BwR · Fachoberschule Bayern · Jahrgangsstufe 12 · Lernbereich 4 · bisheriger Lehrplan / Übergangskohorte

ca. 33 UEFinanzierungInvestitionstatische Investitionsrechnung

Alle Inhalte dieser Seite folgen dem offiziellen LehrplanPLUS Bayern.

Finanzierungs- und Investitionsvorgänge analysieren, liquide Mittel beschaffen und Investitionen tätigen

Dieser Lernbereich verbindet Bewegungsbilanz, Investitionsanlässe, Finanzierungsformen, finanzwirtschaftliche Ziele und die vier statischen Investitionsrechenverfahren. Durchgängiges Modellunternehmen ist die UNTERNEHMER AG.

ALT/NEU-Abgrenzung: Diese Seite bildet ausschließlich den bisherigen BwR-12-Lernbereich für die Übergangskohorte ab. Sie wird nicht als textgleiche Parallelseite zur neuen BWL-12-Struktur veröffentlicht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Investition und Finanzierung – Mittelverwendung und Mittelbeschaffung
  2. Bewegungsbilanz: Woher kommen Mittel, wofür werden sie verwendet?
  3. Investitionsanlässe
  4. Finanzwirtschaftliche Ziele und Zielkonflikte
  5. Finanzierungsarten systematisch einordnen
  6. Beteiligungsfinanzierung und ordentliche Kapitalerhöhung
  7. Kreditfinanzierung
  8. Annuitäten- und Abzahlungsdarlehen
  9. Kontokorrentkredit
  10. Offene und stille Selbstfinanzierung
  11. Finanzierung aus Rückstellungen
  12. Finanzierung aus Abschreibung und Vermögensumschichtung
  13. Finanzierungsentscheidung begründen
  14. Statische Investitionsrechnung – vier Verfahren
  15. Kostenvergleichsrechnung
  16. Gewinnvergleichsrechnung
  17. Rentabilitätsrechnung
  18. Amortisationsrechnung
  19. Nicht quantifizierbare Einflussgrößen
  20. Gesamtfall UNTERNEHMER AG
  21. Investitionsentscheidung als Prozess
  22. Kostenvergleichsrechnung vollständig
  23. Kritische Menge: wann wechselt der Kostenvorteil?
  24. Gewinnvergleichsrechnung
  25. Rentabilitätsrechnung: Erfolg auf das Kapital beziehen
  26. Amortisationsrechnung: Rückflussdauer des eingesetzten Kapitals
  27. Statische Investitionsverfahren im Vergleich
  28. Sensitivität: Entscheidung gegen unsichere Annahmen testen
  29. Quantitative Ergebnisse um qualitative Kriterien ergänzen
  30. Investition und Finanzierung gemeinsam denken
  31. Großfall UNTERNEHMER AG: Investitionsentscheidung
  32. Typische Prüfungsfehler
  33. Prüfungs- und Transfertraining

1. Investition und Finanzierung – Mittelverwendung und Mittelbeschaffung

Investition ist Kapitalverwendung: Die UNTERNEHMER AG bindet heute finanzielle Mittel, um künftig Nutzen und Rückflüsse zu erzielen. Finanzierung ist Kapitalbeschaffung. Beide Entscheidungen gehören zusammen.

FINANZIERUNGKapital beschaffenINVESTITIONKapital verwendenKapital

2. Bewegungsbilanz: Woher kommen Mittel, wofür werden sie verwendet?

Die Bewegungsbilanz macht Veränderungen zwischen zwei Bilanzstichtagen sichtbar. Mittelherkunft entsteht grundsätzlich durch Passivmehrungen und Aktivminderungen; Mittelverwendung durch Aktivmehrungen und Passivminderungen.

Mittelherkunft Mittelverwendung
Aktivminderung, z. B. Verkauf von Vermögen Aktivmehrung, z. B. Kauf einer Maschine
Passivmehrung, z. B. Darlehensaufnahme Passivminderung, z. B. Darlehenstilgung
Beispiel: Maschinenbestand +300.000 €, Bankdarlehen +220.000 €, Bankguthaben −80.000 €. Mittelverwendung: 300.000 €; Mittelherkunft: 220.000 € + 80.000 € = 300.000 €. Die Bewegungsbilanz ist ausgeglichen.

