Betriebswirtschaftslehre · FOS Bayern · Jahrgangsstufe 12 · neuer LehrplanPLUS
BWL 12 NEULernbereich 332 UEFinanzierung & InvestitionUNTERNEHMER AG
Alle Inhalte dieser Seite folgen dem offiziellen LehrplanPLUS Bayern.
Finanzierungs- und Investitionsvorgänge analysieren, liquide Mittel beschaffen und Investitionen tätigen
Dieser Lernbereich verbindet Kapitalbeschaffung und Kapitalverwendung. Die UNTERNEHMER AG entscheidet, wie Investitionen finanziert werden und welche Investitionsalternative unter wirtschaftlichen, finanziellen und nachhaltigkeitsbezogenen Gesichtspunkten sinnvoll ist.
Inhaltsverzeichnis
- Investition und Finanzierung – zwei Seiten einer Entscheidung
- Investitionsanlässe
- Finanzwirtschaftliche Ziele
- Finanzierungsformen systematisieren
- Beteiligungsfinanzierung und Kapitalerhöhung
- Kreditfinanzierung
- Annuitätendarlehen und NEU: Abzahlungsdarlehen
- NEU: Kontokorrentkredit
- Offene und NEU: stille Selbstfinanzierung
- Finanzierung aus Rückstellungen
- NEU: Finanzierung aus Abschreibungen
- Finanzierung durch Vermögensumschichtung
- Finanzierungsalternativen mehrdimensional beurteilen
- Statische Investitionsrechnung – vier Verfahren
- Kostenvergleichsrechnung
- Gewinnvergleichsrechnung
- Rentabilitätsrechnung
- Amortisationsrechnung
- NEU: ESG und ESRS in Investitionsentscheidungen
- Scoringmodell: quantitative und qualitative Kriterien verbinden
- Integrierter Gesamtfall UNTERNEHMER AG
- Finanzierung und Investition als zusammenhängender Entscheidungsprozess
- Finanzwirtschaftliche Ziele und Zielkonflikte
- Abzahlungsdarlehen: Tilgungsplan vollständig berechnen
- Kontokorrentkredit: flexibel, aber teuer
- Stille Selbstfinanzierung fachlich einordnen
- Finanzierung aus Abschreibungen: Kapitalfreisetzung verstehen
- Vier statische Investitionsrechenverfahren als Entscheidungssystem
- Kostenvergleichsrechnung mit kritischer Menge
- Gewinnvergleichsrechnung
- Rentabilitätsvergleich: Erfolg zum Kapitaleinsatz in Beziehung setzen
- Amortisationsrechnung: Rückflussdauer berechnen
- ESG und ESRS als Investitionskriterien
- Investitionsentscheidung mit Scoringmodell ergänzen
- Finanzierungsform und Investition auf Liquidität abstimmen
- Sensitivitätsanalyse: Investitionsentscheidung unter Unsicherheit
- Großfall UNTERNEHMER AG: Investition und Finanzierung gemeinsam entscheiden
- Typische Prüfungsfehler
- 35 Prüfungs- und Transferaufträge
- Das Wichtigste auf einen Blick
1. Investition und Finanzierung – zwei Seiten einer Entscheidung
Investition bedeutet Mittelverwendung: Kapital wird heute gebunden, um künftig Nutzen bzw. Rückflüsse zu erzielen. Finanzierung bedeutet Mittelbeschaffung: Das Unternehmen stellt die dafür notwendigen liquiden Mittel bereit.
2. Investitionsanlässe
| Investitionsart | Ziel | UNTERNEHMER AG |
|---|---|---|
| Ersatzinvestition | Leistungsfähigkeit erhalten | alte Maschine ersetzen |
| Rationalisierungsinvestition | Kosten senken / Produktivität erhöhen | automatisierte Fertigungszelle |
| Erweiterungsinvestition | Kapazität erhöhen | zweite Produktionslinie |
3. Finanzwirtschaftliche Ziele
Finanzierungsalternativen werden nicht nur nach ihrem Preis beurteilt. Relevant sind insbesondere Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Zwischen diesen Zielen können Konflikte entstehen.
