FOS Bayern · Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen (BwR) · 11. Jahrgangsstufe · ALT – auslaufender Lehrplan · Lernbereich 1: Sich im Unternehmen orientieren und betriebliche Zielsetzungen überprüfen · ca. 8 Unterrichtsstunden
Unternehmensziele, Funktionsbereiche und Kennzahlen
Modellunternehmen: Die UNTERNEHMER AG ist ein Industriebetrieb. Damit die Funktionsbereiche zusammenwirken, formuliert die Unternehmensführung Ziele, priorisiert bei Zielkonflikten und überprüft die Zielerreichung mit Kennzahlen.
Inhaltsverzeichnis
- Funktionsbereiche eines Industriebetriebs
- Zielarten
- Zielbeziehungen
- Operationalisierung von Zielen
- Kennzahlen zur Zielkontrolle
- Typische Fehler und Prüfungshinweise
- Auf einen Blick
1. Funktionsbereiche eines Industriebetriebs
Im Industriebetrieb werden die Produktionsfaktoren im Zusammenwirken der Funktionsbereiche zu einer Leistung kombiniert.
beschafft und lagert Werkstoffe
stellt die Erzeugnisse her
vermarktet und verkauft (Marketing)
beschafft Kapital, plant Investitionen
Buchführung, Jahresabschluss, Kosten- und Leistungsrechnung
beschafft und setzt Personal ein
plant, entscheidet, kontrolliert (dispositiver Faktor)
2. Zielarten
monetär (Gewinn, Rentabilität, Liquidität, Kostensenkung) und nicht monetär (Bekanntheitsgrad, Image, Marktanteil)
Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsplatzsicherheit, Gleichbehandlung
Umweltschutz, Ressourcenschonung, Abfallvermeidung
3. Zielbeziehungen
Die Ziele ergänzen sich: höhere Mitarbeiterzufriedenheit → höhere Produktivität.
Die Ziele behindern sich: Gewinnmaximierung ↔ Ressourcenschonung.
Die Ziele beeinflussen sich nicht: Image-Verbesserung ↔ Liquidität.
4. Operationalisierung von Zielen
Ein Ziel ist erst überprüfbar, wenn es operationalisiert ist – mit Zielinhalt (was?), Zielausmaß (wie viel?) und Zeitbezug (bis wann?). Beispiel: „Den Umsatz bis zum 31.12. um 5 % steigern.“
5. Kennzahlen zur Zielkontrolle
6. Typische Fehler und Prüfungshinweise
Produktivität und Wirtschaftlichkeit werden gleichgesetzt.
Produktivität ist ein Mengenverhältnis, Wirtschaftlichkeit ein Wertverhältnis (Ertrag/Aufwand).
Ein Ziel wird ohne Zeitbezug angegeben.
Operationalisierte Ziele brauchen Inhalt, Ausmaß und Zeitbezug.
Komplementäre und indifferente Ziele werden verwechselt.
Komplementär = sich ergänzend; indifferent = ohne gegenseitige Beeinflussung.
7. Auf einen Blick
Sie können nun die Funktionsbereiche eines Industriebetriebs und die Produktionsfaktoren benennen, Zielarten und Zielbeziehungen unterscheiden, in Zielkonflikten Prioritäten begründen, Ziele operationalisieren und die Zielerreichung mit Rentabilität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit überprüfen.
Alle Inhalte dieser Seite orientieren sich am offiziellen LehrplanPLUS Bayern (ISB) – auslaufender Lehrplan BwR (FOS/BOS).
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