3. Investitionsanlässe

Investitionsart Zweck UNTERNEHMER AG
Ersatzinvestition verbrauchtes/überholtes Anlagegut ersetzen alte Fräsmaschine ersetzen
Rationalisierungsinvestition Kosten senken, Produktivität steigern automatisierte Fertigungszelle
Erweiterungsinvestition Kapazität erhöhen zweite Produktionslinie

4. Finanzwirtschaftliche Ziele und Zielkonflikte

Finanzierungsentscheidungen werden an Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit beurteilt. Die Ziele können konkurrieren: Hohe Liquiditätsreserven erhöhen Sicherheit, können aber die Rentabilität mindern.

Finanzierungs-entscheidungRentabilitätLiquiditätSicherheitUnabhängigkeit
Lehrplan: Rentabilität ja, kein Leverage-Effekt.

5. Finanzierungsarten systematisch einordnen

Kapitalherkunft / Rechtsstellung Eigenfinanzierung Fremdfinanzierung
Außenfinanzierung Beteiligungsfinanzierung Kreditfinanzierung
Innenfinanzierung offene/stille Selbstfinanzierung Finanzierung aus Rückstellungen
Kapitalfreisetzung Finanzierung aus Abschreibung und sonstiger Vermögensumschichtung

6. Beteiligungsfinanzierung und ordentliche Kapitalerhöhung

Bei der ordentlichen Kapitalerhöhung gibt eine AG neue Aktien aus. Der Unternehmung fließt Eigenkapital zu. Das Bezugsrecht schützt Altaktionäre vor einer unerwünschten Verwässerung ihrer Beteiligungsquote.

Bezugsverhältnis = altes Grundkapital : Kapitalerhöhung
Altes Grundkapital 8 Mio. €, Erhöhung 2 Mio. € → 4 : 1. Auf vier alte Aktien kann grundsätzlich eine neue Aktie bezogen werden, sofern gleiche Nennbeträge unterstellt werden.

7. Kreditfinanzierung

Bei der Kreditfinanzierung entsteht Fremdkapital. Kreditgeber erhalten vertragliche Zins- und Rückzahlungsansprüche, aber keine Eigentümerrechte.

Chance Belastung
Eigentümerstruktur bleibt unverändert Zins und Tilgung belasten Liquidität
Kapital kann fristgerecht bereitgestellt werden Verschuldung und Abhängigkeit steigen

8. Annuitäten- und Abzahlungsdarlehen

Annuitätendarlehen: Die Gesamtzahlung aus Zins und Tilgung bleibt bei konstantem Zinssatz gleich. Mit sinkender Restschuld sinkt der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil steigt.

Abzahlungsdarlehen: Die Tilgung bleibt konstant. Weil die Zinsen mit der Restschuld sinken, nimmt die gesamte Jahresbelastung ab.

Abzahlungsdarlehen: 200.000 €, 4 Jahre, 5 %. Jährliche Tilgung 50.000 €. Zinsen: Jahr 1 = 10.000 €, Jahr 2 = 7.500 €, Jahr 3 = 5.000 €, Jahr 4 = 2.500 €. Der Schuldendienst sinkt von 60.000 € auf 52.500 €.

9. Kontokorrentkredit

Der Kontokorrentkredit ist eine flexible Kreditlinie auf dem Geschäftskonto. Er eignet sich vor allem zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsschwankungen, nicht als dauerhafte Finanzierung langfristiger Anlagen.

10. Offene und stille Selbstfinanzierung

Offene Selbstfinanzierung: Gewinne werden nicht ausgeschüttet, sondern sichtbar im Eigenkapital einbehalten. Stille Selbstfinanzierung: Finanzierungseffekte entstehen über stille Reserven, soweit diese nach den Rechnungslegungsvorschriften entstehen.

Verbindung zum Jahresabschluss: Ergebnisermittlung und Ergebnisverwendung beeinflussen unmittelbar, welcher Gewinn im Unternehmen verbleibt.

11. Finanzierung aus Rückstellungen

Zwischen Bildung und späterer Auszahlung einer Rückstellung kann ein Finanzierungseffekt liegen: Aufwand wird bereits erfasst, der Zahlungsmittelabfluss erfolgt erst später.