4. Finanzierungsformen systematisieren
| Kapitalherkunft / Rechtsstellung | Eigenfinanzierung | Fremdfinanzierung |
|---|---|---|
| Außenfinanzierung | Beteiligungsfinanzierung | Kreditfinanzierung |
| Innenfinanzierung | offene / stille Selbstfinanzierung | Finanzierung aus Rückstellungen |
| Kapitalfreisetzung | Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten / Vermögensumschichtung | – |
5. Beteiligungsfinanzierung und Kapitalerhöhung
Bei der Beteiligungsfinanzierung fließt zusätzliches Eigenkapital zu. Bei einer Aktiengesellschaft kann dies durch Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer ordentlichen Kapitalerhöhung erfolgen. Das Bezugsrecht schützt bestehende Aktionäre vor einer unangemessenen Verwässerung ihrer Position.
6. Kreditfinanzierung
Kreditfinanzierung führt Fremdkapital zu. Kreditgeber erhalten vertragliche Ansprüche auf Zins und Rückzahlung; Eigentumsrechte entstehen daraus grundsätzlich nicht.
| Chance | Belastung/Risiko |
|---|---|
| Eigentümerstruktur bleibt unverändert | Zins und Tilgung belasten Liquidität |
| Laufzeit kann an Kapitalbedarf angepasst werden | Verschuldung und Abhängigkeit steigen |
| schnelle Mittelbereitstellung möglich | Sicherheiten/Kreditbedingungen können einschränken |
7. Annuitätendarlehen und NEU: Abzahlungsdarlehen
Annuitätendarlehen
Die periodische Gesamtzahlung bleibt bei konstantem Zinssatz gleich. Mit sinkender Restschuld sinkt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt.
Abzahlungsdarlehen
Die Tilgungsbeträge sind konstant. Die Zinsen sinken mit der Restschuld, daher sinkt die gesamte periodische Zahlung.
| Jahr | Restschuld Jahresanfang | Zins 5 % | Tilgung | Gesamtzahlung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 100.000 € | 5.000 € | 25.000 € | 30.000 € |
| 2 | 75.000 € | 3.750 € | 25.000 € | 28.750 € |
| 3 | 50.000 € | 2.500 € | 25.000 € | 27.500 € |
| 4 | 25.000 € | 1.250 € | 25.000 € | 26.250 € |
8. NEU: Kontokorrentkredit
Der Kontokorrentkredit stellt eine Kreditlinie auf dem Geschäftskonto bereit. Er ist flexibel für kurzfristige Liquiditätsschwankungen, aber regelmäßig keine passende Dauerfinanzierung einer langfristigen Sachinvestition.
9. Offene und NEU: stille Selbstfinanzierung
Offene Selbstfinanzierung entsteht durch einbehaltene Gewinne, die im Eigenkapital sichtbar werden. Stille Selbstfinanzierung beruht auf stillen Reserven, also Differenzen zwischen bilanziellen Ansätzen und wirtschaftlichen Werten, soweit diese aufgrund der Rechnungslegung entstehen.
10. Finanzierung aus Rückstellungen
Zwischen Bildung einer Rückstellung und späterer Auszahlung kann ein zeitlich begrenzter Finanzierungseffekt entstehen: Aufwand wird bereits erfasst, der Zahlungsmittelabfluss erfolgt später.
11. NEU: Finanzierung aus Abschreibungen
Abschreibungen sind Aufwand, aber in der Abschreibungsperiode grundsätzlich keine Auszahlung. Werden die Abschreibungsgegenwerte über Umsatzerlöse verdient und stehen sie im Unternehmen noch zur Verfügung, entsteht vorübergehend ein Kapitalfreisetzungseffekt.
12. Finanzierung durch Vermögensumschichtung
Gebundenes Vermögen kann in liquide Mittel umgewandelt werden, z. B. durch Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände oder Abbau überhöhter Bestände. Dabei wird kein neues Kapital von außen aufgenommen.
