Betriebswirtschaftslehre · FOS Bayern · Jahrgangsstufe 12 · neuer LehrplanPLUS
BWL 12 NEULernbereich 232 UETeilkostenrechnungUNTERNEHMER AG
Alle Inhalte dieser Seite folgen dem offiziellen LehrplanPLUS Bayern.
Entscheidungen mithilfe der Teilkostenrechnung vorbereiten und begründet treffen
Die Teilkostenrechnung untersucht, welche Erlöse und Kosten sich durch eine konkrete Entscheidung tatsächlich verändern. Damit werden kurzfristige Entscheidungen zu Sortiment, Preisen, Zusatzaufträgen, Eigenfertigung oder Fremdbezug sowie zur Nutzung knapper Kapazitäten nachvollziehbar vorbereitet.
Inhaltsverzeichnis
- Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung unterscheiden
- Fixe und variable Kosten
- Kosten-, Erlös- und Gewinnfunktion
- Stück- und Gesamtdeckungsbeitrag
- Sortimentsentscheidungen richtig vorbereiten
- Kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze
- Zusatzauftrag bei freien Kapazitäten
- Break-even-Analyse: Gewinnschwelle rechnerisch und grafisch
- Wie Preis und Kosten die Gewinnschwelle verändern
- Eigenfertigung oder Fremdbezug: Make-or-Buy
- Kritische Menge bei Make-or-Buy
- ESG und ESRS in der Make-or-Buy-Entscheidung
- Scoringmodell für eine begründete Make-or-Buy-Entscheidung
- Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
- Engpass erkennen
- Relativer Deckungsbeitrag
- NEU: optimales Produktionsprogramm bei einem Engpass
- Produktionsprogramm vollständig durchrechnen
- Gesamtfall UNTERNEHMER AG
- Teilkostenrechnung als Entscheidungsrechnung
- Deckungsbeitrag vollständig interpretieren
- Sortimentsentscheidung ohne Engpass
- Zusatzauftrag: freie Kapazität richtig nutzen
- Preisuntergrenzen: kurzfristig und langfristig unterscheiden
- Break-even: Ergebnisänderungen sichtbar machen
- Make-or-Buy: relevante Kosten plus ESG-/ESRS-Kriterien
- Make-or-Buy mit Scoringmodell
- Engpass: warum der Stückdeckungsbeitrag nicht mehr genügt
- Optimales Produktionsprogramm bei einem Engpass
- Sensitivität des Produktionsprogramms
- Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung: Fixkosten verursachungsgerechter betrachten
- Entscheidungen systematisch zusammenführen
- Großfall UNTERNEHMER AG: mehrere Entscheidungen gleichzeitig
- Typische Prüfungsfehler
- Lernbereich auf einen Blick
1. Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung unterscheiden
Die Vollkostenrechnung verteilt sämtliche Kosten auf Kostenträger. Für kurzfristige Entscheidungen kann diese Zurechnung jedoch irreführen, weil zugerechnete Fixkosten nicht automatisch verschwinden, wenn ein Produkt oder Auftrag entfällt. Die Teilkostenrechnung trennt deshalb entscheidungsrelevante variable Kosten von Fixkosten.
| Vollkostenrechnung | Teilkostenrechnung |
|---|---|
| alle Kosten werden Kostenträgern zugerechnet | variable Kosten werden unmittelbar der Leistung zugerechnet; Fixkosten zunächst periodenbezogen |
| wichtig für langfristige Kalkulation | wichtig für kurzfristige Entscheidungen |
| Vollkostenergebnis kann durch Schlüsselungen geprägt sein | Deckungsbeitrag zeigt Beitrag zur Fixkostendeckung |
2. Fixe und variable Kosten
Variable Kosten verändern sich mit der Beschäftigung. Fixkosten bleiben innerhalb des betrachteten Beschäftigungsbereichs insgesamt zunächst konstant. Für Entscheidungen zählt das tatsächliche Kostenverhalten.
| x | Kᵥ gesamt | Kꜰ | K gesamt | kᵥ | kꜰ |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 0 € | 30.000 € | 30.000 € | 45 € | – |
| 1.000 | 45.000 € | 30.000 € | 75.000 € | 45 € | 30 € |
| 2.000 | 90.000 € | 30.000 € | 120.000 € | 45 € | 15 € |
3. Kosten-, Erlös- und Gewinnfunktion
E(x)=p·x
G(x)=E(x)−K(x)
4. Stück- und Gesamtdeckungsbeitrag
DB=db·x=E−Kv
Betriebsergebnis=DB−KF
5. Sortimentsentscheidungen richtig vorbereiten
Ein Produkt mit positivem Deckungsbeitrag trägt zur Deckung der Fixkosten bei. Ein negatives Vollkostenergebnis allein rechtfertigt daher keine kurzfristige Streichung.
6. Kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze
langfristige Preisuntergrenze = volle Stückkosten
Die kurzfristige Preisuntergrenze ist nur in einer kurzfristigen Sondersituation bei freien Kapazitäten sinnvoll. Dauerhaft müssen auch Fixkosten gedeckt und ein Gewinn erwirtschaftet werden.
7. Zusatzauftrag bei freien Kapazitäten
| Prüfung | Frage |
|---|---|
| Kapazität | Sind tatsächlich freie Kapazitäten vorhanden? |
| Preiswirkung | Gefährdet der Sonderpreis reguläre Preise? |
| Kundenwirkung | Entstehen Konflikte mit Stammkunden? |
| Qualität/Termin | Kann der Auftrag ohne Qualitäts- oder Lieferprobleme erfüllt werden? |
8. Break-even-Analyse: Gewinnschwelle rechnerisch und grafisch
| Menge | Ergebniszone |
|---|---|
| x < 1.000 | Verlust |
| x = 1.000 | Gewinnschwelle |
| x > 1.000 | Gewinn |
9. Wie Preis und Kosten die Gewinnschwelle verändern
| Änderung | db | BEP |
|---|---|---|
| Verkaufspreis steigt | ↑ | ↓ |
| variable Stückkosten steigen | ↓ | ↑ |
| Fixkosten steigen | unverändert | ↑ |
10. Eigenfertigung oder Fremdbezug: Make-or-Buy
Die Entscheidung wird quantitativ vorbereitet und anschließend qualitativ erweitert. Laut offizieller Änderungsübersicht kommen im neuen Lehrplan ESG-Kriterien und ESRS als mögliche Entscheidungsmerkmale ausdrücklich hinzu.
| quantitativ | qualitativ / strategisch |
|---|---|
| variable Eigenfertigungskosten | Qualität |
| Bezugspreis | Lieferbereitschaft / Termintreue |
| entscheidungsrelevante Fixkosten | Know-how / Abhängigkeit |
| kritische Menge | Flexibilität |
| – | ESG-/ESRS-bezogene Kriterien |
11. Kritische Menge bei Make-or-Buy
12.000=25x
xkrit=480 Stück
Bei 480 Stück sind beide Alternativen unter den Modellannahmen gleich teuer. Ober- und unterhalb der kritischen Menge entscheidet die Lage der Kostenfunktionen.
12. ESG und ESRS in der Make-or-Buy-Entscheidung
Die Neuerung erweitert Make-or-Buy über die reine Kostenrechnung. Nachhaltigkeitsinformationen können die Entscheidung verändern, selbst wenn eine Alternative rechnerisch zunächst günstiger erscheint.
| Dimension | mögliches Entscheidungskriterium | Beispiel |
|---|---|---|
| E – Environmental | Energie-/Emissionsintensität, Ressourceneinsatz | Lieferant produziert mit deutlich höherer Emissionsintensität |
| S – Social | Arbeitsbedingungen, Arbeitsschutz, Lieferkettenrisiken | kritische Arbeitsbedingungen beim Zulieferer |
| G – Governance | Compliance, Transparenz, Kontrollsysteme | unzureichende Nachweise oder Kontrollprozesse |
13. Scoringmodell für eine begründete Make-or-Buy-Entscheidung
Ein Scoringmodell macht qualitative Kriterien transparent. Gewichtungen und Bewertungen müssen begründet werden; das Ergebnis ist eine Entscheidungshilfe, kein Automatismus.