12. Finanzierung aus Abschreibung und Vermögensumschichtung

Abschreibungen sind Aufwand, aber in der Abschreibungsperiode grundsätzlich keine Auszahlung. Werden die Abschreibungsgegenwerte über Umsätze verdient und bleiben sie verfügbar, entsteht vorübergehend ein Kapitalfreisetzungseffekt. Auch der Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens oder der Abbau überhöhter Bestände kann Liquidität freisetzen.

Wichtig: Im alten BwR-12-Lehrplan wird Finanzierung aus Abschreibung behandelt, aber ausdrücklich kein Lohmann-Ruchti-Effekt.

13. Finanzierungsentscheidung begründen

Alternative Liquidität Sicherheit Unabhängigkeit
Beteiligungsfinanzierung keine feste Tilgung Eigenkapitalbasis steigt Einfluss neuer Aktionäre möglich
Darlehen Zins + Tilgung Verschuldung steigt Eigentümerstruktur bleibt
Selbstfinanzierung keine externe Tilgung Eigenkapital kann steigen hoch
Eine Finanzierungsform ist nie abstrakt „die beste“. Kapitalbedarf, Fristigkeit, Liquidität, Risiko und Eigentümerinteressen entscheiden.

14. Statische Investitionsrechnung – vier Verfahren

Verfahren Leitfrage Entscheidungsgröße
Kostenvergleich Welche Alternative verursacht geringere Periodenkosten? €/Jahr bzw. €/Stück
Gewinnvergleich Welche erzielt den höheren Gewinn? €/Jahr
Rentabilitätsrechnung Wie verzinst sich das gebundene Kapital? %
Amortisationsrechnung Wie schnell fließt das Kapital rechnerisch zurück? Jahre

15. Kostenvergleichsrechnung

kalk. Abschreibung = (AK − Restwert) / Nutzungsdauer
Ø gebundenes Kapital = (AK + Restwert) / 2
kalk. Zinsen = Ø gebundenes Kapital × Kalkulationszinssatz
Anlage A: AK 500.000 €, Restwert 20.000 €, Nutzungsdauer 8 Jahre, Zinssatz 6 %, sonstige Fixkosten 45.000 €, variable Kosten 18 €/Stück bei 20.000 Stück. Abschreibung 60.000 €, Ø Kapital 260.000 €, kalk. Zinsen 15.600 €, variable Kosten 360.000 € → Gesamtkosten 480.600 €/Jahr.
Anlage AAnlage Bjährliche Kosten in €Investitionsalternative

16. Gewinnvergleichsrechnung

Gewinn = Erlöse − Kosten
A: Erlöse 620.000 € − Kosten 480.600 € = 139.400 € Gewinn. B: Erlöse 640.000 € − Kosten 490.000 € = 150.000 € Gewinn. Obwohl B höhere Kosten verursacht, ist B nach dem Gewinnkriterium günstiger.

17. Rentabilitätsrechnung

Rentabilität = (Gewinn + kalkulatorische Zinsen) / durchschnittlich gebundenes Kapital × 100
Anlage A: (139.400 € + 15.600 €) / 260.000 € × 100 = 59,62 %.

18. Amortisationsrechnung

Amortisationsdauer = Anschaffungsauszahlung / durchschnittlicher jährlicher Rückfluss
Rückfluss = Gewinn + kalkulatorische Abschreibung (bei entsprechender Aufgabenstruktur).
Anlage A: Rückfluss = 139.400 € + 60.000 € = 199.400 €. 500.000 € / 199.400 € = 2,51 Jahre.
2,51 Jahrekumulierter Rückfluss in €Zeit in Jahren

19. Nicht quantifizierbare Einflussgrößen

Rechenergebnisse allein reichen nicht. Der Lehrplan nennt ausdrücklich nicht quantifizierbare Kriterien, z. B. ökologische Aspekte und Serviceleistungen des Lieferanten, sowie Risikogesichtspunkte.

Kriterium A B
Energieverbrauch höher niedriger
Service 24 h 48 h
Ausfallrisiko gering mittel

20. Gesamtfall UNTERNEHMER AG

Die UNTERNEHMER AG plant eine Erweiterungsinvestition. Zwei Anlagen werden mit allen vier statischen Verfahren untersucht. Anschließend werden Service, Energieverbrauch und Risiko berücksichtigt. Der Kapitalbedarf wird durch eine Kombination aus Selbstfinanzierung und langfristigem Darlehen gedeckt.

