnahme merkst du dir am besten separat: Nach Verben wie be, feel, look, smell und taste folgt kein Adverb, sondern ein Adjektiv – weil diese Verben nicht beschreiben, wie gehandelt wird, sondern wie das Subjekt ist.

Verb Beispiel Deutsch
be The film was good. Der Film war gut.
feel I feel tired. Ich fühle mich müde.
look She looks happy. Sie sieht glücklich aus.
taste The soup tastes good. Die Suppe schmeckt gut.

Merke: be, feel, look, smell, taste + Adjektiv, nicht Adverb. Vergleiche: She sings well (Adverb, beschreibt das Singen) – She looks well (Adjektiv, beschreibt, wie sie aussieht bzw. wie es ihr gesundheitlich geht).

6. Landeskunde: Sport and youth culture in Ireland and Britain

„Hi, I’m Ciara and I live near Dublin, in Ireland. My favourite sport is hurling – it’s a fast game with a small ball and a wooden stick called a hurley. My brother plays Gaelic football instead, a game with a round ball that you can kick or carry in your hands. Girls often play camogie, which is very similar to hurling. Both sports are extremely popular all over Ireland, and almost every town has its own local club.

At school, PE lessons are different too. Lots of girls in England play netball – it looks a bit like basketball, but you aren’t allowed to run with the ball. In summer, our teacher often organises rounders. You hit a ball with a bat and then run quickly around four bases – it’s a bit like baseball, and boys and girls usually play together.

After school, many pupils go to a club. I dance in an Irish dancing club on Tuesdays, and we practise the steps carefully to fast music. Other pupils join a choir, a drama club or a band instead. Sport, dance and music are simply a normal part of school life here.“

Vokabelhilfe

Englisch Deutsch
hurling irischer Schlägerballsport
Gaelic football gälischer Fußball (irische Sportart)
camogie Hurling-Variante für Mädchen und Frauen
netball Netzball (basketballähnliche Sportart)
rounders Schlagballspiel, ähnlich Baseball
bat Schläger
choir Chor
drama club Theater-AG

Gut zu wissen: Hurling und Gaelic football sind uralte irische Mannschaftssportarten und ein wichtiger Teil der irischen Kultur – fast jede Stadt und jedes Dorf in Irland hat einen eigenen Sportverein dafür. Netball wird in Großbritannien vor allem von Mädchen gespielt und gehört an vielen Schulen zum festen Sportunterricht. Rounders wird seit Generationen an britischen Schulen gespielt und gilt als Vorläufer ähnlicher Schlagballspiele.

7. Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

Falsch Richtig Warum?
She drives good. She drives well. good ist das Adjektiv, well das passende Adverb.
She speaks very quiet. She speaks very quietly. Nach dem Verb speaks brauchst du ein Adverb, kein Adjektiv.
She smiled friendlily. She smiled in a friendly way. friendly endet zwar auf -ly, ist aber ein Adjektiv; ein Adverb friendlily gibt es nicht.
He hardly trains, that’s why he is so fast. He trains hard, that’s why he is so fast. hardly bedeutet „kaum“, nicht „hart“ – das kehrt die Aussage ins Gegenteil um.
The soup tastes well. The soup tastes good. Nach taste (und be, feel, look, smell) folgt ein Adjektiv, kein Adverb.
She drives carefully the car. She drives the car carefully. Das Adverb steht meist nach dem Objekt am Satzende, nicht zwischen Verb und Objekt.

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