13. Finanzierungsalternativen mehrdimensional beurteilen
| Alternative | Rentabilität | Liquidität | Sicherheit | Unabhängigkeit |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligung | keine festen Zinsen | keine Kredittilgung | EK stärkt Risikotragfähigkeit | neue Anteilseigner möglich |
| Darlehen | Zinskosten | Zins + Tilgung | Verschuldung steigt | Eigentümerstruktur bleibt |
| Selbstfinanzierung | Gewinn bleibt verfügbar | keine externe Tilgung | EK kann steigen | hohe Unabhängigkeit |
14. Statische Investitionsrechnung – vier Verfahren
| Verfahren | Leitfrage | Entscheidungsgröße |
|---|---|---|
| Kostenvergleich | Welche Alternative verursacht geringere Periodenkosten? | €/Jahr bzw. €/Stück |
| Gewinnvergleich | Welche Alternative erzielt höheren Gewinn? | €/Jahr |
| Rentabilitätsrechnung | Wie stark verzinst sich das gebundene Kapital? | % |
| Amortisationsrechnung | Wie schnell fließt das Kapital rechnerisch zurück? | Jahre |
15. Kostenvergleichsrechnung
Ø gebundenes Kapital=(AK+Restwert)/2
kalk. Zinsen=Ø gebundenes Kapital·Kalkulationszinssatz
16. Gewinnvergleichsrechnung
17. Rentabilitätsrechnung
18. Amortisationsrechnung
Rückfluss=Gewinn+kalkulatorische Abschreibung (bei entsprechender Aufgabenstruktur)
19. NEU: ESG und ESRS in Investitionsentscheidungen
Die offizielle Änderungsübersicht nennt ESG-Kriterien und ESRS als mögliche Entscheidungsmerkmale im Rahmen der Investitionsrechenverfahren. Damit wird die quantitative Rechnung systematisch um Nachhaltigkeits- und Risikoinformationen ergänzt.
| Dimension | mögliche Investitionskriterien |
|---|---|
| E – Environmental | Energieverbrauch, Emissionen, Ressourcenbedarf, Klimarisiken |
| S – Social | Arbeitsschutz, Bedienergonomie, Qualifikationsbedarf, Auswirkungen in Lieferketten |
| G – Governance | Compliance, Transparenz, Lieferantenkontrolle, Daten-/Prozesssicherheit |
20. Scoringmodell: quantitative und qualitative Kriterien verbinden
| Kriterium | Gewicht | Anlage A | gewichtet | Anlage B | gewichtet |
|---|---|---|---|---|---|
| Kosten/Rentabilität | 40 % | 4 | 1,60 | 5 | 2,00 |
| Energie/Emissionen | 25 % | 5 | 1,25 | 2 | 0,50 |
| Service/Ausfallrisiko | 20 % | 5 | 1,00 | 3 | 0,60 |
| Governance/Lieferant | 15 % | 4 | 0,60 | 3 | 0,45 |
| Gesamt | 100 % | 4,45 | 3,55 |
21. Integrierter Gesamtfall UNTERNEHMER AG
Die UNTERNEHMER AG plant eine neue Produktionsanlage. Zunächst wird der Kapitalbedarf bestimmt. Danach werden Beteiligungsfinanzierung, Darlehen und Innenfinanzierung verglichen. Zwei Anlagen werden mit statischen Verfahren gerechnet und anschließend um ESG-/ESRS-bezogene Kriterien ergänzt.
22. Finanzierung und Investition als zusammenhängender Entscheidungsprozess
Eine Investition bindet Kapital, Finanzierung stellt Kapital bereit. In der Praxis muss die UNTERNEHMER AG beide Seiten gemeinsam betrachten: Kapitalbedarf, Laufzeit, Liquiditätsbelastung und Investitionsnutzen müssen zueinander passen.
23. Finanzwirtschaftliche Ziele und Zielkonflikte
| Ziel | Leitfrage | möglicher Konflikt |
|---|---|---|
| Rentabilität | Wie hoch ist der Erfolg im Verhältnis zum Kapital? | hohe Fremdfinanzierung kann Risiko erhöhen |
| Liquidität | Können Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllt werden? | hohe Liquiditätsreserve kann Rendite mindern |
| Sicherheit | Wie robust ist die Finanzierung? | sehr vorsichtige Finanzierung kann Chancen begrenzen |
| Unabhängigkeit | Wie stark ist der Einfluss externer Kapitalgeber? | Eigenkapitalbeschaffung kann Mitspracherechte verändern |
24. Abzahlungsdarlehen: Tilgungsplan vollständig berechnen
Beim Abzahlungsdarlehen bleibt die Tilgung je Periode konstant. Weil die Restschuld sinkt, sinken auch die Zinsen und damit die Gesamtzahlung.