| Kriterium | Gewicht | Eigenfertigung Punkte | gewichtet | Fremdbezug Punkte | gewichtet |
|---|---|---|---|---|---|
| Kosten | 35 % | 3 | 1,05 | 5 | 1,75 |
| Qualität | 25 % | 5 | 1,25 | 3 | 0,75 |
| Lieferfähigkeit | 15 % | 5 | 0,75 | 3 | 0,45 |
| ESG/ESRS | 25 % | 4 | 1,00 | 2 | 0,50 |
| Gesamt | 100 % | 4,05 | 3,45 |
14. Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
Fixkosten werden dort abgezogen, wo sie verursachungsgerecht zugeordnet und tatsächlich beeinflussbar sind. Dadurch wird sichtbar, ob ein Produkt, eine Produktgruppe oder erst das Gesamtunternehmen einen Ergebnisbeitrag liefert.
| Produkt A | Produkt B | Produkt C | |
|---|---|---|---|
| DB I | 90.000 € | 70.000 € | 50.000 € |
| − Produktfixkosten | 30.000 € | 55.000 € | 60.000 € |
| DB II | 60.000 € | 15.000 € | −10.000 € |
15. Engpass erkennen
Ein Engpass liegt vor, wenn ein knapper Faktor verhindert, dass alle grundsätzlich vorteilhaften Absatzmöglichkeiten realisiert werden können. Beschaffung, Produktion oder Absatz können begrenzen.
16. Relativer Deckungsbeitrag
Bei einem einzigen Engpass ist nicht der höchste Stückdeckungsbeitrag entscheidend, sondern der Deckungsbeitrag je Einheit des knappen Faktors.
| Produkt | db/Stück | Engpasszeit | relativer DB | Rang |
|---|---|---|---|---|
| A | 30 € | 6 min | 5 €/min | 2 |
| B | 24 € | 3 min | 8 €/min | 1 |
| C | 35 € | 10 min | 3,50 €/min | 3 |
17. NEU: optimales Produktionsprogramm bei einem Engpass
Die offizielle Änderungsübersicht nennt die Ermittlung des optimalen Produktionsprogramms bei Vorliegen eines Engpasses ausdrücklich als Neuerung. Produkte werden nach relativem Deckungsbeitrag gereiht; die knappe Kapazität wird unter Beachtung der Absatzhöchstmengen in dieser Reihenfolge vergeben.
18. Produktionsprogramm vollständig durchrechnen
| Produkt | Menge | db/Stück | Gesamt-DB |
|---|---|---|---|
| B | 800 | 24 € | 19.200 € |
| A | 400 | 30 € | 12.000 € |
| C | 20 | 35 € | 700 € |
| Summe | 31.900 € |
19. Gesamtfall UNTERNEHMER AG
- Kosten in fixe und variable Bestandteile zerlegen.
- Stück- und Gesamtdeckungsbeiträge ermitteln.
- Sortiments- und Zusatzauftragsentscheidungen vorbereiten.
- Break-even berechnen und grafisch interpretieren.
- Make-or-Buy quantitativ rechnen und um Qualität, Lieferbereitschaft sowie ESG/ESRS ergänzen.
- Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung einsetzen.
- Engpass erkennen, relativen DB bilden und optimales Produktionsprogramm bestimmen.
- Ergebnis nicht nur berechnen, sondern fachlich begründet entscheiden.
20. Teilkostenrechnung als Entscheidungsrechnung
Die Teilkostenrechnung beantwortet nicht die Frage, welche gesamten Kosten einem Produkt rechnerisch zugerechnet werden können, sondern welche Kosten und Erlöse sich durch eine konkrete Entscheidung tatsächlich verändern. Damit wird sie zum Werkzeug für kurzfristige Entscheidungen.
21. Deckungsbeitrag vollständig interpretieren
\(db=p-k_v\qquad DB=x\cdot db\qquad G=DB-K_f\)
Stückdeckungsbeitrag = 68 €.
Gesamtdeckungsbeitrag = 272.000 €.
Betriebsergebnis = 52.000 €.
Der Deckungsbeitrag ist kein Gewinn je Stück. Er zeigt zunächst, welchen Beitrag eine Einheit zur Deckung der Fixkosten und anschließend zum Gewinn leistet.
22. Sortimentsentscheidung ohne Engpass
| Produkt | Preis | variable Kosten | Stück-DB | Absatz | Gesamt-DB |
|---|---|---|---|---|---|
| UA-100 | 140 € | 90 € | 50 € | 2.000 | 100.000 € |
| UA-200 | 180 € | 112 € | 68 € | 1.500 | 102.000 € |
| UA-300 | 250 € | 170 € | 80 € | 900 | 72.000 € |
Ohne Engpass und bei positiven Stückdeckungsbeiträgen trägt jedes zusätzlich absetzbare Produkt zur Fixkostendeckung bei. Ein bloßer Vergleich der Stückdeckungsbeiträge reicht jedoch nicht zur Beurteilung des gesamten Sortiments.