  1. Investitionsanlass bestimmen.
  2. Kapitalbedarf und Bewegungsbilanz analysieren.
  3. Finanzierungsformen einordnen.
  4. Auswirkungen auf Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit beurteilen.
  5. Investitionsalternativen rechnen.
  6. Qualitative Faktoren ergänzen.
  7. Entscheidung nachvollziehbar begründen.

21. Investitionsentscheidung als Prozess

Eine Investition bindet Kapital langfristig. Deshalb reicht eine einzelne Kennzahl nicht: Ausgangslage, Alternativen, Zahlungs- und Kostendaten, quantitative Verfahren sowie qualitative Kriterien müssen zusammengeführt werden.

ProblemAlternativenRechnungBewertungEntscheidung

22. Kostenvergleichsrechnung vollständig

\(K=K_f+k_v\cdot x\)

Anlage A Anlage B
Fixkosten p. a. 180.000 € 260.000 €
variable Kosten/Stück 32 € 22 €
Planmenge 12.000 12.000
Gesamtkosten 564.000 € 524.000 €

Bei 12.000 Stück ist B um 40.000 € kostengünstiger. Diese Aussage gilt für die zugrunde gelegte Beschäftigung.

23. Kritische Menge: wann wechselt der Kostenvorteil?

\(180.000+32x=260.000+22x\Rightarrow10x=80.000\Rightarrow x_k=\)8.000 Stück.

Ausbringungsmenge x in StückGesamtkosten K in €8.000AB

Unterhalb von 8.000 Stück ist A günstiger, oberhalb davon B. Die kritische Menge macht damit die Beschäftigungsabhängigkeit der Entscheidung sichtbar.

24. Gewinnvergleichsrechnung

\(G=E-K=p\cdot x-K\)

Bei 12.000 Stück und einem Verkaufspreis von 55 € entstehen Erlöse von 660.000 €. Gewinn A = 660.000 − 564.000 = 96.000 €; Gewinn B = 660.000 − 524.000 = 136.000 €.

Bei identischen Erlösen führt die kostengünstigere Alternative zum höheren Gewinn. Bei unterschiedlichen Absatzmengen oder Verkaufspreisen muss jede Alternative vollständig gerechnet werden.

25. Rentabilitätsrechnung: Erfolg auf das Kapital beziehen

\(\text{Rentabilität}=\frac{\text{durchschnittlicher Gewinn}+\text{kalkulatorische Zinsen}}{\text{durchschnittlich gebundenes Kapital}}\cdot100\)

Durchschnittlicher Gewinn 90.000 €, kalkulatorische Zinsen 20.000 €, durchschnittlich gebundenes Kapital 400.000 € → Rentabilität = 27,5 %.
Typischer Fehler: Nicht nur absolute Gewinne vergleichen. Die Rentabilität berücksichtigt, wie viel Kapital dafür gebunden wird.

26. Amortisationsrechnung: Rückflussdauer des eingesetzten Kapitals

\(\text{Amortisationsdauer}=\frac{\text{Anschaffungsauszahlung}}{\text{durchschnittlicher jährlicher Rückfluss}}\)

Bei linearer Abschreibung kann der vereinfachte jährliche Rückfluss aus Gewinn + Abschreibung ermittelt werden.

Anschaffung 600.000 €, jährlicher Gewinn 80.000 €, jährliche Abschreibung 100.000 € → Rückfluss = 180.000 € → Amortisationsdauer = 3,33 Jahre.
Zeit t in Jahrenkumulierter Rückfluss in €600.000 €3,33

27. Statische Investitionsverfahren im Vergleich

Verfahren zentrale Frage Stärke Grenze
Kostenvergleich Welche Alternative verursacht geringere Kosten? einfach, mengenbezogen Erlöse fehlen
Gewinnvergleich Welche Alternative erzielt höheren Gewinn? Erlöse einbezogen Kapitalbindung nicht relativiert
Rentabilität Wie verzinst sich das Kapital? Kapitalbezug Durchschnittswerte
Amortisation Wie schnell fließt Kapital zurück? Liquiditäts-/Risikoperspektive Erfolg nach Amortisation kaum berücksichtigt

28. Sensitivität: Entscheidung gegen unsichere Annahmen testen

Planmengen, variable Kosten, Verkaufspreise oder Nutzungsdauern sind Prognosen. Deshalb sollte geprüft werden, ob eine kleine Veränderung die Rangfolge der Alternativen umkehrt.

Planmenge 12.000 Stück: B ist günstiger. Sinkt die erwartete Menge dagegen unter die kritische Menge von 8.000 Stück, wird A kostengünstiger. Die Mengenprognose ist somit eine entscheidungskritische Annahme.

29. Quantitative Ergebnisse um qualitative Kriterien ergänzen

Kriterium mögliche Fragestellung
Qualität Welche Anlage liefert geringere Ausschussquoten?
Flexibilität Kann auf Produktänderungen reagiert werden?
Liefer-/Ausfallrisiko Wie robust ist die Anlage?
Umwelt Wie unterscheiden sich Energie- und Ressourcenverbrauch?
Personal Welche Qualifikation und Arbeitsbelastung entstehen?

30. Investition und Finanzierung gemeinsam denken

Eine vorteilhafte Investition muss finanzierbar sein. Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit können dabei in Zielkonflikt geraten.

RentabilitätLiquiditätSicherheitUnabhängigkeitFinanzierungs-entscheidung

31. Großfall UNTERNEHMER AG: Investitionsentscheidung

Die UNTERNEHMER AG muss zwischen zwei Produktionsanlagen wählen. A ist kapitalärmer und hat niedrigere Fixkosten, B niedrigere variable Stückkosten und höhere Kapazität.
  1. Berechnen Sie die Gesamtkosten bei der erwarteten Beschäftigung.
  2. Bestimmen Sie die kritische Menge.
  3. Führen Sie die Gewinnvergleichsrechnung durch.
  4. Berechnen Sie die Rentabilität.
  5. Bestimmen Sie die Amortisationsdauer.
  6. Untersuchen Sie die Entscheidung bei einer niedrigeren Absatzprognose.
  7. Ergänzen Sie qualitative Kriterien.
  8. Prüfen Sie, welche Finanzierung mit den finanzwirtschaftlichen Zielen vereinbar ist.
  9. Treffen Sie eine begründete Gesamtentscheidung.

32. Typische Prüfungsfehler

Fehler Richtig
Mittelherkunft/-verwendung vertauscht Aktivminderung/Passivmehrung = Herkunft; Aktivmehrung/Passivminderung = Verwendung.
Annuität = Tilgung Annuität = Zins + Tilgung.
Abschreibung „bringt Geld“ Kapitalfreisetzung nur über verdiente Abschreibungsgegenwerte.
Kostenvergleich trotz unterschiedlicher Erlöse als alleinige Entscheidung Fragestellung und Verfahren abstimmen.
Amortisation = Nutzungsdauer Amortisation ist rechnerische Rückflusszeit.
Kennzahl entscheidet automatisch Risiko und qualitative Kriterien einbeziehen.

33. Prüfungs- und Transfertraining

1. Erstelle aus zwei Bilanzen eine Bewegungsbilanz und trenne Mittelherkunft und Mittelverwendung.
2. Ordne Finanzierungsmaßnahmen nach Kapitalherkunft und Rechtsstellung.
3. Erstelle Tilgungspläne für Annuitäten- und Abzahlungsdarlehen.
4. Berechne das Bezugsverhältnis einer Kapitalerhöhung und erläutere das Bezugsrecht.
5. Vergleiche zwei Maschinen mit Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsrechnung.
6. Ergänze die Rechnung um ökologische, servicebezogene und risikoorientierte Kriterien und begründe die Entscheidung.

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34. Lernbereich auf einen Blick

  • Investitionsanlässe und Finanzierungsarten systematisch unterscheiden.
  • Finanzwirtschaftliche Ziele Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit gegeneinander abwägen.
  • Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsrechnung sicher anwenden und Ergebnisse interpretieren.
  • Nicht quantifizierbare Kriterien in die Investitionsentscheidung einbeziehen.
  • Investition und Finanzierung als zusammenhängende Entscheidung betrachten.

Prüfungslogik: Rechenresultat + Interpretation + begründete Entscheidung.

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