Jährliche Tilgung = 400.000 / 4 = 100.000 €.
| Jahr | Restschuld Jahresanfang | Zinsen 5 % | Tilgung | Gesamtzahlung | Restschuld Jahresende |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 400.000 € | 20.000 € | 100.000 € | 120.000 € | 300.000 € |
| 2 | 300.000 € | 15.000 € | 100.000 € | 115.000 € | 200.000 € |
| 3 | 200.000 € | 10.000 € | 100.000 € | 110.000 € | 100.000 € |
| 4 | 100.000 € | 5.000 € | 100.000 € | 105.000 € | 0 € |
25. Kontokorrentkredit: flexibel, aber teuer
\(Z=80.000·0{,}09·45/360=\)900 €.
Der Kontokorrentkredit passt zu kurzfristigen Liquiditätsschwankungen. Eine langfristige Maschine dauerhaft damit zu finanzieren wäre wegen Laufzeit- und Kostenstruktur regelmäßig nicht sachgerecht.
26. Stille Selbstfinanzierung fachlich einordnen
Stille Selbstfinanzierung entsteht über stille Reserven, also Differenzen zwischen bilanziellen Wertansätzen und wirtschaftlichen Werten, soweit diese im Rahmen der Rechnungslegung entstehen. Anders als bei offener Selbstfinanzierung ist der einbehaltene Finanzierungseffekt nicht unmittelbar als Gewinnrücklage sichtbar.
27. Finanzierung aus Abschreibungen: Kapitalfreisetzung verstehen
Abschreibungen mindern den Erfolg, sind in der Abschreibungsperiode aber grundsätzlich keine Auszahlung. Werden sie über Umsatzerlöse verdient, können Zahlungsmittel bis zur Ersatzinvestition vorübergehend im Unternehmen verfügbar bleiben.
28. Vier statische Investitionsrechenverfahren als Entscheidungssystem
| Verfahren | zentrale Frage | typische Entscheidungsgröße |
|---|---|---|
| Kostenvergleich | Welche Alternative verursacht geringere Periodenkosten? | Gesamtkosten / Stückkosten |
| Gewinnvergleich | Welche Alternative erzielt höheren Periodengewinn? | Gewinn |
| Rentabilitätsvergleich | Welche Alternative verzinst das eingesetzte Kapital besser? | Rentabilität in % |
| Amortisationsvergleich | Wie schnell fließt das eingesetzte Kapital zurück? | Amortisationsdauer |
29. Kostenvergleichsrechnung mit kritischer Menge
| Anlage A | Anlage B | |
|---|---|---|
| Fixkosten/Jahr | 180.000 € | 240.000 € |
| variable Kosten/Stück | 42 € | 30 € |
\(K_A=180.000+42x,\quad K_B=240.000+30x\)
Gleichsetzen: \(180.000+42x=240.000+30x\) → \(12x=60.000\) → x = 5.000 Stück. Unterhalb der kritischen Menge ist A kostengünstiger, oberhalb B.
30. Gewinnvergleichsrechnung
Gewinn A = 84.000 €; Gewinn B = 120.000 €. Unter diesen Annahmen ist B nach der Gewinnvergleichsrechnung vorteilhafter.
31. Rentabilitätsvergleich: Erfolg zum Kapitaleinsatz in Beziehung setzen
Eine Investition mit höherem absolutem Gewinn muss nicht automatisch die höhere Rentabilität besitzen. Deshalb wird der Erfolg auf das durchschnittlich gebundene Kapital bezogen; die im Unterricht verwendete Formel ist konsequent anzuwenden.
Anlage B: 120.000 € / 1.000.000 € → 12 %. Damit können Gewinn- und Rentabilitätsvergleich unterschiedliche Rangfolgen erzeugen.
32. Amortisationsrechnung: Rückflussdauer berechnen
\(\text{Amortisationsdauer}=\frac{\text{Anschaffungsauszahlung}}{\text{jährlicher Rückfluss}}\)
Anlage B kostet 1.000.000 €, Rückfluss 220.000 € → rund 4,55 Jahre.
Die kürzere Amortisationsdauer kann unter Risiko- und Liquiditätsgesichtspunkten attraktiv sein, ersetzt aber nicht die übrigen Verfahren.
33. ESG und ESRS als Investitionskriterien
Der neue Lehrplan erweitert die Investitionsentscheidung ausdrücklich um ESG-Kriterien und ESRS als mögliche Entscheidungsmerkmale. Die quantitative Investitionsrechnung bleibt bestehen, wird aber um qualitative bzw. nachhaltigkeitsbezogene Kriterien ergänzt.
| Kriterium | Anlage A | Anlage B |
|---|---|---|
| Energieverbrauch | hoch | niedrig |
| CO₂-bezogene Wirkung | ungünstiger | günstiger |
| Arbeitssicherheit | Standard | verbessert |
| Lieferantentransparenz | mittel | hoch |
| Reparierbarkeit/Lebensdauer | mittel | hoch |
34. Investitionsentscheidung mit Scoringmodell ergänzen
| Kriterium | Gewicht | A Punkte | B Punkte |
|---|---|---|---|
| Wirtschaftlichkeit | 40 % | 5 | 4 |
| Energie/Umwelt | 20 % | 2 | 5 |
| Arbeitssicherheit | 15 % | 3 | 5 |
| Flexibilität | 15 % | 4 | 4 |
| Governance/Lieferant | 10 % | 3 | 5 |
A: \(0{,}40·5+0{,}20·2+0{,}15·3+0{,}15·4+0{,}10·3=\)3,75.
B: \(0{,}40·4+0{,}20·5+0{,}15·5+0{,}15·4+0{,}10·5=\)4,45.
35. Finanzierungsform und Investition auf Liquidität abstimmen
Die wirtschaftlich attraktive Investition kann scheitern, wenn die Finanzierung zu hohe kurzfristige Zahlungen erzeugt. Deshalb sind Investitionsrückflüsse und Kapitaldienst gemeinsam zu betrachten.
36. Sensitivitätsanalyse: Investitionsentscheidung unter Unsicherheit
37. Großfall UNTERNEHMER AG: Investition und Finanzierung gemeinsam entscheiden
- Bestimmen Sie Kapitalbedarf und geeignete Finanzierungsalternativen.
- Erstellen Sie einen Tilgungsplan für ein Abzahlungsdarlehen.
- Berechnen Sie die Kosten eines kurzfristigen Kontokorrentkredits.
- Erklären Sie stille Selbstfinanzierung und Finanzierung aus Abschreibungen.
- Führen Sie Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsvergleich durch.
- Ermitteln Sie eine kritische Menge.
- Ergänzen Sie ESG-/ESRS-Kriterien über ein Scoringmodell.
- Prüfen Sie die Liquiditätsbelastung.
- Führen Sie eine Sensitivitätsanalyse durch.
- Treffen Sie eine mehrdimensionale Entscheidung.
38. Typische Prüfungsfehler
| Fehler | Richtig |
|---|---|
| Investition = Finanzierung | Mittelverwendung und Mittelbeschaffung trennen. |
| Finanzierung nur nach Zinssatz | Rentabilität, Liquidität, Sicherheit, Unabhängigkeit beachten. |
| Annuität = Tilgung | Annuität = Zins + Tilgung. |
| Abzahlungsdarlehen mit konstanter Gesamtzahlung | Tilgung konstant, Gesamtzahlung sinkt. |
| Kontokorrent für langfristige Anlage | Fristigkeit passend wählen. |
| Abschreibung erzeugt Zahlungsmittel | nur Abschreibungsgegenwerte aus Umsätzen können Finanzierungseffekt entfalten. |
| Kostenvergleich trotz unterschiedlicher Erlöse | passendes Verfahren wählen. |
| höchste Kennzahl entscheidet automatisch | Risiken und ESG/ESRS ergänzen. |
| Scoringwert als objektive Wahrheit | Gewichtungen und Bewertungen kritisch prüfen. |
39. 35 Prüfungs- und Transferaufträge
40. Das Wichtigste auf einen Blick
- Investition = Mittelverwendung, Finanzierung = Mittelbeschaffung.
- Finanzierung wird nach Herkunft, Rechtsstellung und den Zielen Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit beurteilt.
- Neu: Abzahlungsdarlehen und Kontokorrentkredit.
- Neu: stille Selbstfinanzierung und Finanzierung aus Abschreibungen.
- Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsrechnung beantworten unterschiedliche Investitionsfragen.
- Neu: ESG-Kriterien und ESRS können in Investitionsentscheidungen einbezogen werden.
- Eine vollständige Entscheidung verbindet Rechnung, Interpretation, Risiko und qualitative Kriterien.
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