23. Zusatzauftrag: freie Kapazität richtig nutzen
Zusätzlicher DB = \(600·(145-112)=\)19.800 €.
Rechnerisch verbessert der Auftrag das kurzfristige Ergebnis um 19.800 €. Zusätzlich sind qualitative Folgen zu prüfen: Preiswirkung auf Stammkunden, Kapazitätsbindung, Lieferfähigkeit und strategische Konsequenzen.
24. Preisuntergrenzen: kurzfristig und langfristig unterscheiden
Bei freier Kapazität bildet die variable Stückkostenhöhe eine zentrale kurzfristige Orientierung. Langfristig müssen dagegen auch fixe Kosten gedeckt und ein angemessener Erfolg erzielt werden.
25. Break-even: Ergebnisänderungen sichtbar machen
\(x_{BEP}=\frac{K_f}{p-k_v}\)
26. Make-or-Buy: relevante Kosten plus ESG-/ESRS-Kriterien
Bei Eigenfertigung oder Fremdbezug entscheidet nicht nur der Einkaufspreis. Zunächst werden die vermeidbaren Kosten der Eigenfertigung mit den Fremdbezugskosten verglichen. Danach werden qualitative und nachhaltigkeitsbezogene Kriterien ergänzt.
| Kriterium | Eigenfertigung | Fremdbezug |
|---|---|---|
| variable Kosten je Stück | 42 € | – |
| vermeidbare fixe Kosten je Stück bei gegebener Menge | 6 € | – |
| Bezugspreis je Stück | – | 50 € |
| Transport / Qualitätsprüfung | – | 2 € |
| relevante Kosten | 48 € | 52 € |
Rechnerisch spricht der Fall zunächst für Eigenfertigung. Die Entscheidung ist anschließend z. B. um Lieferkettenrisiko, Umweltwirkung, Arbeitsbedingungen, Governance des Lieferanten, Qualität und Know-how-Abhängigkeit zu ergänzen.
27. Make-or-Buy mit Scoringmodell
| Kriterium | Gewicht | Eigenfertigung Punkte | Fremdbezug Punkte |
|---|---|---|---|
| Kosten | 35 % | 5 | 3 |
| Qualität | 25 % | 5 | 4 |
| Lieferflexibilität | 15 % | 4 | 3 |
| Umwelt/Transport | 15 % | 4 | 2 |
| Governance/Transparenz | 10 % | 5 | 3 |
Eigenfertigung: \(0{,}35·5+0{,}25·5+0{,}15·4+0{,}15·4+0{,}10·5=\)4,70 Punkte. Das Scoring ersetzt die Kostenrechnung nicht, sondern ergänzt sie um qualitative Entscheidungsdimensionen.
28. Engpass: warum der Stückdeckungsbeitrag nicht mehr genügt
Wenn ein knapper Produktionsfaktor mehrere Produkte begrenzt, muss der Deckungsbeitrag auf genau diese Engpasseinheit bezogen werden.
\(\text{relativer DB}=\frac{\text{Stückdeckungsbeitrag}}{\text{Beanspruchung des Engpasses je Stück}}\)
| Produkt | Stück-DB | Engpasszeit | relativer DB | Rang |
|---|---|---|---|---|
| UA-100 | 50 € | 2 h | 25 €/h | 3 |
| UA-200 | 68 € | 2 h | 34 €/h | 2 |
| UA-300 | 80 € | 2 h | 40 €/h | 1 |
29. Optimales Produktionsprogramm bei einem Engpass
Maximalabsatz UA-300: 1.500 Stück → 3.000 h, DB 120.000 €.
UA-200: 2.000 Stück → 4.000 h, DB 136.000 €.
Verbleiben 1.000 h für UA-100 → 500 Stück, DB 25.000 €.
Gesamtdeckungsbeitrag des optimalen Programms = 281.000 €.
30. Sensitivität des Produktionsprogramms
Ändern sich Verkaufspreise, variable Kosten oder Engpasszeiten, kann sich die Rangfolge ändern.
31. Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung: Fixkosten verursachungsgerechter betrachten
| Produkt A | Produkt B | Produkt C | |
|---|---|---|---|
| Deckungsbeitrag I | 120.000 € | 95.000 € | 70.000 € |
| − Produktfixkosten | 40.000 € | 55.000 € | 25.000 € |
| DB II | 80.000 € | 40.000 € | 45.000 € |
Ein positiver DB II bedeutet nicht automatisch, dass jede langfristige Entscheidung bereits feststeht. Zusätzlich können Produktgruppen-, Bereichs- und Unternehmensfixkosten sowie strategische Verbundwirkungen relevant sein.
32. Entscheidungen systematisch zusammenführen
| Entscheidung | zentrale quantitative Größe | ergänzende Prüfung |
|---|---|---|
| Zusatzauftrag | zusätzlicher DB | Kapazität, Preiswirkung, Kunde |
| Make-or-Buy | relevante Kosten | Qualität, ESG/ESRS, Risiko, Know-how |
| Produktionsprogramm | relativer DB je Engpasseinheit | Absatzgrenzen, Mindestmengen, Strategie |
| Sortiment | DB / mehrstufiger DB | Verbundeffekte, Zukunftspotenzial |
33. Großfall UNTERNEHMER AG: mehrere Entscheidungen gleichzeitig
- Berechnen Sie die Deckungsbeiträge aller Produkte.
- Bestimmen Sie den relativen DB je Engpasseinheit.
- Erstellen Sie das optimale Produktionsprogramm.
- Prüfen Sie den Zusatzauftrag unter Berücksichtigung möglicher Opportunitätskosten.
- Vergleichen Sie relevante Eigenfertigungs- und Fremdbezugskosten.
- Ergänzen Sie die Make-or-Buy-Entscheidung um ESG-/ESRS-Kriterien.
- Begründen Sie eine Gesamtentscheidung.
34. Typische Prüfungsfehler
| Fehler | Korrektur |
|---|---|
| negatives Vollkostenergebnis → Produkt streichen | Deckungsbeitrag und tatsächlich abbaubare Fixkosten prüfen. |
| kurzfristige PUG = Selbstkosten | kurzfristig grundsätzlich variable Stückkosten. |
| Zusatzauftrag unter Normalpreis automatisch ablehnen | freien Kapazitätsbereich und Zusatz-DB prüfen. |
| BEP = Fixkosten / Preis | Fixkosten / Stückdeckungsbeitrag. |
| Make-or-Buy nur nach Stückpreis | relevante fixe Kosten + qualitative Kriterien + ESG/ESRS berücksichtigen. |
| Scoringwert als objektive Wahrheit ansehen | Gewichtungen/Bewertungen kritisch prüfen. |
| Engpass nach höchstem db/Stück | relativen DB je Engpasseinheit verwenden. |
| optimales Programm ohne Absatzgrenzen | Absatzhöchstmengen mitberücksichtigen. |
36. Lernbereich auf einen Blick
- Teilkostenrechnung trennt entscheidungsrelevante variable Kosten von Fixkosten.
- Deckungsbeitrag, Preisuntergrenze und Break-even unterstützen kurzfristige Entscheidungen.
- Make-or-Buy wird quantitativ und qualitativ beurteilt.
- Neu: ESG-Kriterien und ESRS können Make-or-Buy-Entscheidungsmerkmale sein.
- Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung verbessert die Fixkostenanalyse.
- Neu: Bei einem Engpass wird das optimale Produktionsprogramm über relative Deckungsbeiträge ermittelt.
- Rechnung und Begründung gehören in der Prüfung zusammen.
✏️ Jetzt selbst üben – im Aufgabengenerator
Erstelle dir zu diesem Thema beliebig viele Übungsaufgaben mit vollständigem Lösungsweg – passend zur FOS/BOS Bayern und deiner Klasse.
Aufgaben erzeugen →🎮 Live-Quiz für die Klasse
Teste dein Wissen im interaktiven Quiz – mit Sofort-Erklärung nach jeder Frage. Für Lehrkräfte: eigenes Klassen-Quiz starten.
Live-Quiz entdecken →💡 Mehr auf lern.de
Entdecke weitere kostenlose Lernangebote für deine Schulart:
