Internationale Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre · FOS/BOS Bayern · Jahrgangsstufe 13
IBV 13 ALTLernbereich 3 · ca. 25 UE
Volkswirtschaftliche Modelle als Grundlage für die Angebotsentscheidung nutzen
Grundlage: LehrplanPLUS Bayern – IBV 13, gültig ab 2019/20. Modellunternehmen: UNTERNEHMER AG.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Schwerpunkt
- 2. Preis-Absatz-Funktion
- 3. Erlös und Grenzerlös
- 4. Cournot bei linearen Kosten
- 5. Cournot bei quadratischen Kosten
- 6. Stückbetrachtung
- 7. Gesamtbetrachtung
- 8. Preiselastizität
- 9. Monopol, Polypol und Wohlfahrt
- 10. Angebotsoligopol
- 11. Gefangenendilemma
- 12. Nash-Gleichgewicht und Risiko
- 13. Wettbewerbspolitik
- 14. Integrierter Fall
- 15. Typische Fehler
- 16. Trainingsaufträge
1. Schwerpunkt
25 UE: Monopolarten, Cournot mit linearer/quadratischer Kostenfunktion, Preiselastizität, Oligopol/Gefangenendilemma sowie Kartellverbot, Fusionskontrolle und Missbrauchsaufsicht.
2. Preis-Absatz-Funktion
p(x)=a−bx
Prohibitivpreis = a; Sättigungsmenge = a/b.
3. Erlös und Grenzerlös
E(x)=p(x)·x
Bei p=a−bx: E’=a−2bx
E’=0 liefert Erlösmaximum, nicht Gewinnmaximum.
4. Cournot bei linearen Kosten
p=120−2x; K=400+20x → E’=120−4x; K’=20.
E’=K‘ → xC=25; pC=70 €; E=1.750 €; K=900 €; G=850 €
5. Cournot bei quadratischen Kosten
K=400+8x+0,4x² → K’=8+0,8x. Aus 120−4x=8+0,8x folgt xC≈23,33 und pC≈73,34 €.
6. Stückbetrachtung
7. Gesamtbetrachtung
Gewinn = vertikaler Abstand E−K; am Gewinnmaximum gilt E’=K‘.
8. Preiselastizität
ε = % Mengenänderung / % Preisänderung
|ε|>1 elastisch; |ε|<1 unelastisch; |ε|=1 einheitselastisch.
9. Monopol, Polypol und Wohlfahrt
Monopol typischerweise: geringere Menge, höherer Preis; Umverteilung von Rente und Wohlfahrtsverlust.
10. Angebotsoligopol
Wenige Anbieter sind strategisch voneinander abhängig. Kooperatives und nicht-kooperatives Verhalten sind zu unterscheiden.
11. Gefangenendilemma
| COMPETITOR investiert | COMPETITOR investiert nicht | |
|---|---|---|
| UNTERNEHMER AG investiert | 1.400 | 1.400 | −200 | 2.000 |
| UNTERNEHMER AG investiert nicht | 2.000 | −200 | 0 | 0 |
„Nicht investieren“ ist für beide dominant; (0|0) ist Nash, obwohl (1.400|1.400) gemeinsam besser wäre.
12. Nash-Gleichgewicht und Risiko
Kein Spieler kann sich durch einseitiges Abweichen verbessern. Nash ist nicht automatisch Pareto-optimal. Risikogesichtspunkte bleiben Teil der Entscheidung.
13. Wettbewerbspolitik
| Instrument | Zweck |
|---|---|
| Kartellverbot | Absprachen begrenzen |
| Fusionskontrolle | problematische Konzentration kontrollieren |
| Missbrauchsaufsicht | missbräuchliches Verhalten marktbeherrschender Unternehmen national/europaweit kontrollieren |
ALT-spezifisch: Missbrauchsaufsicht ist ausdrücklich Lehrplaninhalt.
14. Integrierter Fall
15. Typische Fehler
| Fehler | Korrektur |
|---|---|
| E’=0 = Gewinnmaximum | E’=K‘ |
| pC aus E‘ | aus PAF |
| Nash = optimal | nicht zwingend |
| DWL falsch | zwischen Nachfrage und MC von xM bis xW |
16. Trainingsaufträge
Alle Inhalte folgen dem offiziellen LehrplanPLUS Bayern.
