3.2 Gleiche Rechte für alle
Fragen 252 bis 262 · 11 Fragen
Aus dem Arbeitsheft Gut orientiert in Deutschland · ISBN 978-3-7430-0001-8
In Deutschland können Eltern bis zum 14. Lebensjahr ihres Kindes entscheiden, ob es in der Schule am …
- a)Geschichtsunterricht teilnimmt.
- b)Religionsunterricht teilnimmt.
- c)Politikunterricht teilnimmt.
- d)Sprachunterricht teilnimmt.
Die richtige Antwort ist „Religionsunterricht teilnimmt.“. Bis zur sogenannten Religionsmündigkeit (14 Jahre) entscheiden die Eltern über die Teilnahme am Religionsunterricht; danach entscheidet das Kind selbst.
In Deutschland sind Jugendliche ab 14 Jahren strafmündig. Das bedeutet: Jugendliche, die 14 Jahre und älter sind und gegen Strafgesetze verstoßen, …
- a)werden bestraft.
- b)werden wie Erwachsene behandelt.
- c)teilen die Strafe mit ihren Eltern.
- d)werden nicht bestraft.
Die richtige Antwort ist „werden bestraft.“. In einem Rechtsstaat sind Bürgerinnen und Bürger und auch der Staat an Recht und Gesetz gebunden. Unabhängige Gerichte sorgen dafür, dass Rechte geschützt und Streitigkeiten nach festen Regeln entschieden werden.
Ab welchem Alter ist man in Deutschland volljährig?
- a)16
- b)18
- c)19
- d)21
Die richtige Antwort ist „18“. Mit 18 Jahren wird man in Deutschland volljährig und voll geschäftsfähig.
Eine junge Frau in Deutschland, 22 Jahre alt, lebt mit ihrem Freund zusammen. Die Eltern der Frau finden das nicht gut, weil ihnen der Freund nicht gefällt. Was können die Eltern tun?
- a)Sie müssen die Entscheidung der volljährigen Tochter respektieren.
- b)Sie haben das Recht, die Tochter in die elterliche Wohnung zurückzuholen.
- c)Sie können zur Polizei gehen und die Tochter anzeigen.
- d)Sie suchen einen anderen Mann für die Tochter.
Die richtige Antwort ist „Sie müssen die Entscheidung der volljährigen Tochter respektieren.“. Ab der Volljährigkeit (18 Jahre) entscheidet eine Person selbst über ihre Lebensführung, unabhängig von der Meinung der Eltern.
Eine Frau, die ein zweijähriges Kind hat, bewirbt sich in Deutschland um eine Stelle. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Sie bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil sie …
- a)kein Englisch spricht.
- b)zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.
- c)keine Erfahrungen in diesem Beruf hat.
- d)Mutter ist.
Die richtige Antwort ist „Mutter ist.“. Die Ablehnung einer Bewerberin, weil sie Mutter ist, ist eine unzulässige Diskriminierung aufgrund des Geschlechts/der Familiensituation nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
Eine Frau in Deutschland verliert ihre Arbeit. Was darf nicht der Grund für diese Entlassung sein?
- a)Die Frau ist lange krank und arbeitsunfähig.
- b)Die Frau kam oft zu spät zur Arbeit.
- c)Die Frau erledigt private Sachen während der Arbeitszeit.
- d)Die Frau bekommt ein Kind und ihr Chef weiß das.
Die richtige Antwort ist „Die Frau bekommt ein Kind und ihr Chef will sie deshalb entlassen.“. Eine Kündigung wegen Schwangerschaft ist in Deutschland unzulässig (besonderer Kündigungsschutz); mangelnde Pünktlichkeit oder private Tätigkeiten während der Arbeitszeit können dagegen zulässige Kündigungsgründe sein.
Ein Mann im Rollstuhl hat sich auf eine Stelle als Buchhalter beworben. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Er bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil er …
- a)im Rollstuhl sitzt.
- b)keine Erfahrung hat.
- c)zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.
- d)kein Englisch spricht.
Die richtige Antwort ist „im Rollstuhl sitzt.“. Gleichberechtigung bedeutet, dass Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderen Merkmalen gleiche Rechte haben. Benachteiligung und Diskriminierung widersprechen dem Grundgedanken des Grundgesetzes.
Zwei Freunde wollen in ein öffentliches Schwimmbad in Deutschland. Beide haben eine dunkle Hautfarbe und werden deshalb nicht hineingelassen. Welches Recht wird in dieser Situation verletzt? Das Recht auf …
- a)Meinungsfreiheit
- b)Gleichbehandlung
- c)Versammlungsfreiheit
- d)Freizügigkeit
Die richtige Antwort ist „Gleichbehandlung“. Eine Ablehnung aufgrund der Hautfarbe verletzt den Grundsatz der Gleichbehandlung (Art. 3 Grundgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) – Meinungs-, Versammlungsfreiheit und Freizügigkeit betreffen andere Grundrechte.
Ein Mann mit dunkler Hautfarbe bewirbt sich um eine Stelle als Kellner in einem Restaurant in Deutschland. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Er bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil …
- a)seine Deutschkenntnisse zu gering sind.
- b)er zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.
- c)er eine dunkle Haut hat.
- d)er keine Erfahrungen im Beruf hat.
Die richtige Antwort ist „er eine dunkle Haut hat.“. Eine Ablehnung aufgrund der Hautfarbe ist eine nach dem AGG verbotene Diskriminierung; fehlende Sprachkenntnisse oder Berufserfahrung können dagegen sachliche Ablehnungsgründe sein.
Die deutschen Gesetze verbieten …
- a)Meinungsfreiheit der Einwohnerinnen und Einwohner.
- b)Petitionen der Bürgerinnen und Bürger.
- c)Versammlungsfreiheit der Einwohnerinnen und Einwohner.
- d)Ungleichbehandlung der Bürgerinnen und Bürger durch den Staat.
Die richtige Antwort ist „Ungleichbehandlung der Bürgerinnen und Bürger durch den Staat.“. In einem Rechtsstaat sind Bürgerinnen und Bürger und auch der Staat an Recht und Gesetz gebunden. Unabhängige Gerichte sorgen dafür, dass Rechte geschützt und Streitigkeiten nach festen Regeln entschieden werden.
Was bedeutet in Deutschland der Grundsatz der Gleichbehandlung?
- a)Niemand darf z.B. wegen einer Behinderung benachteiligt werden.
- b)Man darf andere Personen benachteiligen, wenn ausreichende persönliche Gründe hierfür vorliegen.
- c)Niemand darf gegen Personen klagen, wenn sie benachteiligt wurden.
- d)Es ist für alle Gesetz, benachteiligten Gruppen jährlich Geld zu spenden.
Die richtige Antwort ist „Niemand darf z. B. wegen einer Behinderung, des Geschlechts oder der Herkunft benachteiligt werden.“. Das ist der Kern des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art. 3 Grundgesetz, AGG).
